16.10.20:00
Basketball Löwen Braunschweig – MLP Academics Heidelberg
16.10.2022, 15:00 Uhr | BBL Pokal, Achtelfinale
Spiel Statistiken
Game Leaders
- BRA, Zwei-Punkte-Quote:
B. Tischler100.0%Zwei-Punkte-Quote (2P%)100.0%HDB, Zwei-Punkte-Quote: L. Herzog - BRA, Drei-Punkte-Quote:
L. van Slooten50.0%Drei-Punkte-Quote (3P%)66.7%HDB, Drei-Punkte-Quote: M. Ugrai
Schiedsrichter & Kommissare
Nermin Hodzic (Schiedsrichter 1), Zulfikar Oruzgani (Schiedsrichter 2), Sascha Janzen (Kommissar)
Arena
Volkswagen Halle Braunschweig
Zuschauende
1982
Braunschweig empfängt Heidelberg: TOP FOUR-Teilnehmer gegen Pokal-Debütant
Status quo: Beide Teams gehen mit unterschiedlichen Vorzeichen ins Duell: Die Basketball Löwen Braunschweig kassierten gegen Ludwigsburg eine 66:80-Niederlage, weil sie im vierten Viertel sechs Minuten nicht punkteten und einen 0:14-Lauf kassierten. Die MLP Academics Heidelberg dagegen machten dank Eric Washingtons Heldentat gegen Frankfurt (siehe Duell im Fokus) einen Sieben-Punkte-Rückstand knapp zwei Minuten vor Spielende noch wett. Braunschweig zog vergangene Saison überraschend ins TOP FOUR um den MagentaSport BBL Pokal ein, hatte mit Göttingen und Frankfurt (Blowouts mit +20 und +21 Punkten Differenz) aber keinen allzu schwierigen Weg nach Berlin. Heidelberg nahm als Aufsteiger 2021 in der vergangenen Saison nicht am Wettbewerb teil und debütiert jetzt unter dem neuen Pokalmodus.
Duell im Fokus: Eric Washington gegen Braydon Hobbs. Unterschiedlicher könnten zwei Point Guards kaum sein. Washington misst nur 1,83 Meter und kommt mit Speed – wie sein Buzzerbeater-Dreier innerhalb von 3,1 Sekunden von Küste zu Küste gegen Frankfurt bewiesen hat (hier noch einmal zum Zungeschnalzen). Hobbs misst ganze 1,96 Meter und setzt dementsprechend seine Übersicht ein. Washington trägt die Academics mit 22,0 Punkten, 5,5 Rebounds, 10,0 Assists und 2,5 Steals pro Spiel. Hobbs bewies auch, dass er scoren kann: Bei der Auftaktniederlage gegen Würzburg erzielte er jeden seiner 18 Zähler nach der Pause.

Alte Bekannte: Für Vincent Kesteloot dürfte es eine besondere Partie werden: Der Academics-Forward, der erst Anfang Oktober von den Heidelbergern verpflichtet worden war, absolvierte die gesamte Vorbereitungszeit bei den Basketball Löwen. Zuvor stand jedoch bereits fest, dass der Belgier lediglich als Trainingsspieler in Braunschweig eingeplant war. In der vergangenen Spielzeit 2021/22 stand Vincent Kesteloot in Charleroi unter Vertrag. In der neu gegründeten BNXT League erzielte der 27-Jährige durchschnittlich knapp 13 Punkte und vier Rebounds pro Partie.
Zahlen, bitte: In zwei Meisterschaftsspielen erzielten die Academics 89,5 Punkte pro Spiel. Das macht sie derzeit zum sechstgefährlichsten Team der Liga. Braunschweig hat da noch offensiven Nachholbedarf: Die Löwen kommen auf 74,0 Punkte pro Partie, was ihnen die vorletzten Platz im Ligavergleich beschert. Die Niedersachsen leisten sich dazu 17 Ballverluste pro Spiel (Heidelberg 13,0).
Die ewige Bilanz: Es gab erst zwei Duelle, wovon Heidelberg in der vergangenen Saison beide für sich entscheiden konnte.
Fernsehen / Livestream: Die Partie wird Sonntag ab 15.00 Uhr live bei MAGENTA SPORT übertragen, die Übertragung beginnt um 14.45 Uhr. Kommentator ist Jörg Dierkes.
Es gibt alle Partien in HD - live und on demand hier bei MAGENTA SPORT
Aktuelle Wettquoten: Basketball Löwen Braunschweig vs. MLP Academics Heidelberg hier auf sportwetten.de.
