10.09.18:30
Dresden Titans – Veolia Towers Hamburg
24.09.2023, 15:00 Uhr | BBL Pokal, 1. Runde
Schiedsrichter & Kommissare
Steve Bittner (Schiedsrichter 1), Oliver Krause (Schiedsrichter 2), Robert Lottermoser (Schiedsrichter 3), Darius Moczulski (Kommissar)
Arena
Margon Arena
Zuschauende
1831
"Es ist immer peinlicher als Erstligist auszuscheiden“: Dresden empfängt Hamburg - live auf Dyn
Status quo: Die Dresden Titans führten in den Saisons 2020/21 und 2021/22 schon jeweils nach der Hauptrunde die Tabelle der ProB an und schafften 2022 als Meister den Sprung in die ProA. Dort kamen sie vergangene Saison als Aufsteiger in die Playoffs, scheiterten allerdings mit 0-3 an den JobStairs GIESSEN 46ers. Doch den Kern des Kaders hielten sie zusammen, darunter die beiden deutschen Topscorer der vergangenen Saison: Daniel Kirchner (12,4 Punkte pro Spiel) und Lucien Schimalke (11,5). Auch die Vorbereitung lief mit Siegen gegen Tschechiens Erstligist USK Prag (102:68) und Ligakonkurrent Medipolis SC Jena (86:77) zufriedenstellend.
Die Veolia Towers Hamburg hingegen haben einen Umbruch hinter sich: Neben Trainer Benka Barloschky, den Nationalspielern Lukas Meisner und Jonas Wohlfarth-Bottermann steht nur Seth Hinrichs noch im Kader. Hinrichs und der US-Amerikaner William Christmas (zuletzt Artland Dragons) sind unter den sieben ausländischen Spielern die beiden einzigen mit Erfahrung im deutschen Profibasketball. Dazu kommen vier junge Deutsche jeweils um die 20 Jahre alt und Nico Brauner mit 28, der aus Gießen kam. Doch es scheint schon ordentlich zu laufen: Im letzten Testspiel gab es vergangenen Sonntag nur eine 96:100-Niederlage gegen den Deutschen Meister ratiopharm ulm.

Die besondere Brisanz: Ein Erstligist zu Gast bei einem Zweitligisten; ein Bundesliga-Team, das vergangene Saison mit zwölf Siegen auf Rang 15 nur knapp dem Abstieg entkam gegen einen ambitionierten Playoffanwärter der zweiten Liga - damit ist zur Fallhöhe in diesem Do-or-die-Spiel fast alles gesagt.
Weise Worte: Denn natürlich sind sich die Verantwortlichen bei Dresden klar darüber, dass sie als Außenseiter antreten. Auf die Frage, wie es um eine Überraschung steht, sagte Dresdens Trainer Fabian Strauß bei TAG24: „Müsste ich mal in meine Glaskugel schauen" und fügte mit Blick auf den eigenen Kader an: „Ein kleiner Vorteil: Hamburg ist komplett neu aufgestellt und es ist immer peinlicher als Erstligist auszuscheiden." Der kaufmännische Geschäftsführer Michael Born ordnete es beim WochenKurier etwas nüchterner ein: „Es ist wie in allen Sportarten: Als Zweitligist hat man nichts zu verlieren. Der Druck liegt beim Gegner und wir wollen überraschen und die Fans auf die ProA-Saison einstimmen.“
Duell im Fokus: Dresdens Topscorer Daniel Kirchner bekommt es auf der Aufbauposition gleich mit zwei offensivstarken Gegenspielern zu tun. Terrell Gomez war im Testspiel Hamburgs gegen die Rostock Seawolves mit 22 Punkten erfolgreichster Werfer. Als er im letzten Test gegen Ulm angeschlagen vom Feld musste, übernahm Mark Hughes das Punkten und netzte sechs Dreier für 21 Punkte.
Zahlen, bitte: Gerade für die Dresdener ist jeder Ballbesitz und damit verbundene Abschluss wichtig. Mit 14,8 waren sie in der ProA der BARMER 2. Basketball-Bundesliga das Team mit den fünftmeisten Ballverlusten pro Spiel. Sicher halfen da die acht Steals pro Partie, womit sie die viertbesten Balldiebe der Liga waren. Hamburg hingegen war – mit einem anderen Kader - vergangene Saison mit 15,9 Ballverlusten pro Spiel das schlechteste Team der easyCredit BBL, auch die Hanseaten dürften sich also über Ballkontrolle freuen.
Am Rande der Bande sitzt bei den Titans eine junge Bande. Sebastian Heck ist mit 28 der älteste Spieler im Kader, das Durchschnittsalter der Titans liegt durch alle 15 Spieler bei 23,7 Jahren. Headcoach Fabian Strauß ist auch erst in diesem Jahr 30 geworden, er wird unterstützt von Co-Trainer Patrick Carney, dem Teamältesten mit 38.
Im Blick des Bundestrainers sind Lukas Meisner und Jonas Wohlfarth-Bottermann. Meisner hat bisher vier Spiele für das DBB-Team gemacht. WoBo war Teil der EM-Helden im vergangenen Jahr und wurde vor der WM als einer der letzten Profis aus dem Kader gestrichen.
