10.09.18:30
BMA365 Bamberg Baskets – ALBA BERLIN
22.02.2026, 16:30 Uhr | BBL Pokal, Finale
Spiel Statistiken
Game Leaders
- BAM, Zwei-Punkte-Quote:
D. Keppeler100.0%Zwei-Punkte-Quote (2P%)100.0%BER, Zwei-Punkte-Quote: M. Echodas
Führungsverlauf
Höchste Führung:
BAM (4 Pkt.)
BER (9 Pkt.)
Schiedsrichter & Kommissare
Robert Lottermoser (Schiedsrichter 1), Anne Panther (Schiedsrichter 2), Carsten Straube (Schiedsrichter 3), Ingo Holsten (Kommissar)
Arena
SAP Garden
Zuschauende
11500
Überraschungsklassiker beim BMW TOP FOUR: Bamberg und Berlin treffen zum dritten Mal im Pokalfinale aufeinander
Die besondere Brisanz: Im 60. Finale um den BBL Pokal spielen beim BMW TOP FOUR in München wie von vielen erwartet zwei dicke B's gegeneinander. Dass der Rekordpokalsieger ALBA BERLIN dabei nicht auf den Meister und Tabellenführer der easyCredit BBL, den FC Bayern Basketball, trifft, sondern auf die BMA365 Bamberg Baskets, ist allerdings eine dicke Überraschung, die kaum jemand auf dem Zettel hatte (auch unser Experte Stefan Koch in seinem Nachschlag nicht). Können die Favoriten-Killer aus Bamberg auch dem Rekordpokalsieger ein Schnippchen schlagen? Sie haben zur Regeneration knapp drei Stunden mehr Zeit als die Berliner, werden diese aber auch nötig haben, denn sie gewannen ihr Halbfinale erst in der Verlängerung. Drei Leistungsträger (Cobe Williams, Ibi Watson und Demarcus Demonia) standen am Samstag über 35 Minuten auf dem Parkett. Bei den Berlinern konnte Pedro Calles die Minuten besser verteilen. Jack Kayil (27 Minuten) und Norris Agbakoko (26) mussten als einzige Akteure länger als 24 Minuten spielen.

Die ewige Pokal-Bilanz: In der Bundesliga-Historie gab es kein Spiel häufiger als Bamberg - Berlin (123-mal), und auch im Pokal ist das Überraschungsfinale ein Klassiker. Insgesamt gab es schon acht Pokalpartien zwischen den beiden Klubs, wobei es für jede Seite vier Siege gab. Zweimal traf man bereits im Pokalfinale aufeinander, 2006 gewann Berlin, 2019 Bamberg. 2019 machte Nikos Zisis im Pokalfinale die Brose Arena mit einem legendären Dreier 2,4 Sekunden vor Schluss zum Bamberger 83:82-Sieg zum Tollhaus. Ein Jahr später revanchierte sich ALBA auf dem Weg zum Double-Gewinn im Pokal-Halbfinale. In der vergangenen Saison warf Bamberg die Berliner schon im Viertelfinale aus dem Pokal – und nun treffen sich beide im Pokalfinale wieder.
2024: Halbfinale mit 80:67 an Bamberg
2020: Halbfinale mit 82:66 an Berlin
2019: Finale mit 83:82 an Bamberg
2015: Halbfinale mit 86:65 an Bamberg
2014: Halbfinale mit 83:67 an Berlin
2006: Finale mit 85:73 an Berlin
1998: Viertelfinale mit 68:60 an Bamberg
1997: Halbfinale mit 68:64 an Berlin
Status quo Berlin: Die Berliner haben sich im Vorfeld des Pokalwochenendes in der easyCredit BBL auf dem zweiten Platz etabliert und sich in der Champions League für die Playoffs qualifiziert. Auch den Ausfall ihres Spielmachers Martin Hermannsson steckte das Team weg. Dass sich beim entscheidenden Sieg in der Champions League aber vor zwei Wochen auch noch die anderen beiden Point Guards Jack Kayil und Bennet Hundt verletzten, zwang Pedro Calles sogar, den israelisch-spanischen Spielmacher des Kooperationspartners Lok Bernau, Guy Artman, als Aushilfe ins ALBA-Team zu holen. Immerhin wurde Jack Kayil noch gerade rechtzeitig wieder fit und konnte im Halbfinale gegen Oldenburg mit zwölf Punkten und acht Assists gleich wieder eine wichtige Rolle spielen.