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Play-by-Play in der 1. Verlängerung
- 00:00Spielende
- 00:01Erfolgreicher Dreier - Maximilian Ugrai - Assist: Eric Washington - 84:85 (+3)
- 00:09Timeout
- 00:09Sprungball
- 00:13Defensiv-Rebound
- 00:13Vergebener Freiwurf
- 00:13Vergebener Freiwurf
- 00:13Spielerwechsel
- 00:13Gefoult worden
- 00:13Foul
- 00:25Defensiv-Rebound
- 00:25Vergebener Dreier
- 00:38Erfolgreicher Dreier - David Krämer - Assist: Robin Amaize - 84:82 (+3)
- 00:56Defensiv-Rebound
- 00:56Vergebener Dreier
- 01:15Defensiv-Rebound
- 01:15Vergebener Freiwurf
- 01:15Erfolgreicher Freiwurf - Robin Amaize - 81:82 (+1)
- 01:15Gefoult worden
- 01:15Foul
- 01:29Erfolgreicher Freiwurf - Vincent Kesteloot - 80:82 (+1)
- 01:29Erfolgreicher Freiwurf - Vincent Kesteloot - 80:81 (+1)
- 01:29Gefoult worden
- 01:29Foul
- 01:31Ballgewinn
- 01:31Ballverlust
- 01:38Offensiv-Rebound
- 01:38Vergebener Dreier
- 01:48Spielerwechsel
- 01:48Spielerwechsel
- 01:48Ballverlust
- 02:00Spielerwechsel
- 02:00Erfolgreicher Freiwurf - Braydon Hobbs - 80:80 (+1)
- 02:00Erfolgreicher Freiwurf - Braydon Hobbs - 79:80 (+1)
- 02:00Gefoult worden
- 02:00Foul
- 02:13Erfolgreicher Dreier - Shyron Ely - 78:80 (+3)
- 02:23Spielerwechsel
- 02:23Team-Rebound
- 02:23Vergebener Halbdistanzwurf
- 02:48Ballgewinn
- 02:48Ballverlust
- 02:53Defensiv-Rebound
- 02:53Vergebener Dreier
- 03:02Erfolgreicher Dreier - Braydon Hobbs - 78:77 (+3)
- 03:13Defensiv-Rebound
- 03:13Vergebener Dreier
- 03:29Offensiv-Rebound
- 03:29Vergebener Dreier
- 03:43Ballgewinn
- 03:43Ballverlust
- 03:57Erfolgreicher Freiwurf - Maximilian Ugrai - 75:77 (+1)
- 03:57Erfolgreicher Freiwurf - Maximilian Ugrai - 75:76 (+1)
- 03:57Spielerwechsel
- 03:57Gefoult worden
- 03:57Foul
- 04:10Spielerwechsel
- 04:10Ballverlust
- 04:24Erfolgreicher Korbleger - Eric Washington - 75:75 (+2)
- 04:48Erfolgreicher Korbleger - Benedikt Turudic - Assist: Robin Amaize - 75:73 (+2)
- 05:00Sprungball
- 05:00Beginn der Verlängerung
Basketball Löwen Braunschweig
| 2P M-A (%) | 3P M-A (%) | FG M-A (%) |
|---|---|---|
| 23-43 (53.5%) | 7-27 (25.9%) | 30-70 (42.9%) |
MLP Academics Heidelberg
| 2P M-A (%) | 3P M-A (%) | FG M-A (%) |
|---|---|---|
| 11-30 (36.7%) | 13-45 (28.9%) | 24-75 (32.0%) |
Wieder ein Gamewinner von „Downtown“: Ugrai schießt Heidelberg ins Viertelfinale
Die MLP Academics Heidelberg legen sich in Rekordzeit einen Ruf als Team mit Vorliebe für knappe Spiele zu. Nach der irren Schlussphase im regulären Ligabetrieb gegen Frankfurt entscheidet die Truppe von Trainer Jonas Iisalo auch das Pokalspiel bei den Basketball Löwen Braunschweig - noch dazu in der Verlängerung - erst mit dem letzten Wurf für sich und wirft damit einen letztjährigen Endrunden-Teilnehmer aus dem Wettbewerb. Zum Helden avanciert Max Ugrai, der mit der Schlusssirene einen Pass von Eric Washington per Dreier zum 85:84 veredelt.
Spielverlauf: Vom Hochball weg entwickelte sich eine spannende wie packende Partie, die beidseitig kämpferisch geführt wurde. Braunschweig haderte zunächst mit der Trefferquote von außen, Heidelberg indes konnte daraus zunächst nicht nennenswert Kapital schlagen (36:41, 20. Minute).
Heidelberg wusste die Löwen-Flaute aus der Distanz im dritten Viertel besser zu nutzen und hievte den Vorsprung in den zweistelligen Bereich (50:62, 30. Minute). Erst eine Kraftanstrengung der Hausherren auf der Zielgeraden machte die Angelegenheit nochmals richtig spannend, wenngleich die Gäste stets in Front blieben. Erst ein Dreier von David Krämer, der dazu noch den Bonusfreiwurf zum Vier-Punkt-Spiel verwandelte, eröffnete den Niedersachsen unverhofft die Chance auf eine Verlängerung (73:73, 40. Minute). Oder gar mehr, denn Heidelberg brachte den folgenden Einwurf nicht binnen der vorgeschriebenen fünf Sekunden ins Feld weswegen Krämer und Co. gar den letzten Schuss der regulären Spielzeit nahmen - doch der Krämer-Jumper verfehlte sein Ziel.
