10.09.18:30
RASTA Vechta – EWE Baskets Oldenburg
17.11.2025, 18:30 Uhr | BBL Pokal, Viertelfinale
Spiel Statistiken
Game Leaders
- VEC, Zwei-Punkte-Quote:
L. Thiemann100.0%Zwei-Punkte-Quote (2P%)100.0%OLD, Zwei-Punkte-Quote: J. Fugett - VEC, Drei-Punkte-Quote:
B. Coplin100.0%Drei-Punkte-Quote (3P%)57.1%OLD, Drei-Punkte-Quote: C. Clemons
Führungsverlauf
Höchste Führung:
VEC (10 Pkt.)
OLD (6 Pkt.)
Schiedsrichter & Kommissare
Oliver Krause (Schiedsrichter 1), Robert Lottermoser (Schiedsrichter 2), Christian Theis (Schiedsrichter 3), Ingo Holsten (Kommissar)
Arena
RASTA Dome
Zuschauende
3140
Niedersachsen-Derby: Vechtas Verge oder Oldenburgs Clemons – welcher Wunder-Scorer ballert sein Team ins Halbfinale?
Die besondere Brisanz: Eine willkommene Pause vom Ligaalltag bietet das Derby im Pokal-Viertelfinale den Teams von RASTA Vechta und den EWE Baskets Oldenburg. Willkommen deshalb, weil sowohl Vechta als auch Oldenburg in der Meisterschaftsrunde so ihre Probleme haben: Vechta hat die jüngsten drei Ligaspiele verloren und ist auf den 14. Tabellenrang abgerutscht, Oldenburg verlor die ersten vier Saisonpartien, ehe der 61:60-Zittersieg im Pokal-Achtelfinale gegen die Fitness First Würzburg Baskets das lang ersehnte Erfolgserlebnis in einem Pflichtspiel brachte. Eine Woche später gelang gegen Aufsteiger Trier dank der 52-Punkte-Gala von Chris Clemons auch der erste Sieg in der Liga – nachhaltigen Effekt hatten die beiden Erfolge jedoch nicht: Es folgten weitere Niederlagen in Rostock und Ludwigsburg.
Status Quo: Die EWE Baskets haben am 7. Spieltag bei der 59:65-Niederlage bei den MHP RIESEN Ludwigsburg die nächste Enttäuschung in der noch jungen Saison erlebt; der 17. Tabellenplatz ist sicherlich nicht das, was die Oldenburger vom Saisonstart erwartet haben. Vechta musste gegen Meister FC Bayern München ersatzgeschwächt – Spielmacher Tommy Kuhse und Kapitän Joschka Ferner fehlten – eine 74:77-Niederlage hinnehmen. „Wir haben uns in den letzten Wochen immer wieder in eine gute Richtung entwickelt. Aber aktuell fehlt uns halt immer hier und da etwas“, bilanziert RASTA-Coach Christian Held ernüchtert. Ernüchterung folgte auch am Mittwoch auf internationaler Bühne: In Lissabon gab es trotz Führung im letzten Viertel am Ende eine 75:78-Niederlage.
Der Weg ins Viertelfinale: RASTA setzte sich in der ersten Pokalrunde beim ambitionierten ProA-Ligisten GIESSEN 46ers mit 80:70 durch. Im Achtelfinale gelang dann dank 38 Punkten von Alonzo Verge Jr. ein begeisternder 89:86-Erfolg gegen die NINERS Chemnitz. Für Vechta wäre es die erste Qualifikation für das TOP FOUR. Oldenburg, Pokalsieger 2015, hatte zum Pokalauftakt beim 97:75-Sieg gegen ProA-Ligist Eisbären Bremerhaven keine Mühe, ehe im Achtelfinale der dramatische 61:60-Heimsieg über Würzburg folgte.

Duell im Fokus: 52-Punkte-Mann gegen 38-Punkte-Mann, die beiden Topscorer im Ligabetrieb: Das Duell zwischen den beiden Guards Chris Clemons und Alonzo Verge könnte entscheidend sein auf dem Weg ins TOP FOUR. Clemons hatte sich durch seine Rekord-Gala gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier einen Eintrag in die Liga-Geschichtsbücher gesichert (Clemons reihte sich in den Top10 der ewigen Bestenliste auf dem siebten Rang ein), Verge hatte mit seinem aktuellen Saisonbestwert gegen Chemnitz die Vechtaer überhaupt erst ins Viertelfinale geworfen. Falls Tommy Kuhse bei Vechta aufgrund seiner Oberschenkelverletzung wie in der Liga gegen Bayern München auch für das Pokal-Derby ausfallen sollte, wird Verge bei Vechta auch viel Verantwortung übernehmen müssen.