Status quo Bamberg: Die Bamberger blieben in den letzten Wochen von solchen Ausfällen verschont, haben aber auch weniger Tiefe im Team, was sicher auch ein Grund dafür ist, dass Anton Gavel seit Saisonbeginn in nun schon 25 Pflichtspielen auf die immer gleiche Startformation (Cobe Williams, Richard Balint, Ibi Watson, Demarcus Demonia und EJ Onu) schwört. Diese Konstanz auch in der Team-Hierarchie zahlt sich aus. Von ihren vergangenen acht Spielen haben die Bamberger mit ihrer starken und eingespielten Offensive sechs gewonnen. Darunter waren zwei Siege gegen Würzburg und zuletzt sogar das Pokal-Halbfinale gegen die übermächtigen Bayern. Jetzt kommt aber der Haken: Die beiden einzigen Niederlagen in dieser Zeitspanne kassierten die Oberfranken gegen ... ALBA BERLIN!

Die Punktspiele: Den 87:82-Sieg (Video) in der Berliner Max-Schmeling-Halle brachte ALBA vor vier Wochen mit 24 Punkten von Martin Hermannsson und 19 von Jack Kayil jedoch erst in einer Verlängerung ins Ziel, nachdem die Bamberger ALBA zuvor mit 25 Punkten von Ibi Watson und 19 von Zach Ensminger immer wieder in Bedrängnis gebracht hatten. Das Rückspiel vor einer Woche in Bamberg stand dann schon im Zeichen der Berliner Spielmacher-Misere. Berlin kam mit Guy Artman als einzigem Point Guard nach Bamberg und lud die Gastgeber mit 13/30 Dreiern zu einem Weitwurfwettbewerb ein. Bamberg ließ sich dazu verleiten, dieses Spiel mitzuspielen und verlor mit 13/39 Dreiern am Ende 92:98 (Video).
Duell im Fokus: In unserer guard-orientierten Liga steht auch das Pokalfinale im Zeichen der Spielmacher. Durch den Ausfall von Martin Hermannsson rückt dabei Jack Kayil extrem in den Fokus. Obwohl er gerade erst 20 geworden ist, kennt die große deutsche Nachwuchshoffnung ähnlich wie Bambergs sechs Jahre älterer Cobe Williams keine Scheu vor großen Momenten. Wenn es um den entscheidenden Wurf in der Crunchtime geht, schlägt die Stunde dieser beiden nervenstarken und abgezockten Guards. Beide mussten aber schon im Halbfinale in ihren Teams die meisten Minuten gehen, weshalb ihre Trainer ihnen für die Verteidigung darauf spezialisierte Mitspieler als Kettenhunde an die Seite stellen. Im Halbfinale spielte Austin Crowley Münchens Andi Obst mürbe - so, wie Jonas Mattisseck es anschließend mit Oldenburgs Chris Clemons tat.

Weitere Schlüsselduelle: Auf dem Flügel kommt es zum Duell der beiden Topscorer des Halbfinales. Ibi Watson netzte gegen die Bayern für seine 24 Punkte 5/9 Dreier ein, und auch Malte Delow schüttelte für seine 21 Punkte stets einen Dreier aus dem Handgelenk, wenn die Oldenburger drohten, noch einmal aufzubegehren. Unter dem Korb muss Norris Agbakoko sich auf EJ Onu einstellen, der – im Gegensatz zum Berliner Center – zuweilen auch den Dreier trifft, zugleich aber auch der beste Shotblocker der easyCredit BBL ist.
Wer wird MVP? Die traditionelle Auszeichnung des MVPs bei jedem TOP FOUR geht gewöhnlich an einen Spieler aus dem Siegerteam. Grundlage für die Wahl des Expertengremiums ist aber die Leistung im gesamten Turnier, womit sich am Samstag im Halbfinale schon einmal Cobe Williams (22 Punkte und zehn Assists) und Ibi Watson (24 Punkte, sechs Rebounds und sieben Assists) auf Bamberger Seite sowie bei den Berlinern Norris Agbakoko (16 Punkte und zehn Rebounds) und Malte Delow (21 Punkte und nur wenige Fehler) ins Gespräch gebracht haben.