Alte Bekannte: Fabian Strauß spielte selbst noch von 2013 bis 2018 bei Hamburgs Kooperationspartner SC Rist Wedel. 2015 führte er das Team als Mannschaftskapitän zur Vizemeisterschaft in der ProB.
So geht es weiter im BBL-Pokal: Der Sieger dieser Partie trifft im bereits ausgelosten Achtelfinale (14. / 15.10.2023) auf den Sieger der Partie Artland Dragons gegen Bamberg Baskets.
Fernsehen / Livestream: Die Partie wird live auf Dyn übertragen, Tipoff ist um 20 Uhr, Kommentator ist Fabrice Kao. Dyn ist das neue Zuhause der Basketballfans. Der Sender strahlt alle Begegnungen der easyCredit BBL, des BBL Pokals sowie Spiele der Basketball Champions League aus. Das umfangreiche Basketball Live-Programm wird von redaktionellen Formaten ergänzt, die auf der Dyn Plattform und im Anschluss über die Dyn Social-Media-Kanäle frei empfangbar sein werden. Dyn ist seit Anfang August über den Webbrowser, Mobilgeräte, Tablets, Streaming-Sticks und Smart-TVs verfügbar. Für Sportfans, von Sportfans. Dyn Basketball. Dein Sender. Dein Sport.
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Türme taumeln gegen Titanen: Hamburg müht sich in Dresden mit 88:85 ins Pokal-Achtelfinale
Die Veolia Towers Hamburg haben mit den Dresden Titans so ihre Probleme, drehen durch einen 10:0-Lauf im vierten Viertel aber die Partie und stehen nach einem 88:85-Auswärtserfolg im Achtelfinale des BBL Pokals. Dabei übernimmt in der Crunchtime Mark Hughes.
Spielverlauf und Wendepunkt: Mitte des ersten Viertels schienen die Hamburger ihrer Favoritenstellung gerecht zu werden und holten sich durch einen 10:0-Lauf das Momentum. Doch die Dresden Titans forcierten im ersten Viertel immerhin fünf Ballverluste und waren auf 20:24 dran.
Im zweiten Spielabschnitt zogen die Gäste dann Schritt für Schritt davon, vor allem dank ihrer Offensivstärke: Neun ihrer 13 Dreier versenkten die Towers zur Pause, William Christmas und Nico Brauner netzten dabei jeden ihrer drei Distanzwürfe ein. So hatten sich die Hamburger zur Halbzeit auf 53:39 abgesetzt.
Nach der Pause verloren die Gäste jedoch ihren Rhythmus, anders die Titans: Mitte des dritten Viertels punkteten die Hausherren in sieben Angriffen nacheinander, um auf 58:59 heranzukommen. Mit 27:13 dominierten die Titans das dritte Viertel, Tanner Graham netzte drei Dreier ein, und die Hausherren glichen zum 66:66 aus.
Ein Parkplatz-Dreier von Grant Teichmann brachte Dresden zu Beginn des vierten Viertels die erste Führung seit der fünften Spielminute ein, durch einen 9:0-Lauf hatten sie sich das Momentum geholt (75:68). Die Gäste schienen hinsichtlich ihrer zahlreichen Ballverluste etwas nervös zu werden. Auf der Gegenseite zeigte Georg Voigtmann seine Passqualitäten, der jüngere Bruder von Weltmeister Johannes Voigtmann packte dabei auch den Touchdown-Assist nach gegnerischem Freiwurf aus. Mit einer 79:72-Führung gingen die Titans in die letzten viereinhalb Minuten …
… und lagen nicht mal drei Minuten später auf einmal mit 79:82 zurück. Dabei besorgte Mark Hughes mit einem Dreier trotz Foul für die Towers die Führung. Mit acht Punkten in den letzten 1:51 Minuten avancierte der Guard zum Hamburger Matchwinner. Zwar gleichen die Titans zwischenzeitlich wieder aus, William Christmas besorgte mit seinem Korbleger bei 22 Sekunden zu spielen die wichtige 86:82-Führung.
Zahlen, bitte: Beide Teams netzten 13 Dreier ein, die Towers benötigten dafür aber nur 22 Versuche (59,1 3P%), die Dresdner ganze 36 (36,1 3P%).

Spieler der Partie: Mark Hughes übernahm nicht nur in der Crunchtime, mit 17 Punkten (4/5 FG, 8/10 FT), vier Rebounds, drei Assists und drei Steals war der Guard auch der effektivste Hamburger Spieler. Zum Towers-Topscorer avancierte Aleksander Dziewa (19 PTS). Sein Pendant auf Dresdner Seite war Tanner Graham (19 PTS, 5/8 3P).
Die Deutschen: Daniel Kirchner stand von allen Spielern am längsten auf dem Parkett, in 30:58 Minuten schrieb sich der Dresdner Guard 17 Zähler sowie fünf Assists in den Boxscore. Bei den Towers erzielte Nico Brauner jeden seiner neun Punkte (3/3 3P) in der ersten Hälfte.
Am Rande der Bande: Bei Hamburg setzte Terrell Gomez als siebter ausländischer Profi aus.
Wie geht’s weiter: Die Hamburger starten am kommenden Freitag mit einem Auswärtsspiel in Ludwigsburg in den Ligabetrieb. Das Pokal-Achtelfinale wird am 14./15. Oktober stattfinden, dann empfangen die Towers die Bamberg Baskets.