Zahlen, bitte: Nur 17,8 Freiwürfe bekommt Vechta pro Spiel, nur die Bayern (15,0) und Bamberg (17,7) kriegen weniger. Dazu ist bei Vechta auch die Freiwurfquote ausbaufähig (65,4 Prozent, Ligarang 16). In der Reboundarbeit ist Vechta (36,0 RPG, Ligarang 13.) einen Hauch besser als Oldenburg (34,3, 17.) – gut ist aber immer noch anders.
Die ewige Bilanz: Von bisher 14 direkten Duellen hat Oldenburg zehn für sich entschieden; im Pokal gab es noch kein Aufeinandertreffen der niedersächsischen Rivalen, daher kommt der allerersten „Do or die“-Partie zwischen diesen beiden Klubs besondere Bedeutung zu - für Vechta ist es laut eigener Aussage "das Spiel des Jahres".
Am Rande der Bande: Vergangenes Wochenende und beim Europe Cup-Match am Mittwoch fehlten bei RASTA Vechta Spielmacher Tommy Kuhse und Kapitän Joschka Ferner, und zu allem Überfluss verletzte sich in Lissabon auch Lloyd Pandi am Sprunggelenk. Da zuvor auch schon Tevin Brown aussetzen musste, reagierte der Klub am Freitag mit der Verpflichtung von Booker Coplin, der aus Ludwigsburg nach Niedersachsen wechselt. Die easyCredit BBL kennt er auch schon aus seiner Zeit in Frankfurt. Bei Oldenburg muss Kyle Lofton schon seit einigen Wochen aufgrund einer Wadenmuskelverletzung verletzt zuschauen.
Im Blick des Bundestrainers: Über 18 Minuten steht Nicholas Tischler bei seinem neuen Klub, den EWE Baskets, pro Partie auf dem Parkett. Der Forward nutzt diese zu 6,0 Punkten und 1,7 Rebounds im Schnitt – Werte, die Bundestrainer Alex Mumbru überzeugen? Auf jeden Fall dürfte Tischler, der im Sommer für die A2-Nationalmannschaft bei den FISU World University Games auflief und den vierten Platz erreichte, angesichts der Abwesenheit zahlreicher Stammkräfte im Fokus des Bundestrainers für das kommende Nationalmannschaftsfenster (mit Länderspielen gegen Israel am 28. November und auf Zypern am 1. Dezember).
Weise Worte: "Das ist eines dieser Spiele, für die man das alles macht. Man will immer in der Situation sein, um etwas spielen zu dürfen. In die Position haben wir uns jetzt gebracht, wohl wissend, dass wir mit Oldenburg eine absolute Top-Mannschaft zu Gast haben. Aus meiner Sicht hat sie eine unglaubliche individuelle Qualität, so dass es eine Riesen-Aufgabe ist - auf die wir uns definitiv freuen.“ RASTA-Coach Christian Held freut sich auf das Duell mit dem niedersächsischen Nachbarn.
Alte Bekannte: RASTA-Headcoach Christian Held war bis 2016 Nachwuchstrainer in Oldenburg, sein Vater Ralph Held war zu der Zeit Co-Trainer bei den Profis. Für Baskets-Forward Seth Hinrichs ist es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte: Von 2017 bis 2019 trug er das Trikot von Vechta.
Bewegte Bilder: Zur Einstimmung auf den Pokalkracher gibt es hier noch mal die Gala von Chris Clemons gegen Trier und natürlich auch die feine Leistung von Alonzo Verge Jr. gegen Chemnitz.
Wie es im Pokal weitergeht: Die Auslosung für das Halbfinale beim TOP FOUR (21./22. Februar) findet im Anschluss an das letzte Viertelfinale zwischen Berlin und Jena am Montag in der Berliner Uber Arena statt und wird live von Dyn übertragen.
In Europa und weltweit – German Basketball is mad sexy: Im Sommer musste Vechta den Abgang ihres Eigengewächses Johann Grünloh hinnehmen. Der beste U22-Spieler der BBL in der Saison 2023/24 schloss sich der University of Virginia an und lädt seitdem regelmäßig zu Block-Partys ein - wie zuletzt hier gegen Hampton. Zusammen mit anderen jungen Deutschen wie Christian Anderson Jr., Hannes Steinbach und Sananda Fru ist Grünloh in der NCAA zu einem frühen Zeitpunkt früh angekommen - ein weiterer Beweis für die These: German Basketball is mad sexy!
Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Montag, 17. November, ab 18:15 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator vor Ort ist Sebastian „C-Bas“ Meichsner. Dyn ist das Zuhause der Basketballfans und überträgt alle Begegnungen der easyCredit BBL, des BBL Pokals, der Toyota Damen Basketball Bundesliga sowie Spiele der Basketball Champions League, der amerikanischen Collegeliga NCAA und der ING 3x3 Tour aus. Das umfangreiche Basketball Live-Programm wird von redaktionellen Formaten ergänzt, die auf der Dyn-Plattform und im Anschluss über die Social-Media-Kanäle von Dyn frei empfangbar sind. Dyn ist über den Webbrowser, Mobilgeräte, Tablets, Streaming-Sticks und Smart-TV verfügbar. Für Sportfans, von Sportfans. Dyn Basketball. Dein Sender. Dein Sport.
Play-by-Play im 4. Viertel
- 00:00Spielende
- 00:00Vergebener Dreier - Joschka Ferner
- 00:01Spielerwechsel - Raus: Christopher Clemons, Rein: Seth Hinrichs
- 00:01Spielerwechsel - Raus: Booker Coplin, Rein: Alonzo Verge Jr.
- 00:01Spielerwechsel - Raus: TJ Bamba, Rein: Joschka Ferner
- 00:00Timeout
- 00:00Erfolgreicher Dreier - Christopher Clemons - 69:72 (+3)
- 00:24Timeout
- 00:24Spielerwechsel - Raus: Alonzo Verge Jr., Rein: Booker Coplin
- 00:24Ballverlust - Alonzo Verge Jr.
- 00:37Defensiv-Rebound - Malcolm Dandridge
- 00:37Vergebener Dreier - Dakarai Tucker
- 00:59Erfolgreicher Freiwurf - Alonzo Verge Jr. - 69:69 (+1)
- 00:59Vergebener Freiwurf - Alonzo Verge Jr.
- 00:59Gefoult worden - Alonzo Verge Jr.
- 00:59Foul - Nicholas Tischler
- 01:14Erfolgreicher Korbleger - Dakarai Tucker - 68:69 (+2)
- 01:14Ballgewinn - Dakarai Tucker
- 01:14Ballverlust - TJ Bamba
- 01:23Gefoult worden - Philipp Herkenhoff
- 01:23Foul - Nicholas Tischler
- 01:34Erfolgreicher Freiwurf - Michale Kyser - 68:67 (+1)
- 01:34Erfolgreicher Freiwurf - Michale Kyser - 68:66 (+1)
- 01:34Gefoult worden - Michale Kyser
- 01:34Foul - Tevin Brown
- 01:51Erfolgreicher Korbleger - Tevin Brown - Assist: TJ Bamba - 68:65 (+2)
- 02:15Erfolgreicher Dreier - Dakarai Tucker - Assist: Brian Fobbs - 66:65 (+3)
- 02:17Gefoult worden - Brian Fobbs
- 02:17Foul - Alonzo Verge Jr.
- 02:21Spielerwechsel - Raus: Seth Hinrichs, Rein: Dakarai Tucker
- 02:21Gefoult worden - Michale Kyser
- 02:21Foul - Malcolm Dandridge
- 02:21Team-Rebound
- 02:24Vergebener Dreier - Christopher Clemons
- 02:29Offensiv-Rebound - Michale Kyser
- 02:29Vergebener Dreier - Seth Hinrichs
- 02:50Spielerwechsel - Raus: Dakarai Tucker, Rein: Nicholas Tischler
- 02:51Erfolgreicher Dreier - Philipp Herkenhoff - 66:62 (+3)
- 03:15Defensiv-Rebound - TJ Bamba
- 03:15Vergebener Halbdistanzwurf - Brian Fobbs
- 03:39Erfolgreicher Halbdistanzwurf - Alonzo Verge Jr. - 63:62 (+2)
- 03:53Spielerwechsel - Raus: Joschka Ferner, Rein: TJ Bamba
- 03:53Gefoult worden - Philipp Herkenhoff
- 03:53Foul - Seth Hinrichs
- 03:53Team-Rebound
- 03:55Vergebener Halbdistanzwurf - Michale Kyser
- 04:13Defensiv-Rebound - Brian Fobbs
- 04:13Vergebener Halbdistanzwurf - Philipp Herkenhoff
- 04:15Team-Rebound
- 04:16Vergebener Halbdistanzwurf - Tevin Brown
- 04:39Defensiv-Rebound - Alonzo Verge Jr.