Die Trainer: Anton Gavel wurde als Spieler dreimal mit Bamberg und einmal mit München Deutscher Pokalsieger. Als Trainer steht er in der Bundesliga erst seit 2022 an der Seitenlinie, gewann aber gleich in seiner Debütsaison mit Ulm die Meisterschaft. Mit Ulm erreichte er 2024 das Pokalfinale , mit Bamberg erreichte er 2025 das Pokalfinale - wird er in diesem Jahr nun Pokalsieger? Pedro Calles, der 2012 von den Artland Dragons als junger Athletiktrainer nach Deutschland geholt wurde, steht nach 2023 (mit Oldenburg) zum zweiten Mal im Pokalfinale und könnte nach Coach Aito, Israel Gonzales und Pablo Laso schon der vierte spanische Trainer werden, der den deutschen Pokal gewinnt.
Zahlen, bitte: Bamberg hat erst München besiegt und hat nun Bertlin vor der Brust. Das ist für die Franken quasi der schwerstmögliche Weg zum Pokaltriumph, aber es steht ja Anton Gavel an der Seitenlinie, dem 2023 bereits ähnlich Verwegenes gelang. Damals wurde er mit Ulm als Tabellensiebter sensationell Deutscher Meister und besiegte dabei mit Berlin (amtierender Meister), München (amtierender Pokalsieger) und Bonn (amtierender Europapokalsieger) die Teams auf den ersten drei Plätzen der Hauptrunde.
Aber auch die Albatrosse könnten mit einem Sieg im Pokalfinale etwas Besonderes schaffen, nämlich zum fünften Mal einen Titel beim großen Rivalen in München zu feiern (2016 Pokalsieger gegen München, 2020 Deutscher Meister beim Final-Turnier gegen Ludwigsburg, 2021 und 2022 Deutscher Meister in der Finalserie gegen Bayern), diesmal allerdings zum ersten Mal im SAP Garden.
Rekordverdächtig: Berlin, das als Rekordpokalsieger zwischen 1997 und 2022 schon elf Trophäen eingeheimst hat, würde mit einem Finalsieg das Dutzend vollmachen und Leverkusen (zehn Pokaltitel) weiter enteilen. Auf dem dritten Platz in der Ehrenliste der Deutschen Pokalsieger folgt schon Bamberg mit bisher sechs Trophäen. Werden daraus am Sonntag sieben?
Im Blick des Bundestrainers: Die Bamberger könnten nach einem Pokalsieg in der Länderspielpause ausgiebig feiern. Bei zumindest vier Berlinern geht es gleich weiter, denn Alex Mumbru hat Norris Agbakoko, Malte Delow, Jack Kayil und Jonas Mattisseck für die Länderspiele der WM-Qualifikation am kommenden Wochenende gegen Kroatien in Zagreb und in Bonn nominiert.
Ganz alte Bekannte: Wechsel zwischen Berlin und Bamberg waren nicht immer gerne gesehen, aber kamen doch recht häufig vor, deshalb hier einmal eine Auflistung von Spielern, die seit der Jahrtausendwende beide Trikots trugen – Spoiler: ziemlich viele BBL-Legenden dabei. Zum einen trugen die Nationalspieler Maodo Lo, Johannes Thiemann, Louis Olinde, Bennet Hundt, Steffen Hamann, Sven Schultze, Demond Greene, Ademola Okulaja, Mithat Demirel, Lucca Staiger, Yassin Idbihi und Kenny Ogbe sowohl das Berliner als auch das Bamberger Trikot, ebenso die ausländischen Profis Casey Jacobsen, Derrick Phelps, DeJuan Collins, Julius Jenkins, Sharrod Ford, Alex Renfroe, Leon Radosevic, William McDowell-White und Bryce Taylor. Die BBL-Veteranen Filip Stanic, Nelson Weidemann und Kevin Wohlrath spielten in der Jugend für ALBA und später als Profis für Bamberg.
In Europa und weltweit – German Basketball is mad sexy: 17 Meisterschaften seit 2000, dazu 14 Pokalsiege, macht 31 Trophäen von 50, oder 62 Prozent aller verfügbaren Titel in Deutschland, die seit dem Jahr 2000 an Berlin oder Bamberg gingen. Schon ziemlich sexy.
