10.09.18:30
ALBA BERLIN – Telekom Baskets Bonn
03.10.2021, 18:00 Uhr | BBL Pokal, Achtelfinale
Spiel Statistiken
Game Leaders
- BER, Zwei-Punkte-Quote:
M. Delow100.0%Zwei-Punkte-Quote (2P%)100.0%BON, Zwei-Punkte-Quote: J. Gorham - BER, Freiwurf-Quote:
L. Olinde100.0%Freiwurf-Quote (FT%)75.0%BON, Freiwurf-Quote: P. Jackson-Cartwright
Schiedsrichter & Kommissare
Tamer Arik (Schiedsrichter 1), Steve Bittner (Schiedsrichter 2), Carsten Straube (Schiedsrichter 3), Darius Moczulski (Kommissar)
Arena
Uber Arena
Zuschauende
3115
Revanche oder Murmeltiertag? Berlin empfängt Bonn zum zweiten Duell in zehn Tagen

Status quo: Zehn Tage nach Überraschungssieg zum Auftakt der Punktrunde fordern die Telekom Baskets ALBA BERLIN schon wieder auf dem Parkett der Mercedes-Benz Arena heraus – diesmal im Pokal. Konnten die Berliner die Niederlage im Punktspiel noch unter der Überschrift „Lernprozess zum Saisonbeginn“ ablegen, steht für den zehnfachen Pokalsieger, der in den letzten neun Jahren immer mindestens im Halbfinale stand, am Sonntag schon ricntig viel auf dem Spiel.
Die besondere Brisanz: Der 88:86-Sieg am ersten Spieltag der easyCredit BBL hat die in den letzten Jahren etwas aus dem Fokus geratene Rivalität zwischen Berlin und Bonn wieder neu belebt. Die imponierende Art und Weise, in der die Bonner anschließend auch Ulm bezwungen haben, macht die Spannung vor diesem „Do or die“ noch größer.
Duell im Fokus: Bonns neuer US-Spielmacher Parker Jackson-Cartwright trumpfte bei seinem BBL-Debüt in Berlin groß auf, war mit 25 Punkten, sechs Assists und sechs Steals der Vater des Bonner 88:86-Siegs und zeigte ALBAs sichtlich überraschtem neuen Point Guard Tamir Blatt (drei Punkte und vier Ballverluste) gleich auf, wie aggressiv in der easyCredit BBL gespielt wird. Fünf Tage später gegen Frankfurt hatte sich der israelische Nationalspieler aber mit zwölf Punkten und zehn Assists (bei nur einem Ballverlust) schon wieder gefangen. Umso gespannter darf man auf die Neuauflage des Duells der beiden 1,80 bzw. 1,78 Meter kleinen Spielmacher sein.
Zahlen, bitte: 32 Offensivrebounds sammelten die Telekom Baskets am Mittwoch gegen Ul und stellten damit einen denkwürdigen neuen BBL-Rekord auf (den bisherigen teilten sich mehrere Klubs mit 26!). Für einen so hohen Wert am offensiven Brett benötigt man nicht nur extrem wache Rebounder, sondern auch eine extrem schwache eigene Wurfquote (Bonn traf gegen Ulm nur 36 Prozent aus dem Feld). Beim Auftaktsieg in Berlin trafen die Baskets ihre Würfe zu 47 Prozent und verloren das Reboundduell gegen ALBA mit nur elf Offensivrebounds sogar 36:38.
Die ewige Bilanz: Von bisher 81 Ausgaben dieses Klassikers gewann ALBA bisher 55 und Bonn 26 (in der seit 1998 geführten digitalen Datenbank der BBL sind 47:24 Berliner Siege erfasst). Im Pokal stehen sich beide Teams schon zum sechsten Mal gegenüber. Ein Pokalsieg gegen ALBA gelang den Bonnern nur beim ersten Spiel in eigener Halle (2005 im Viertelfinale). Es folgten vier Berliner Pokalsiege, darunter der 69:44-Sieg im Finale von Hamburg 2009 und der letztjährige 90:82-Sieg in Bonn gleich nach der Corona-Quarantäne.
Im Blick des Bundestrainers: Da sich bei den Berlinern neben Christ Koumadje und Johannes Thiemann nun auch noch Nachwuchscenter Christoph Tilly verletzt hat, wird Trainer Israel Gonzalez trotz fehlendem gemeinsamen Trainings mit dem neuen Team womöglich schon den unter der Woche nachverpflichteten Oscar da Silva ins kalte Wasser werfen. Der 23-jährige Power Forward, der sich nach dem Gewinn des AST-Turniers 2016 mit der deutschen U18 für eine College-Karriere (Stanford) entschied, stünde theoretisch auch für das A-Nationalteam zur Verfügung.
Am Rande der Bande: ALBA darf nach Absprache mit den Berliner Behörden die Zuschauerkapazität der Mercedes-Benz Arena aktuell zu 50 Prozent nutzen. Die Fans müssen die 3G-Anforderungen erfüllen.
