10.09.18:30
ALBA BERLIN – NINERS Chemnitz
19.02.2022, 19:30 Uhr | BBL Pokal, Halbfinale
Spiel Statistiken
Game Leaders
- BER, Zwei-Punkte-Quote:
J. Mattisseck100.0%Zwei-Punkte-Quote (2P%)100.0%CHE, Zwei-Punkte-Quote: I. Mike
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Mit dominantem Aufwind ins Ostderby: Das Halbfinale zwischen Berlin und Chemnitz
Status quo: Die NINERS Chemnitz haben im Ligabetrieb die vergangenen vier Spiele gewonnen – in immer überzeugenderer Manier: Auf einen 87:86-Erfolg gegen Frankfurt nach Verlängerung folgte ein 81:66-Auswärtssieg in Heidelberg, ehe die Sachsen zuhause Ludwigsburg mit 74:56 dominierten und zuletzt mit dem 77:58-Sieg über München zum dritten Mal in dieser Saison ihren Status als Bayern-Schreck zementierten.
Auch ALBA BERLIN hat im Ligabetrieb vier Siege in Serie eingefahren – alle mit mindestens zwölf Punkten Differenz. Mit Crailsheim fertigten die Albatrosse einen anderen TOP-FOUR-Teilnehmer mit 106:74 ab, zuletzt bewiesen sie beim 72:56-Erfolg in Frankfurt Defensivstärke und kassierten in den letzten neuneinhalb Minuten keine Punkte. Wettbewerbsübergreifend hat Berlin sechs der vergangenen sieben Partien gewonnen. Beide Teams gehen also mit mächtig Aufwind in das Halbfinalduell.
Die besondere Brisanz: Es treffen zwei derzeitige Playoff-Teams aufeinander, die aktuell in einem Viertelfinale Heimvorteil genießen würden. Bis vor kurzem waren die beiden Clubs Tabellennachbarn, aktuell ist Chemnitz Zweiter, Berlin Vierter.
Duell im Fokus: Natürlich treffen auf der Eins mit Maodo Lo (1992) und Nelson Weidemann (1999) zwei gebürtige Berliner aus verschiedenen Generationen (die beide mal in München waren) aufeinander, die unterschiedliche Pfade zum Profitum nahmen: Nelson ging den üblichen Weg (bei ALBA ausgebildet, Junioren-Auswahl gespielt, AST-Sieger), Maodo dagegen den ungewöhnlichen (nie bei ALBA, sondern bei einem kleineren Berliner Verein, nie DBB-Junioren und erst Student an einem Elite-College, dann Profi). Heute ist der mit dem ungewöhnlichen Weg mehrfacher Titelträger und Nationalspieler, der andere dagegen hat jetzt erst seinen richtigen BBL-Durchbruch.
Genauso interessant werden die deutschen Duelle im Frontcourt werden: Dort kompensierte Jonas Richter gegen Ludwigsburg und München den Ausfall von Darion Atkins. Zusammen mit Niklas Wimberg bildet Richter ein vielseitiges Duo auf Groß, das mit 24 bzw. 26 Jahren immer noch Entwicklungspotential besitzt. Das gleiche trifft auf Berlin zu, wo Johannes Thiemann und Oscar da Silva wichtige – und ganz unterschiedliche – Rollen einnehmen: Thiemann mit verbessertem Passspiel und ungewohnter Schnelligkeit auf der Vier, da Silva als Abroller im Pick-and-Roll mit guten Händen bei Alley-Oop-Anspielen.
Mit Malte Ziegenhagen (Dreier) sowie Malte Delow, Jonas Mattisseck (Defense) und Tim Schneider (Dreier) haben beide Teams auf den deutschen Positionen noch Spieler für Spezialaufgaben in der Hinterhand. Durch Louis Olindes Kapselverletzung an der Hand könnte Delow in kleinen und Schneider in großen Formationen als Small Forward aushelfen.

Zahlen, bitte: Mit 17,9 Ballverlusten pro Spiel begeht kein Team im Ligabetrieb mehr Turnover als Chemnitz. Die Berliner forcieren im Ligabetrieb 15,2 Ballverluste beim Gegner – der viertbeste Wert. Aber: In den beiden Pokalspielen haben die Sachsen nur 13 Mal pro Spiel den Ball verloren. Der starke Chemnitzer Frontcourt verhilft den Sachsen zur besten Zweierquote der Liga (59,5 2P%). Aber die Berliner lassen aus diesem Bereich nur 50,6 Prozent zu – der drittbeste Wert, knapp hinter München (50,2 2P%) und Chemnitz (50,5 2P%).