Nicht Rekordverdächtig: Die 20 Punkte von Bamberg in der Overtime gegen München waren anschließend als außergewöhnlich herausgestellt worden, allerdings war das erst anderthalb Wochen davor auch Trier in Frankfurt gelungen, allerdings war das nur ein normales Ligaspiel und kein Halbfinale im Do-or-die-Modus.
Fernsehen / Livestream: Das Finale wird Sonntag ab 16.00 Uhr live hier bei Dyn übertragen, wobei das gesamte BMW TOP FOUR von Dyn mit insgesamt 17 eingesetzten Kameras am Spielfeld und Backstage so hautnah wie noch nie zuvor im deutschen Basketball als unvergessliches Live-Erlebnis in einzigartiger Qualität zu den Fans nach Hause auf den Bildschirm transportiert wird. Kommentator der Partie ist Michael Körner, es moderiert Anett Sattler. Als Experte ist Patrick Femerling am Mikro. Zusätzlich gibt es alle drei Pokal-Partien in Übertragungen vom Bayerischen Rundfunk (erstes Halbfinale und Finale) und vom RBB (zweites Halbfinale) live und free hier im Livestream bei Sportschau.de.
Play-by-Play im 4. Viertel
- 00:00Spielende
- 00:00Block - Austin Crowley
- 00:00Geblockter Dreier - Jack Kayil
- 00:07Timeout
- 00:07Erfolgreicher Halbdistanzwurf - Demarcus Demonia - 74:72 (+2)
- 00:31Defensiv-Rebound - Zachary Ensminger
- 00:31Vergebener Dreier - Jonas Mattisseck
- 00:44Spielerwechsel - Raus: Cobe Williams, Rein: Zachary Ensminger
- 00:44Ballverlust - Austin Crowley
- 01:03Spielerwechsel - Raus: Zachary Ensminger, Rein: Cobe Williams
- 01:03Ballverlust - Malte Delow
- 01:21Erfolgreicher Korbleger - Ibi Watson - Assist: Zachary Ensminger - 72:72 (+2)
- 01:27Ballgewinn - Demarcus Demonia
- 01:27Ballverlust - Jack Kayil
- 01:42Spielerwechsel - Raus: Cobe Williams, Rein: Zachary Ensminger
- 01:42Erfolgreicher Freiwurf - Cobe Williams - 70:72 (+1)
- 01:42Vergebener Freiwurf - Cobe Williams
- 01:42Gefoult worden - Cobe Williams
- 01:42Foul - Jonas Mattisseck
- 01:47Offensiv-Rebound - Ibi Watson
- 01:47Vergebener Dreier - Demarcus Demonia
- 01:59Spielerwechsel - Raus: Zachary Ensminger, Rein: Ibi Watson
- 01:59Erfolgreicher Dreier - Jonas Mattisseck - Assist: Malte Delow - 69:72 (+3)
- 02:16Defensiv-Rebound - Jack Kayil
- 02:16Vergebener Dreier - Cobe Williams
- 02:37Spielerwechsel - Raus: Martynas Echodas, Rein: Norris Agbakoko
- 02:37Spielerwechsel - Raus: Alex O'Connell, Rein: Jack Kayil
- 02:37Gefoult worden - Zachary Ensminger
- 02:37Foul - Martynas Echodas
- 02:37Team-Rebound
- 02:37Vergebener Halbdistanzwurf - Jonas Mattisseck
- 02:45Offensiv-Rebound - Jonas Mattisseck
- 02:45Vergebener Dreier - Malte Delow
- 03:10Erfolgreicher Dreier - Demarcus Demonia - Assist: Zachary Ensminger - 69:69 (+3)
- 03:19Gefoult worden - Demarcus Demonia
- 03:19Foul - Martynas Echodas
- 03:35Spielerwechsel - Raus: Moritz Krimmer, Rein: Demarcus Demonia
- 03:35Spielerwechsel - Raus: Ibi Watson, Rein: Zachary Ensminger
- 03:35Timeout
- 03:35Erfolgreicher Dreier - Jonas Mattisseck - Assist: Malte Delow - 66:69 (+3)
- 03:57Gefoult worden - Justin Bean
- 03:57Foul - Ibi Watson
- 04:03Offensiv-Rebound - Cobe Williams
- 04:03Vergebener Dreier - Cobe Williams
- 04:29Erfolgreicher Freiwurf - Malte Delow - 66:66 (+1)
- 04:29Erfolgreicher Freiwurf - Malte Delow - 66:65 (+1)
- 04:29Gefoult worden - Malte Delow
- 04:29Foul - Austin Crowley
- 04:44Defensiv-Rebound - Justin Bean
- 04:44Vergebener Korbleger - Ejiofor Onu