Sonstiges: Bonns neuer Trainer Tuomas Iisalo wohnte vor dem Mauerfall vier Jahre in Berlin, wo sein Vater seinerzeit für das finnische Fernsehen arbeitete. Allerdings war er damals noch zu klein, um sich an diese Zeit zu erinnern. Sein drei Jahre jüngerer Bruder Jonas, der ihm in Bonn wie in Crailsheim als Assistant Coach zur Seite steht, wurde sogar am 5. Januar 1986 in Berlin geboren.
Fernsehen / Livestream: MAGENTA SPORT kommentiert Benni Zander das Spiel ab 17:45 Uhr. Anett Sattler führt die Interviews. Es gibt alle Partien in HD - live und on demand hier bei MAGENTA SPORT.
Aktuelle Wettquoten: ALBA BERLIN vs. Telekom Baskets Bonn hier auf sportwetten.de.
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Play-by-Play in der 1. Verlängerung
- 00:00Spielende
- 00:00Offensiv-Rebound
- 00:00Vergebener Dreier
- 00:05Spielerwechsel
- 00:05Timeout
- 00:05Erfolgreicher Freiwurf - Yovel Zoosman - 83:80 (+1)
- 00:05Vergebener Freiwurf
- 00:05Spielerwechsel
- 00:05Gefoult worden
- 00:05Foul
- 00:06Spielerwechsel
- 00:06Timeout
- 00:06Erfolgreicher Korbleger - Justin Gorham - 82:80 (+2)
- 00:07Offensiv-Rebound
- 00:07Vergebener Dreier
- 00:21Team-Rebound
- 00:23Vergebener Halbdistanzwurf
- 00:47Defensiv-Rebound
- 00:47Vergebener Freiwurf
- 00:47Erfolgreicher Freiwurf - Jeremy Morgan - 82:78 (+1)
- 00:47Spielerwechsel
- 00:47Gefoult worden
- 00:47Foul
- 00:50Offensiv-Rebound
- 00:50Vergebener Dreier
- 00:57Defensiv-Rebound
- 00:57Vergebener Freiwurf
- 00:57Erfolgreicher Freiwurf - Yovel Zoosman - 82:77 (+1)
- 00:57Gefoult worden
- 00:57Foul
- 00:59Defensiv-Rebound
- 00:59Vergebener Dreier
- 01:14Erfolgreicher Halbdistanzwurf - Jaleen Smith - 81:77 (+2)
- 01:35Erfolgreicher Korbleger - Jeremy Morgan - 79:77 (+2)
- 01:44Erfolgreicher Korbleger - Ben Lammers - Assist: Jaleen Smith - 79:75 (+2)
- 02:04Defensiv-Rebound
- 02:04Vergebener Korbleger
- 02:24Erfolgreicher Korbleger - Luke Sikma - 77:75 (+2)
- 02:29Offensiv-Rebound
- 02:29Vergebener Dreier
- 02:46Erfolgreicher Korbleger - Justin Gorham - Assist: Karsten Tadda - 75:75 (+2)
- 03:07Erfolgreicher Freiwurf - Ben Lammers - 75:73 (+1)
- 03:07Vergebener Freiwurf
- 03:07Spielerwechsel
- 03:07Spielerwechsel
- 03:07Gefoult worden
- 03:07Foul
- 03:09Offensiv-Rebound
- 03:09Vergebener Dreier
- 03:22Defensiv-Rebound
- 03:22Vergebener Korbleger
- 03:41Erfolgreicher Korbleger - Maodo Lo - 74:73 (+2)
- 03:55Defensiv-Rebound
- 03:55Vergebener Halbdistanzwurf
- 04:14Erfolgreicher Korbleger - Maodo Lo - 72:73 (+2)
- 04:22Offensiv-Rebound
- 04:22Vergebener Halbdistanzwurf
- 04:24Team-Rebound
- 04:25Block
- 04:25Geblockter Dreier
- 04:48Erfolgreicher Dreier - Karsten Tadda - Assist: Parker Jackson-Cartwright - 70:73 (+3)
- 05:00Sprungball
- 05:00Beginn der Verlängerung
ALBA BERLIN
| 2P M-A (%) | 3P M-A (%) | FG M-A (%) |
|---|---|---|
| 20-32 (62.5%) | 9-33 (27.3%) | 29-65 (44.6%) |
Telekom Baskets Bonn
| 2P M-A (%) | 3P M-A (%) | FG M-A (%) |
|---|---|---|
| 20-46 (43.5%) | 10-28 (35.7%) | 30-74 (40.5%) |
Déjà-vu verhindert: Berlin besiegt Bonn erst nach Verlängerung mit 83:80
In einem erneut packenden Spiel zwischen ALBA BERLIN und den Telekom Baskets Bonn geht diesmal der amtierende Meister als Sieger hervor. Am ersten Bundesliga-Spieltag hatte Bonn mit 88:86 in Berlin gewonnen. Im Achtelfinale lagen die Baskets bis vier Sekunden vor Schluss noch in Führung und schnupperten an der nächsten Pokalüberraschung. Dann ging das Spiel dank Luke Sikma in die Verlängerung, in der Berlin den Einzug ins Viertelfinale feiern konnte.