Die ewige Bilanz: Alle drei bisherigen Duelle in der deutschen Beletage sind an Berlin gegangen. In dieser Saison gewannen die Albatrosse Anfang Dezember ihr Heimspiel mit 83:62. Durch ein 31:14 im dritten Viertel setzte sich Berlin entscheidend ab. Mit Johannes Thiemann (14 PTS), Tim Schneider (13 PTS) und Louis Olinde (12 PTS) waren drei deutsche Spieler Topscorer. Chemnitz war damals mit nur sieben Rotationsspieler aber ersatzgeschwächt angetreten, zudem standen Trent Lockett und Eric Washington noch nicht im Kader.
Im Blick des Bundestrainers: Bei den kommenden WM-Qualifikationsspiele dürften die Berliner Spieler erneut fehlen. Doch zum einen wird mit Niklas Wimberg ein aktueller Nationalspieler und Olympionike auf dem Parkett stehen, zum anderen dürften sich Jonas Richter und Nelson Weidemann durch starke Saisonleistungen auf den Zettel von Gordon Herbert gespielt haben.
Alte Bekannte: Neben Nelson Weidemann kehrt auch Malte Ziegenhagen in seine Heimat zurück. Der NINERS-Kapitän war vor seiner College-Zeit für die zweite ALBA-Mannschaft aktiv.
Weise Worte: „Man kann nicht sagen, dass wir im Halbfinale der Favorit sind. So wie Chemnitz derzeit spielt, haben sie ihre Chancen“, erklärte Berlins Sportmanager Himar Ojeda gegenüber der dpa nach dem Chemnitzer „Statement“ gegen München.
Am Rande der Bande: Die Chemnitzer wurden bei ihren Pokal-Heimerfolgen gegen Ulm und München von ihren Fans angepeitscht, 2.600 bzw. 3.600 Zuschauer bejubelten die Crunchtime-Erfolge in der Messe Chemnitz. Bei dieser treuen Anhängerschaft würde es nicht verwundern, wenn die Chemnitzer Fans auf dem freien Ticket-Markt zugeschlagen haben. Schließlich sind es nur 260 Kilometer zur Mercedes-Benz Arena in Berlin.
Darion Atkins fehlte Chemnitz gegen Ludwigsburg auf Grund eines positiven Coronabefunds, der Big Man könnte zum Pokal-Wochenende aber zurückkehren. Bei Berlin musste Marcus Eriksson verletzungsbedingt die vergangenen zehn Pflichtspiele aussetzen, auch Louis Olinde fällt aktuell wegen seiner Kapselverletzung an der Hand aus. Yovel Zoosman war gegen Frankfurt nicht mit von der Partie und auch bei Ben Lammers ist es fraglich, ob er wird spielen können.
Weitere Infos: Dazu gibt es hier die Teamanalyse zu dem vielleicht neuen alleinigen Rekord-Pokalsieger Berlin und hier die Teamanalyse zu den Chemnitzer Crunchtime-Königen.
Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Samstag ab 19:15 Uhr live bei MAGENTA SPORT als Free-TV-Angebot sowie auf dem Twitch-Kanal der easyCredit BBL übertragen. Alex Frisch, Anett Sattler führt die Field-Interviews. Es gibt alle Partien in HD - live und on demand hier bei MAGENTA SPORT.
Aktuelle Wettquoten: ALBA BERLIN vs. NINERS Chemnitz hier auf sportwetten.de.