- 05:09Erfolgreicher Dunking - Martynas Echodas - Assist: Jonas Mattisseck - 66:64 (+2)
- 05:19Spielerwechsel - Raus: Moses Wood, Rein: Justin Bean
- 05:19Spielerwechsel - Raus: Jack Kayil, Rein: Malte Delow
- 05:19Spielerwechsel - Raus: Richard Balint, Rein: Austin Crowley
- 05:19Gefoult worden - Jonas Mattisseck
- 05:19Foul - Ibi Watson
- 05:22Ballgewinn - Moses Wood
- 05:22Ballverlust - Richard Balint
- 05:39Defensiv-Rebound - Ibi Watson
- 05:39Vergebener Dreier - Jack Kayil
- 05:52Spielerwechsel - Raus: J'wan Roberts, Rein: Martynas Echodas
- 05:52Timeout
- 05:52Erfolgreicher Dunking - Ejiofor Onu - Assist: Cobe Williams - 66:62 (+2)
- 06:11Defensiv-Rebound - Moritz Krimmer
- 06:11Vergebener Dreier - Alex O'Connell
- 06:22Erfolgreicher Freiwurf - Moritz Krimmer - 64:62 (+1)
- 06:22Gefoult worden - Moritz Krimmer
- 06:22Foul - Moses Wood
- 06:22Erfolgreicher Korbleger - Moritz Krimmer - Assist: Cobe Williams - 63:62 (+2)
- 06:42Spielerwechsel - Raus: Malte Delow, Rein: Alex O'Connell
- 06:42Ballverlust - Moses Wood
- 06:55Ballverlust - Richard Balint
- 07:11Spielerwechsel - Raus: Justin Bean, Rein: J'wan Roberts
- 07:11Spielerwechsel - Raus: Martynas Echodas, Rein: Moses Wood
- 07:11Spielerwechsel - Raus: Zachary Ensminger, Rein: Cobe Williams
- 07:11Gefoult worden - Moritz Krimmer
- 07:11Foul - Martynas Echodas
- 07:11Ballgewinn - Ibi Watson
- 07:11Ballverlust - Malte Delow
- 07:37Erfolgreicher Dreier - Ejiofor Onu - Assist: Ibi Watson - 61:62 (+3)
- 07:43Ballgewinn - Zachary Ensminger
- 07:43Ballverlust - Malte Delow
- 07:57Erfolgreicher Dreier - Richard Balint - Assist: Zachary Ensminger - 58:62 (+3)
- 08:18Erfolgreicher Korbleger - Martynas Echodas - 55:62 (+2)
- 08:35Erfolgreicher Dreier - Moritz Krimmer - 55:60 (+3)
- 08:47Ballgewinn - Moritz Krimmer
- 08:47Ballverlust - Jack Kayil
- 08:58Spielerwechsel - Raus: Demarcus Demonia, Rein: Moritz Krimmer
- 08:58Gefoult worden - Jack Kayil
- 08:58Foul - Richard Balint
- 09:02Defensiv-Rebound - Jack Kayil
- 09:02Vergebener Dreier - Zachary Ensminger
- 09:21Erfolgreicher Korbleger - Jack Kayil - Assist: Martynas Echodas - 52:60 (+2)
- 09:25Offensiv-Rebound - Martynas Echodas
- 09:25Vergebener Dreier - Justin Bean
- 09:37Defensiv-Rebound - Jonas Mattisseck
- 09:37Vergebener Dreier - Ibi Watson
- 09:38Team-Rebound
- 09:40Vergebener Korbleger - Ejiofor Onu
- 09:50Offensiv-Rebound - Zachary Ensminger
- 09:50Vergebener Dreier - Ibi Watson
- 10:00Sprungball
- 10:00Viertelbeginn
BMA365 Bamberg Baskets
| 2P M-A (%) | 3P M-A (%) | FG M-A (%) |
|---|---|---|
| 13-23 (56.5%) | 9-26 (34.6%) | 22-49 (44.9%) |
ALBA BERLIN
| 2P M-A (%) | 3P M-A (%) | FG M-A (%) |
|---|---|---|
| 18-33 (54.5%) | 9-35 (25.7%) | 27-68 (39.7%) |
74:72-Sieg im Klassiker gegen Berlin: Bamberg unter Anton Gavel nach siebtem Pokaltriumph im siebten Himmel
Die Uhr springt auf 18:35 Uhr, der letzte Wurf von ALBA BERLIN auf den Ring, das Team der BMA365 Bamberg Baskets sichert sich zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte den Gewinn des BBL Pokals. Gehen die Franken knapp sechs Minuten vor Schluss erstmals in Führung, behält „Freak City“ schlussendlich denkbar knapp mit 74:72 die Oberhand. Zum Matchwinner avanciert Demarcus Demonia (19 Punkte), der 7,3 Sekunden vor Ende den Korbleger zum Endstand verwandelt und als wertvollster Spieler (MVP) des BMW TOP FOUR ausgezeichnet wird.