Spielverlauf und Wendepunkt: Zu Beginn des Spiels war offensiv auf beiden Seiten noch etwas Sand im Getriebe. So wurden bis zur Mitte des ersten Viertels nur insgesamt 16 Punkte erzielt (8:8, 6. Minute). Bonn fand dann als erstes eine Art Rhythmus und Parker Jackson-Cartwright beendete das erste Viertel für die Baskets mit einem Buzzer Beater von knapp vor der Dreierlinie (14:17, 10.).
Im zweiten Spielabschnitt forcierte Bonn mit sehr aggressiver Verteidigung bei den Albatrossen einige Ballverluste. Nach 20 Minuten hatte Berlin bereits 13 Turnover, die Gäste erst drei. Zwar kamen beide Mannschaften mit sehenswerten Spielzügen zu erfolgreichen Dunkings, konstanter in der Ausführung war im zweiten Viertel aber Bonn. So gingen die Rheinländer nach einem erneuten Buzzer Beater, diesmal von Jeremy Morgan von jenseits des Perimeters, mit einer Sieben-Punkte-Führung in die Kabine (28:35, 20.).
Aus dieser kamen die Hausherren fokussierter zurück und kämpften sich mit mehr offensivem Rhythmus zurück ins Spiel. Sowohl von außen als auch unter dem Korb war Berlin jetzt erfolgreich, doch auch die Gäste spielten weiter ihren Stil und blieben zunächst in Führung (46:49, 26.). Wenig später konnte Berlin dann doch in Front gehen (50:49, 28.), aber mit einem 8:0-Lauf antwortete Bonn postwendend und ging mit sieben Punkten Vorsprung ins letzte Viertel der regulären Spielzeit (50:57, 30.).
Dieses vierte Viertel sollte jedoch nicht das Spiel beenden. Mit elf Punkten im letzten Abschnitt sorgte Parker Jackson-Cartwright bis zwei Minuten vor Schluss dafür, dass die Baskets diese Führung behielten (63:70, 39.). Dann kamen Maodo Lo mit einem weiten Dreier und Luke Sikma im Dirk-Nowitzki-Style von einem Bein, sodass die Partie 3,8 Sekunden vor Schluss ausgeglichen war (70:70, 40.). Jeremy Morgan bekam für Bonn einen letzten Dreierversuch zum Sieg, der aber eine Runde um den Ring drehte und dann rausfiel.
In der Verlängerung wurde der Pokalfight auf Augenhöhe fortgeführt, bis sich Berlin eine Minute vor Schluss mit fünf Punkten absetzte (82:77, 45.). Bonn kämpfte aber bis zum Schluss und erarbeitete sich die Chance, mit einem Dreier im letzten Angriff das Spiel in eine zweite Verlängerung zu schicken. Wieder wanderte der Ball zu Morgan, doch erneut prallte der Ball nur vom Ring ab.
Berlin zog so mit 83:80 in das Viertelfinale des MagentaSport BBL Pokals ein.
Duell im Fokus: Parker Jackson-Cartwright gegen Jaleen Smith. „PJC“ legte 26 Punkte und neun Assists auf, der MVP der vergangenen Saison hielt mit 16 Punkten, sechs Rebounds und fünf Assists dagegen.
Zahlen, bitte: Bonn leistete sich nur sieben Turnover, Berlin kam auf 18 Ballverluste. Dafür gewannen die Albatrosse das Rebound-Duell mit 50:35, obwohl mit Justin Gorham sogar ein zweiter Bonner Spieler ein Double Double aus Punkten (12) und Rebounds auflegte (11).
Spieler der Partie: Luke Sikma haderte in der ersten Halbzeit über viele eigene Ballverluste (am Ende waren es sechs Turnover). Mit 13 Punkten, 14 Rebounds, vier Assists und dem entscheidenden Wurf zur Verlängerung trug der Berliner Kapitän die Albatrosse ins Viertelfinale.
Die Deutschen: Leon Kratzer kam mit elf Punkten und zehn Rebounds auf ein Double-Double. Oscar da Silva war nach seinem Wechsel aus Ludwigsburg nach Berlin erstmals im ALBA-Trikot dabei.
Am Rande der Bande: 3.115 Zuschauer fieberten beim Verlängerungs-Krimi in der Mercedes Benz Arena mit.
Wie geht’s weiter: Berlin empfängt am Freitag in der Euroleague LDLC ASVEL Villeurbanne (08.10.), am Sonntag (10.10.) geht‘s in der Bundesliga nach Ludwigsburg, bevor zwei Tage darauf (12.10.) Fenerbahce Beko Istanbul in die Mercedes Benz Arena kommt.
Für Bonn folgt bei der BG Göttingen kommenden Samstag (09.10.) zunächst ein weiteres Auswärtsspiel, bevor die FRAPORT SKYLINERS in den Telekom Dome kommen (15.10.).
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es hier oben rechts unter dem Punkt „Video“ oder hier bei MAGENTA SPORT.