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Play-by-Play im 4. Viertel
- 00:00Spielende
- 00:05Defensiv-Rebound
- 00:05Vergebener Dreier
- 00:08Erfolgreicher Freiwurf - Luke Sikma - 91:81 (+1)
- 00:08Erfolgreicher Freiwurf - Luke Sikma - 90:81 (+1)
- 00:08Gefoult worden
- 00:08Foul
- 00:13Offensiv-Rebound
- 00:13Vergebener Freiwurf
- 00:13Vergebener Freiwurf
- 00:13Spielerwechsel
- 00:13Gefoult worden
- 00:13Foul
- 00:28Defensiv-Rebound
- 00:28Vergebener Dreier
- 00:37Defensiv-Rebound
- 00:37Vergebener Korbleger
- 00:59Defensiv-Rebound
- 00:59Vergebener Dreier
- 01:10Defensiv-Rebound
- 01:10Vergebener Freiwurf
- 01:10Vergebener Freiwurf
- 01:10Gefoult worden
- 01:10Foul
- 01:23Defensiv-Rebound
- 01:23Vergebener Korbleger
- 01:34Erfolgreicher Freiwurf - Jonas Mattisseck - 89:81 (+1)
- 01:34Erfolgreicher Freiwurf - Jonas Mattisseck - 88:81 (+1)
- 01:34Gefoult worden
- 01:34Foul
- 01:54Timeout
- 01:55Erfolgreicher Dreier - Niklas Wimberg - Assist: Frantz Massenat - 87:81 (+3)
- 02:06Defensiv-Rebound
- 02:06Vergebener Dreier
- 02:26Erfolgreicher Dreier - Mindaugas Susinskas - Assist: Frantz Massenat - 87:78 (+3)
- 02:36Erfolgreicher Freiwurf - Maodo Lo - 87:75 (+1)
- 02:36Vergebener Freiwurf
- 02:36Spielerwechsel
- 02:36Spielerwechsel
- 02:36Spielerwechsel
- 02:36Gefoult worden
- 02:36Foul
- 02:48Erfolgreicher Korbleger - Darion Atkins - 86:75 (+2)
- 02:51Offensiv-Rebound
- 02:51Vergebener Korbleger
- 03:08Erfolgreicher Dreier - Jaleen Smith - 86:73 (+3)
- 03:33Defensiv-Rebound
- 03:33Vergebener Dreier
- 03:47Ballverlust
- 03:56Spielerwechsel
- 03:56Gefoult worden
- 03:56Foul
- 03:56Team-Rebound
- 03:57Vergebener Dreier
- 04:20Ballgewinn
- 04:20Ballverlust
- 04:29Gefoult worden
- 04:29Foul
- 04:34Timeout
- 04:34Erfolgreicher Korbleger - Jaleen Smith - Assist: Luke Sikma - 83:73 (+2)
- 04:56Erfolgreicher Dreier - Frantz Massenat - 81:73 (+3)
- 05:04Spielerwechsel
- 05:04Spielerwechsel
- 05:07Erfolgreicher Korbleger - Maodo Lo - 81:70 (+2)
- 05:19Offensiv-Rebound
- 05:19Vergebener Korbleger
- 05:42Defensiv-Rebound
- 05:42Vergebener Dreier
- 05:47Offensiv-Rebound
- 05:47Vergebener Dreier
- 06:08Erfolgreicher Dreier - Jaleen Smith - 79:70 (+3)
- 06:31Erfolgreicher Korbleger - Mindaugas Susinskas - 76:70 (+2)
- 06:48Erfolgreicher Dreier - Maodo Lo - 76:68 (+3)
- 07:09Spielerwechsel
- 07:11Erfolgreicher Dreier - Isiaha Mike - 73:68 (+3)
- 07:23Offensiv-Rebound
- 07:23Vergebener Korbleger
- 07:26Ballgewinn
- 07:26Ballverlust
- 07:32Spielerwechsel
- 07:32Spielerwechsel
- 07:32Spielerwechsel
- 07:32Gefoult worden
- 07:32Foul
- 07:42Ballgewinn
- 07:42Ballverlust
- 07:56Defensiv-Rebound
- 07:56Vergebener Freiwurf
- 07:57Spielerwechsel
- 07:57Gefoult worden
- 07:57Foul
- 07:57Erfolgreicher Korbleger - Oscar da Silva - Assist: Luke Sikma - 73:65 (+2)
- 08:04Ballgewinn
- 08:04Ballverlust
- 08:12Defensiv-Rebound
- 08:12Vergebener Korbleger
- 08:31Erfolgreicher Dreier - Jonas Richter - Assist: Darion Atkins - 71:65 (+3)
- 08:34Offensiv-Rebound
- 08:34Vergebener Korbleger
- 08:45Spielerwechsel
- 08:45Spielerwechsel
- 08:48Ballgewinn
- 08:48Ballverlust
- 08:57Gefoult worden
- 08:57Foul
- 09:10Erfolgreicher Freiwurf - Nelson Weidemann - 71:62 (+1)
- 09:10Erfolgreicher Freiwurf - Nelson Weidemann - 71:61 (+1)
- 09:10Gefoult worden
- 09:10Foul
- 09:20Erfolgreicher Korbleger - Johannes Thiemann - Assist: Oscar da Silva - 71:60 (+2)
- 09:38Erfolgreicher Halbdistanzwurf - Isiaha Mike - 69:60 (+2)
- 09:44Offensiv-Rebound
- 09:44Block
- 09:44Geblockter Korbleger
- 10:00Sprungball
- 10:00Viertelbeginn
ALBA BERLIN
| 2P M-A (%) | 3P M-A (%) | FG M-A (%) |
|---|---|---|
| 18-31 (58.1%) | 11-30 (36.7%) | 29-61 (47.5%) |
NINERS Chemnitz
| 2P M-A (%) | 3P M-A (%) | FG M-A (%) |
|---|---|---|
| 17-34 (50.0%) | 12-33 (36.4%) | 29-67 (43.3%) |
Berlin gegen Crailsheim im Pokalfinale / Favorit schlägt Chemnitz 91:81 und greift nach Rekord
Der Favorit setzt sich durch: Berlin zieht nach starker zweiter Halbzeit ins Finale des MagentaSport BBL Pokals ein und erhält die Chance Rekord-Pokalsieger zu werden. Die Chemnitzer kämpfen wie gewohnt, setzen aber den Ruf als Comeback-Kings nicht in die Tat um.