Spielverlauf und Wendepunkt: Zwar hatte Berlin aufgrund des später gespielten Pokal-Halbfinals rund drei Stunden weniger Regenerationszeit als Bamberg (das wiederum gegen München in die Verlängerung musste), dennoch gaben die Hauptstädter von Beginn an das Tempo vor. Vor allem Malte Delow knüpfte an seine gute Form des Vortages an und brachte allein im ersten Viertel satte elf Punkte auf die Anzeigetafel (15:22, 10. Minute).
Zwar durchlebten die Franken einen kurzen Schreckmoment, als sich Austin Crowley den Fuß vertrat, der Guard konnte jedoch nach kurzer Behandlungsphase wieder ins Geschehen eingreifen und kümmerte sich mit defensiver Hingabe um den Wirkungskreis von Delow. Allgemein bekamen die Baskets mehr Zugriff auf die Partie und suchten ihr Glück nach Ballgewinnen in der Transition. Besonders Demarcus Demonia kam im Fastbreak zu leichten Zählern und brachte seine Farben mit seinen neun Zählern im zweiten Abschnitt auf Tuchfühlung an Berlin heran (36:37, 20. Minute).
Nach dem Seitenwechsel blieb es weiterhin eng. Zwar erzwangen die Baskets über ihre bissige Verteidigung weiterhin Berliner Ballverluste, ließen am eigenen Brett allerdings die nötige Physis vermissen. Die „Albatrosse“ gingen den eigenen Würfen konsequent nach, erarbeiteten sich zweite (oder gar dritte) Chancen und fanden beinahe nach Belieben die freien Schützen in den Ecken des Feldes. So sorgten Alex O’Connell und Justin Bean aus der Distanz dafür, dass die Spreestädter sowohl eine schmale Führung als auch das Momentum mit ins Schlussviertel nahmen (52:58, 30. Minute).
Letzteres kippte gleich zu Beginn des finalen Abschnitts auf die Seite der Franken. Essenzieller Bestandteil des Bamberger 14:4-Laufs war EJ Onu, der seinen zweiten Dreier des Pokalwochenendes versenkte und Pedro Calles mit einem krachenden Dunk zur Auszeit zwang (66:62, 35. Minute). ALBA antwortete seinerseits mit sieben Zählern in Folge, wobei die Achse um Delow und Bean an allen entscheidenden Situationen beteiligt war, was wiederum Anton Gavel dazu bewegte, seine Mannen an der Seitenauslinie zusammenzuholen (66:69, 37. Minute). Abgesehen von einem Dreier durch Jonas Mattisseck kam Berlin in der Crunchtime zu keinen weiteren Zählern mehr. Dafür sorgte Ibi Watson zunächst für den Ausgleich (72:72, 39. Minuten), womit die Bühne für Demonia bereitet war, für die Entscheidung zu sorgen. Der Forward suchte den Weg ans Brett und legte 7,3 Sekunden vor Ende über die ausgestreckten Arme seines Verteidigers hinweg den Baden-Ball zum 74:72 in den Korb - der anschließende, finale Wurf Berlins verfehlte sein Ziel.