- 04:39Vergebener Dreier - Christopher Clemons
- 05:01Spielerwechsel - Raus: Nicholas Tischler, Rein: Seth Hinrichs
- 05:01Spielerwechsel - Raus: TJ Bamba, Rein: Tevin Brown
- 05:01Team-Rebound
- 05:02Vergebener Dreier - Alonzo Verge Jr.
- 05:09Defensiv-Rebound - Malcolm Dandridge
- 05:09Vergebener Dreier - Christopher Clemons
- 05:35Erfolgreicher Dunking - TJ Bamba - Assist: Alonzo Verge Jr. - 61:62 (+2)
- 05:40Ballgewinn - TJ Bamba
- 05:40Ballverlust - Nicholas Tischler
- 05:55Ballverlust - Malcolm Dandridge
- 06:17Erfolgreicher Dreier - Brian Fobbs - 59:62 (+3)
- 06:25Gefoult worden - Christopher Clemons
- 06:25Foul - Joschka Ferner
- 06:28Defensiv-Rebound - Christopher Clemons
- 06:28Vergebener Korbleger - Alonzo Verge Jr.
- 06:39Defensiv-Rebound - Alonzo Verge Jr.
- 06:39Block - Joschka Ferner
- 06:39Geblockter Dreier - Dakarai Tucker
- 07:02Erfolgreicher Freiwurf - Malcolm Dandridge - 59:59 (+1)
- 07:02Erfolgreicher Freiwurf - Malcolm Dandridge - 58:59 (+1)
- 07:02Spielerwechsel - Raus: Seth Hinrichs, Rein: Dakarai Tucker
- 07:02Gefoult worden - Malcolm Dandridge
- 07:02Foul - Christopher Clemons
- 07:18Ballverlust - Seth Hinrichs
- 07:34Erfolgreicher Halbdistanzwurf - TJ Bamba - 57:59 (+2)
- 07:47Defensiv-Rebound - TJ Bamba
- 07:47Vergebener Korbleger - Christopher Clemons
- 08:03Offensiv-Rebound - Seth Hinrichs
- 08:03Vergebener Dreier - Brian Fobbs
- 08:09Defensiv-Rebound - Nicholas Tischler
- 08:09Vergebener Dreier - Philipp Herkenhoff
- 08:22Offensiv-Rebound - Joschka Ferner
- 08:22Vergebener Dreier - TJ Bamba
- 08:27Spielerwechsel - Raus: Lars Thiemann, Rein: Malcolm Dandridge
- 08:27Spielerwechsel - Raus: Luc van Slooten, Rein: Philipp Herkenhoff
- 08:27Team-Rebound
- 08:31Vergebener Halbdistanzwurf - Alonzo Verge Jr.
- 08:52Erfolgreicher Dreier - Nicholas Tischler - Assist: Christopher Clemons - 55:59 (+3)
- 09:05Ballverlust - Luc van Slooten
- 09:14Team-Rebound
- 09:16Vergebener Dreier - Luc van Slooten
- 09:21Ballgewinn - Joschka Ferner
- 09:21Ballverlust - Nicholas Tischler
- 09:37Team-Rebound
- 09:37Vergebener Dreier - Joschka Ferner
- 10:00Viertelbeginn
RASTA Vechta
| 2P M-A (%) | 3P M-A (%) | FG M-A (%) |
|---|---|---|
| 22-41 (53.7%) | 6-25 (24.0%) | 28-66 (42.4%) |
EWE Baskets Oldenburg
| 2P M-A (%) | 3P M-A (%) | FG M-A (%) |
|---|---|---|
| 15-29 (51.7%) | 10-31 (32.3%) | 25-60 (41.7%) |
Gamewinner eine Sekunde vor Schluss: Chris Clemons schießt Oldenburg ins TOP FOUR
Der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze. Ein Derby sowieso. Da ist es nur passend, dass die Partie zwischen RASTA Vechta und den EWE Baskets Oldenburg nichts für schwache Nerven ist und erst in der Schlussphase entschieden wird. Rekordmann Chris Clemons ist es schließlich vorbehalten, die „Donnervögel“ nach zwischenzeitlich zehn Zählern Rückstand zum erfolgreichen Comeback zu führen - welches er mit einem tiefen Dreier eine Sekunde vor Ende persönlich mit dem Einzug ins TOP FOUR veredelt.
