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MHP RIESEN Ludwigsburg – RASTA Vechta

18.10.2026, 16:30 Uhr

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Siegt Do-or-die-Spezialist Vechta in Ludwigsburg?

Die besondere Brisanz: …ist aus Vechtas Sicht nicht mehr ganz akut wie vor dem jüngsten Wochenende, an dem RASTA nach vier Niederlagen der erste Saisonsieg in der Liga gelang. Die Niedersachsen haben ihren Sieg beim Qualifikationsturnier zur Basketball Champions League in Rumänien vor der Saison teuer bezahlt und einige Verletzte mit nach Hause gebracht. Auf der anderen Seite ermöglichte Vechtas Verletzungspech die Cinderella-Story des vergangenen Wochenendes mit Youngster Dominik Dolic in der Hauptrolle.

05.10.2026, © Christian Becker / pfbecker.de
Nach misslungenem Start in die Liga setzt Christian Held mit Vechta auf einen Pokalcoup in Ludwigsburg. (Foto: Christian Becker)

Rekordverdächtig: Pokalspiele sind immer auch Do-or-die-Spiele – und in diesen hat Vechta in dieser Saison schon reichlich Erfahrung gesammelt. In diesem Modus wurde nämlich das Qualifikationsturnier zur Basketball Champions League in Rumänien kurz vor dem Saisonstart gespielt, und RASTA setzte sich dabei mit vier Siegen in sechs Tagen durch - mehr Do-or-die geht praktisch nicht. Ein Vorteil für die Niedersachsen im Pokal?

Status quo: Vechta setzte sich am Wochenende nach Verlängerung mit 97:92 durch, die MHP RIESEN Ludwigsburg gewannen - ebenfalls in einer Overtime - mit 107:98 bei den Basketball Löwen Braunschweig. In der ersten Runde des Netto BBL Pokals hatte die Barockstädter bei ProA-Ligist Kirchheim keine Probleme (98:73), Vechta steigt zum Achtelfinale in den Pokal-Wettbewerb ein.

Duell im Fokus: Elijah Hughes war mit 22 Punkten einer der Ludwigsburger Matchwinner beim Sieg in Braunschweig am Wochenende; im Saisonschnitt kommt der Small Forward auf 13,2 PPG und 4,2 RPG. Ihm gegenüber wird gegen Vechta Matt Lewis stehen, der am Wochenende den Titel „Matchwinner“ auch für sich proklamieren durfte. 26 Punkte, sechs Rebounds und zwei Assists steuerte Lewis zum ersten Saisonsieg der Rastaner gegen Ulm bei. Durchschnittlich kommt Lewis auf 12,2 PPG, 2,4 RPG und 2,4 APG.

Zahlen, bitte: Vechta leistet sich 19,0 Ballverluste pro Spiel und ist damit das Team, das am sorglosesten mit dem Spielgerät umgeht. Ludwigsburg kommt auf 14,6 Turnover pro Partie (11.).

Die ewige Bilanz: Ludwigsburg führt 12:5, vergangene Saison gewann Vechta zweimal.

Was die KI meint (ChatGPT): Nach Kuhse, Clark, Herkenhoff und Sabally fehlt bei Vechta nun auch Lloyd Pandi langfristig. Am vergangenen Wochenende wurde durch die vielen Ausfälle Dominik Dolic zu einem der Matchwinner - wer wird dies nun gegen Ludwigsburg? "Matt Lewis wird Vechtas Topscorer, Armaan Franklin könnte offensiv zum X-Faktor werden. Sollte Vechta trotz der fünf Ausfälle tatsächlich das Viertelfinale erreichen, wäre das allerdings eine noch größere Überraschung als der Sieg gegen Ulm."

Trainer-Take: "Nach dem Abgang von Nelson Weidemann muss Vechta hoffen, dass verletzte Spieler zurückkehren. Mit dem Sieg gegen Ulm sollte das Selbstvertrauen gewachsen sein. Aber es wird sehr schwer für Vechta, die Ludwigsburger Scorer auf den Außenpositionen zu verteidigen. Wenn die Ludwigsburger das Tempo kontrollieren und ihren physischen, toughen und kämpferischen Basketball etablieren, sollten sie in die gewünschten Spots kommen, aus denen sie ihre Plays machen können. Das wäre die Grundlage für die Ludwigsburger, die für mich als klarer Favorit in dieses Spiel gehen.

Alte Bekannte: Rückkehr für Tommy Kuhse: Vechtas Point Guard stand von März bis Juni 2023 bei den Ludwigsburgern unter Vertrag, wo er aber nie sein wirkliches Leistungsvermögen abrufen konnte. Ob er im Trikot oder …

… in Zivil in Ludwigsburg dabei sein wird, ist noch offen.

Am Rande der Bande: Die Ludwigsburger mussten in Braunschweig auf Big Man Keeshawn Kellman verzichten, bei Vechta fehlten gegen Ulm Tommy Kuhse, Philipp Herkenhoff, Kihei Clark und Lamin Sabally. Vechtas Guard Lloyd Pandi konnte gegen Ulm nur 3:29 Minuten spielen. Inzwischen ist klar, dass Pandi den Niedersachsen einige Monate fehlen wird.

Weise Worte: „Dass uns mit Lloyd ein weiterer Leistungsträger über einen längeren Zeitraum fehlen wird, ist bitter für uns und für ihn. In den letzten Wochen verfolgt uns leider das Verletzungspech. Das Team und die Coaches gehen bestmöglich damit um und geben alles, um gute Leistungen zu zeigen. Wenn so viele Spieler auf einmal ausfallen, beeinflusst das einfach jede Menge - im Training und im Spiel. Wir gehen gemeinsam durch diese Zeit, schauen immer, an welchen Stellschrauben wir drehen können. Und unsere Teamärzte, die Physiotherapeuten und die Performance Coaches arbeiten sehr gut mit den Spielern an deren Comebacks. Zu genauen Terminen für eine sinnvolle Rückkehr der Verletzten will ich aber nichts sagen, weil es zum einen einfach nicht zu 100 % vorhersehbar ist, zum anderen wollen wir es dem Gegner in dessen Vorbereitung nicht einfach er machen, als es sein muss“, erklärt RASTAs Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele auf der Club-Homepage.

Livestream / Fernsehen: Die Partie wird am Sonntag, 18. Oktober, ab 16:15 Uhr hier live bei Dyn übertragen. Kommentator vor Ort ist Florian von Stackelberg.
 

Anmerkung der Redaktion: 

  • Die Vorberichte (sowie auch die Nachberichte) werden geschrieben von unserem zwölfköpfigen Redaktionsteam von Basketball-Journalisten, die sich mit dem deutschen Basketball und speziell mit der easyCredit BBL befassen.
  • Für die Rubrik „Trainer-Take“ äußert sich aus einem Pool von Co-Trainern je ein Assistent Coach eines Bundesligisten anonym zu einer anstehenden Partie, an der sein Verein nicht beteiligt ist. Auf welches Team oder welchen Aspekt er sich dabei konzentriert, ist ihm freigestellt.
  • KI-Tools werden lediglich für die Rubrik „Was die KI meint“ sowie gelegentlich für die Recherche zur Rubrik „Alte Bekannte“ benutzt.