Duell im Fokus: Beide drückten ihren jeweiligen Halbfinals den Stempel auf. Und auch im Finale schenkten sich Cobe Williams und Malte Delow im direkten Duell absolut nichts. Während Williams mit dem eigenen Abschluss haderte (6 Punkte, 1/7 aus dem Feld), nutzte er seine Anziehungskraft, um gute Abschlüsse für die Nebenleute zu generieren (7 Assists). Delow indes trug seine Mannen in der ersten Hälfte als Scorer - 15 seiner 17 Punkte kamen vor der Pause - und übernahm anschließend immer mehr die Rolle des Vorbereiters.
Zahlen, bitte: 21 … Offensiv-Rebounds griff Berlin sich und generierte daraus 18 Punkte. Damit pflückte ALBA mehr Abpraller vom Bamberger Korb als die Franken selbst (18).
Rekordverdächtig: In der Bundesliga-Historie gab es kein Spiel häufiger als Bamberg - Berlin (124-mal, Stand: 22.02.2026), und auch im Pokal ist das Überraschungsfinale ein Klassiker. Insgesamt gab es nun bereits neun Pokalpartien zwischen den beiden Klubs, wobei Bamberg nach dem jüngsten Titelgewinn mit 5:4 in Führung liegt.
2026: Finale mit 74:72 an Bamberg
2024: Halbfinale mit 80:67 an Bamberg
2020: Halbfinale mit 82:66 an Berlin
2019: Finale mit 83:82 an Bamberg
2015: Halbfinale mit 86:65 an Bamberg
2014: Halbfinale mit 83:67 an Berlin
2006: Finale mit 85:73 an Berlin
1998: Viertelfinale mit 68:60 an Bamberg
1997: Halbfinale mit 68:64 an Berlin

Der Weg zum Titel: Trotz des kleinsten geplanten Spieleretats der easyCredit BBL schalteten die BMA365 Bamberg Baskets diverse „Teams von internationalem Kaliber“ aus, wie Anton Gavel auf der Pressekonferenz formulierte. Im Achtelfinale setzte Bamberg sich zunächst gegen den seinerzeit amtierenden Pokalsieger Weißenfels durch, im Viertelfinale daraufhin gegen Heidelberg (das auch in der Basketball Champions League aufläuft). Im Pokal-Halbfinale folgte ein 103:97 nach Verlängerung über den Euroleague-gestählten Kader der Bayern, ehe mit Berlin im Finale ein weiterer BCL-Club bezwungen wurde.
Trainer der Partie: Anton Gavel wurde als Spieler dreimal mit Bamberg und einmal mit München Deutscher Pokalsieger. Als Trainer steht er in der easyCredit Basketball Bundesliga erst seit 2022 an der Seitenlinie, gewann aber gleich in seiner Debütsaison mit Ulm die Meisterschaft. Mit Ulm (2024) und Bamberg (2025 und 2026) erreichte er als Chefstratege an der Seitenlinie dreimal in Folge das Pokalfinale. Die Parallele des Pokalsieges zur Meisterschaft: Auf dem Weg zum Titel schaltete Gavel sowohl München als auch Berlin aus.
Spieler der Partie und MVP des BMW TOP FOUR: Sowohl beim 103:97 im Halbfinale gegen München als auch beim 74:72 im Finale gegen Berlin erzielte Demarcus Demonia die letzten Punkte der Partie. Gegen den FCB waren es acht Sekunden vor Schluss zwei Freiwürfe, gegen die Hauptstädter war es 7,3 Sekunden vor dem Ende der Gamewinner per Korbleger. Am Samstag legte Bambergs Power Forward elf Punkte und je vier Assists sowie Rebounds auf, am Sonntag ließ der 26-Jährige starke 19 Punkte sowie je zwei Rebounds und Steals folgen.

Die Deutschen: Bei ALBA BERLIN überzeugt einmal mehr Malte Delow, der sich mit 17 Zählern teamintern die Topscorer-Krone aufsetzt. Jack Kayil zeigt mit je sieben Punkten und Rebounds sowie vier Assists abermals eine solide Allround-Leistung.
Am Rande der Bande: … saßen 11.500 Zuschauer.
So geht’s weiter: Das Team von ALBA BERLIN muss am Freitag, den 06.03.2026, auswärts bei den MLP Academics Heidelberg ran (Spielbeginn: 18:30 Uhr). Die BMA365 Bamberg Baskets empfangen zeitgleich vor heimischem Publikum die Basketball Löwen Braunschweig.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.