Spielverlauf: Rodrigo Pastore bremste mit ausgebreiteten Armen an der Seitenlinie nach zehn Minuten die Euphorie. Der Grund: Chemnitz lag 23:31 in Führung, zwang Berlin sogar das Viertel mit einem Airball zu beenden. Auch anschließend blieben sie ruhig und vor allem defensiv stabil. Doch schon fünf Punkte der Albatrosse in Folge reichten aus, daran zu rütteln. Berlin verkürzte auf 35:37 und Pastore rief zur Auszeit (17. Minute). Gut neunzig Sekunden später hatten die Gastgeber den Spielstand zum 41:37 gedreht und Pastore reichte die zweite Auszeit ein (19.). Nach der legten die Sachsen immerhin zwei Punkte zum Halbzeitstand nach (41:39).
Nach legten dann die Berliner: 9:2 in zwei Minuten zum 50:41 (22.). Etwa fünf Minuten später machte Johannes Thiemann per Dreier die erste zweistellige Führung klar, netzte zum 58:47 (27.). Diese Hypothek nahmen die Chemnitzer mit ins Schlussviertel (69:58). Da boten sie zwar alles an Einsatz und Offensivkraft auf, was sie hatten - kurzzeitg verkürzten sie nochmal auf 87:81 (39.). Doch Berlin hatte die Treffsicherheit von draußen und die Abgezocktheit von Maodo Lo und Co., so dass am Ende ein Favoritensieg in eigener Halle stand.
Duell im Fokus: Maodo Lo gegen Nelson Weidemann auf der Aufbauposition. Weidemann zeigte großen Einsatz in der Defensive und steuerte elf Punkte bei. Vor allem in der ersten Hälfte hielten sie Lo in Schach, doch die zweite Hälfte nutzte er, um sich eine Kategorie tiefer einzutragen.
Spieler der Partie: Nationalspieler Maodo Lo war mit 19 Punkten der erfolgreichste Werfer dieses Halbfinals. Er netzte vier Dreier bei acht Versuchen und verteilte drei Vorlagen.
Ebensoviele Punkte schoss sich Teamkollege Jaleen Smith in den Boxscore.

Zahlen, bitte: Die Intensität war hoch, das sagen auch die Foulzahlen. 29 Mal langte Chemnitz zu, Berlin im Gegensatz nur 15 Mal. Das führt auch dazu, dass die Albatrosse 31 Mal an der Freiwurflinie standen, die Sachsen 13 Mal.
Die Deutschen: Center Johannes Thiemann legte zwölf Punkte auf und sammelte fünf Rebounds ein; netzte dafür auch zwei Dreier.
Am Rande der Bande: Heimspiel für Berlin und 4.000 Zuschauer in der Halle. Davon waren sicher auch einige aus Chemnitz angereist, die Stimmung war auf jeden Fall laut und gut. Unter den 4.000 war nach Informationen von Kommentator Alex Frisch erstmals die Frau von Jaleen Smith mit Kind.
Wie geht's weiter: Aus ist der Pokaltraum für Chemnitz, Berlin greift Sonntag 15 Uhr nach dem Rekord.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es hier oben rechts unter dem Punkt „Video“ oder hier bei MAGENTA SPORT.