Spielverlauf und Wendepunkt: Wie es sich für ein Pokal-Viertelfinale gehört, gingen beide Mannschaften von Beginn an mit viel Energie und hoher Intensität zu Werke. Die Anzeigetafel bekam zunächst wenig zu tun, doch das änderte sich zumindest aufseiten der Gastgeber durch die Hereinnahme von Joschka Ferner. Der Linkshänder verwandelte noch im ersten Viertel zwei Dreier und trug so dazu bei, dass RASTA das Momentum auf seine Seite ziehen konnte (19:15, 10. Minute). Die Hausherren behielten den Schwung bei, bauten ihren Vorsprung mit einem 6:0-Lauf erstmals in den zweistelligen Bereich aus, doch Chris Clemons verhinderte mit insgesamt elf Zählern vor der Pause, dass Oldenburg noch weiter zurückfiel (39:30, 20. Minute).
Es war der Physis der Huntestädter zu verdanken, dass die Partie direkt nach dem Wiederbeginn an Spannung zunahm. Oldenburg bestimmte über die eigene Verteidigung das Tempo des Geschehens und gewann zügig die Oberhand (48:49, 26. Minute). Im Gang nach vorn verteilten die Baskets im dritten Viertel satte sechs Assists, was im harten Kontrast zur statischen ersten Hälfte stand (55:56, 30. Minute). In der Schlussphase war es zunächst der bis dahin nahezu unauffällig agierende Alonzo Verge, der seine Farben wieder in Front brachte, ehe Phil Herkenhoff mit einem Dreier gegen den Mann die nächste Oldenburger Auszeit erzwang (66:62, 38.). Die „Donnervögel“ verdankten es Dakarai Tucker, dass sie nochmals herankamen, zumal Verge an der Linie anstatt der Führung nur den Ausgleich bestellte (69:69, 40. Minute). So bot sich Clemons mit dem letzten Angriff die Chance, zum Matchwinner zu avancieren. Der Amerikaner lieferte mit einer Sekunde verbleibender Restspielzeit von jenseits des Perimeters eiskalt ab … zum Sieg und dem damit verbundenen Einzug in die Pokalendrunde.
Duell im Fokus: Bei der Ausgangslage war es beinahe klar, dass Alonzo Verge und Chris Clemons darüber entscheiden würden, welche Mannschaft das Feld als Sieger verlassen würde. Ersterer wusste mit 17 Punkten, sieben Rebounds sowie fünf Assists zu gefallen, leistete sich in der vorletzten Sequenz aber einen Ballverlust, der Oldenburg überhaupt erst die Chance auf den Gamewinner gab. Diese nutzte letztlich Chris Clemons, der mit sieben Boards und vier Vorlagen allerdings auch seine teamdienliche Seite präsentierte.
Zahlen, bitte: 3 … Assists brachten die Baskets vor der Pause lediglich an den Nebenmann. Nach der Pause kamen bei den Gästen immerhin neun Vorlagen hinzu, wodurch ihr Comeback maßgeblich angetrieben wurde.
Rekordverdächtig: Sechs der acht Viertelfinalisten haben zusammen 27-mal den Pokal gewonnen – das ist fast die Hälfte der bisher 59 ausgespielten Pokalwettbewerbe. Oldenburg steuert zu dieser Bilanz den Titelgewinn von 2015 bei … und schickt sich nun an, den Pott ein weiteres Mal in die Höhe zu stemmen.

Spieler der Partie: Er kam, sah und machte diesmal keine 52 Punkte. Chris Clemons begnügte sich mit 20 Zählern, wobei er vier seiner sieben Dreierversuche verwandelte (57,1 Prozent Wurfquote). In der finalen Sequenz war es an ihm, die Entscheidung zu forcieren … und er löste mit seinem Gamewinner letztlich für Oldenburg das Ticket zum TOP FOUR.
Weise Worte: „Wir sind einen ganz schön schweren Weg gegangen, aber wir haben uns diesen Sieg verdient“, urteilte Clemons nach der Partie. „Wir hatten am Ende die Chance, das Spiel zu gewinnen und ein Play aufgezeichnet, das es mir ermöglichte, den Wurf zu nehmen.“
Am Rande der Bande: … saßen 3.140 Zuschauer, darunter unter anderem auf Vechtaer Seite der angeschlagene Tommy Kuhse.
So geht’s weiter - für die Teams: Bereits am Mittwoch, den 19.11.2025, empfängt RASTA Vechta im FIBA EuropeCup die Mannschaft von Dinamo Sassari (Italien) - der Tipoff ist für 19:00 Uhr angesetzt. Die EWE Baskets Oldenburg empfangen vor dem Gang in die Länderspielpause am Samstag, den 22.11.2025, in eigener Halle die BMA365 Bamberg Baskets (Spielbeginn: 18:30 Uhr).
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.