In der Extraschicht behielt Braunschweig dank Distanztreffern von Braydon Hobbs und Krämer den emotionalen Vorteil, ehe Robin Amaize bei 13,7 verbleibenden Sekunden an der Linie eine potenzielle Entscheidung hätte herbeiführen können - doch der Guard ließ beide Boni liegen (84:82, 45. Minute). So blieb Heidelberg ein letzter Angriff, bei dem Eric Washington über die Mitte und so die Verteidigung auf sich zog, so dass Max Ugrai in der linken Ecke frei zum Wurf kam - der insgesamt vierte Dreier des Forwards bestellte den 85:84-Endstand aus Sicht der Akademiker.
Zahlen, bitte: Bis Ende des dritten Viertels hatte Braunschweig nur einen seiner 17 Dreierversuche versenkt (5,9 Prozent). Ab da fanden sechs der folgenden zehn Würfe aus der Distanz ihr Ziel.
Dass es im letzten Viertel nochmals so eng wurde, kann Heidelberg den eigenen Ballverlusten ankreiden. In den ersten drei Vierteln vertändelten Washington und Co. nur fünfmal den Spalding, im Schlussabschnitt allerdings nochmals genau so oft. In der Verlängerung hingegen zeigten sich die Gäste wieder konzentrierter (ein Turnover).

Spieler der Partie: Max Ugrai … traf nicht nur den entscheidenden Dreier zum Auswärtssieg der Akademiker. Mit insgesamt 25 Punkten (4/6 Dreier) markierte er zudem eine neue persönliche Bestleistung.
Die Deutschen: Mit David Krämer (17 Punkte), Robin Amaize (14), Benedikt Turudic (14) und Nicholas Tischler (10, 11 Rebounds) punkteten bei Braunschweig gleich vier Deutsche zweistellig.
Am Rande der Bande: …fieberten 1.982 Zuschauer mit.
Wie geht’s weiter: Die Basketball Löwen Braunschweig reisen bereits am kommenden Dienstag, den 18.10.2022, nach Rostock - der Tipoff steigt um 19:00 Uhr. Die MLP Academics Heidelberg indes reisen am Sonntag, den 23.10.2022, zu Meister Berlin (Hochball: 15:00 Uhr).
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es hier oben rechts unter dem Punkt „Video“ oder hier bei www.MagentaSport.de.
Stimmen zum Spiel
Joonas Iisalo
Headcoach MLP Academics Heidelberg
“Wir sind natürlich sehr stolz auf unsere Jungs. Braunschweig ist einer schweren Situation für uns zurückgekommen. Unsere höchste Führung betrug 14 Punkte im letzten Viertel. Dann haben sie ihre Plays gemacht und Würfe getroffen, während wir den Ball verloren haben. So sind sie zurück ins Spiel gekommen und dann haben uns das Vier-Punkte-Spiel von David Krämer und unser anschließender Turnover in eine schwere Situation gebracht. Glücklicherweise hatten wir einen Stopp und am Ende war es ein Ballbesitz, der das Spiel entscheidet. Die Jungs haben ihren Kopf in einer schwierigen Phase oben behalten und schließlich den Sieg geholt.”
Jesus Ramirez
Headcoach Basketball Löwen Braunschweig
“Glückwunsch an Heidelberg, aber für uns ist es eine harte Niederlage. Es geht darum, was wir kontrollieren können und was nicht. Und wir haben heute eine gewisse Zeit nicht kontrolliert, was wir hätten kontrollieren können oder müssen. Sicherlich kam Heidelberg mit einem guten Rhythmus durch den Sieg gegen Frankfurt und Ugrai war heute sehr heiß. Aber wir haben uns selbst in diese schwere Situation gebracht, weil wir unser Spiel nicht so ausgeführt haben, wie wir es wollten. Das zweite Viertel war ein Desaster, in dem wir wie eine Mannschaft aussahen, die erstmals zusammenspielt. In der zweiten Halbzeit haben wir den Ball wieder mehr bewegt und das dritte Viertel war auch ok. Natürlich vergeben wir da viele Korbleger, aber das kann passieren. Sehr wahrscheinlich hatten wir durch das zweite Viertel unseren Flow verloren. Am Ende müssen wir wahrscheinlich stolz darauf sein, wie wir gekämpft und uns zurück ins Spiel gebracht haben, obwohl das unmöglich aussah. Grundsätzlich leiden wir aber durch schlechte Minuten in der ersten Halbzeit. Daraus müssen wir lernen, positiv bleiben und fahren jetzt nach Rostock.”