10.09.18:30
Artland Dragons – Bamberg Baskets
24.09.2023, 15:00 Uhr | BBL Pokal, 1. Runde
Schiedsrichter & Kommissare
Anne Panther (Schiedsrichter 1), Zulfikar Oruzgani (Schiedsrichter 2), Stefan Fingerling (Schiedsrichter 3), Claus-Arwed Lauprecht (Kommissar)
Arena
Artland Arena
Zuschauende
3000
Artland gegen Oberfranken live auf Dyn: Stolpert Bamberg in Quakenbrück?
Status quo: Ein Team, das stark vom Hauptsponsor abhängig war und nach dessen Ausstieg nicht mehr an sportliche Glanzzeiten anknüpfen kann… ja, sowohl in Bamberg als auch in Quakenbrück ist dieses Szenario nicht unbekannt. Während die Dragons seit 2015 erst in der ProB, seit 2018 in der ProA ihre Heimat gefunden haben, hoffen die Bamberger, dass es auch ohne Brose im Hintergrund erstklassig weitergeht.
Die besondere Brisanz: Der Reset-Knopf wurde in Bamberg in den letzten Jahren so häufig gedrückt, dass er sich zu einem running gag entwickelt hat, doch in diesem Sommer ist wirklich sehr viel passiert in Bamberg. Doch eins bleibt gleich: Wenn Headcoach Oren Amiel mit seinem Team direkt zum Saisonstart gegen einen Zweitligisten aus dem Pokal ausscheidet, könnte es im erfolgsverwöhnten Oberfranken schnell mit Diskussionen losgehen.
Duell im Fokus: Brandon Thomas gegen Karsten Tadda: Die beiden BBL-Urgesteine sind im Sommer jeweils an ihre alte Wirkungsstätte zurückgekehrt, wo sie mit ihrer Erfahrung jeweils als Führungsspieler eingeplant sind. Auf dem Flügel treffen die beiden Routiniers im direkten Matchup aufeinander. Tadda, gebürtiger Bamberger und bekanntermaßen Kettenhund par excellance soll dabei die Kreise des als Scorers bekannten Thomas einschränken. Fun fact: Thomas stand beim letzten Pokalspiel der Quakenbrücker vor neun Jahren ebenfalls für die Dragons auf dem Parkett.

Zahlen, bitte: Letzte Saison hatten die Dragons die fünfschwächste Zweierquote in der ProA, Bamberg rangierte eine Liga darüber auf Rang sechs. Kann natürlich dieses Jahr ganz anders aussehen.
Die ewige Bilanz: In 44 Duellen siegte Bamberg 25 Mal, Quakenbrück kam auf 19 Siege. Nicht übel, wenn man bedenkt, dass die Bamberger in der gesamten Bundesliga-Zeit der Dragons ein Spitzenteam waren. Das wohl legendärste Duell gab es 2014: Damals schmissen die Niedersachsen, als Siebter in die Playoffs gestartet, die Oberfranken mit ihrem Ex-Trainer Chris Fleming im Viertelfinale aus den Playoffs. Nach vier Meisterschaften in Serie bedeutete dies das Aus für den späteren Nationaltrainer an der Seitenlinie in Bamberg. In vier Pokal-Spielen gewann Bamberg dreimal.
Alte Bekannte: In der Saison 2020/2021 stand Quakenbrücks Joanic Grüttner Bacoul für die Bamberger auf dem Court, ehe er über Tübingen ins Artland wechselte. Dragons-Geschäftsführer Marius Kröger hat ebenfalls eine Bamberger Vergangenheit. Bambergs Co-Trainer Arne Woltmann hingegen ist eine Quakenbrücker Basketball-Legende und war Teil der legendären 2003er Aufstiegsmannschaft der Drachen, ehe es ihn als Co-Trainer von Chris Fleming nach Bamberg verschlug.
Weise Worte: „Bamberg hat einen tollen Kader mit viel Qualität zu bieten, aber wir treten nicht an, um zu verlieren“, freut sich Drachen-Trainer Patrick Flomo auf das Duell.
Fernsehen / Livestream: Die Partie wird live bei Dyn übertragen, Kommentator ist Johannes Hülstrung. Dyn ist das neue Zuhause der Basketballfans. Der Sender strahlt alle Begegnungen der easyCredit BBL, des BBL Pokals sowie Spiele der Basketball Champions League aus. Das umfangreiche Basketball Live-Programm wird von redaktionellen Formaten ergänzt, die auf der Dyn Plattform und im Anschluss über die Dyn Social-Media-Kanäle frei empfangbar sein werden. Dyn ist seit Anfang August über den Webbrowser, Mobilgeräte, Tablets, Streaming-Sticks und Smart-TVs verfügbar. Für Sportfans, von Sportfans. Dyn Basketball. Dein Sender. Dein Sport.
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Sieg im Artland: Copeland und Tadda als Bamberger Drachenbändiger
Die Bamberg Baskets stehen nach einem 78:67-Auswärtserfolg bei den Artland Dragons im Achtelfinale des BBL Pokals. Die Gäste setzen sich im vierten Viertel ab, vor allem Karsten Tadda und Zach Copeland übernehmen offensiv.
Spielverlauf und Wendepunkt: Die Bamberger begannen ohne Rhythmus, nach vier Minuten hatten die Gäste erst vier Punkte erzielt. Doch mit der Bankformation fanden die Oberfranken ins Spiel. Die Artland Dragons steckten nicht zurück und agierten auf Augenhöhe, immer wieder fanden die Hausherren gute Abschlüsse in Korbnähe. Zur Viertelpause stand es 17:17.
Die Dragons spuckten von außen jedoch kein Feuer, zur Pause hatten sie jeden ihrer acht Dreier danebengesetzt. Überhaupt taten sich die Hausherren im zweiten Viertel schwer, aus dem Feld erfolgreich abzuschließen. Die Bamberger netzten hingegen immerhin sechs Dreier ein und gingen mit einer 38:31-Führung in die Kabine. Viermal war danei Zach Copeland von außen erfolgreich, mit 18 Punkten agierte der Bamberger Guard am auffälligsten.
Für die Dragons war Downtown auch nach der Pause ein Downer. Einen 0:13-Lauf mussten die Gastgeber einstecken, die Bamberger setzten sich auf 51:33 ab. Anfang des vierten Durchgangs verkürzten die Dragons zwar auf fünf Zähler Differenz, dann fand Verteidigungsspezialist Karsten Tadda sein Scoring-Gen – und erzielte innerhalb von zwei Minuten elf Punkte! So hatte Tadda mit seinem vierten Dreier zur 68:49-Führung bei knapp sieben Minuten zu spielen die Entscheidung besorgt.

Duell im Fokus: Wie erfahren Karsten Tadda ist? Als der 34-jährige Bamberger Rückkehrer in der ersten Liga debütierte, in der Saison 2007/08, da gab es noch Pokalduelle mit Zweitligisten. Quakenbrücks 39-jähriger Veteran Brandon Thomas kam 2009/10 in die Liga., zusammen haben die beiden 885 Erstligaeinsätze auf dem Buckel. Ihre Erfahrung brachte beide an: Nach 14 Fahrkarten von außen besorgte Brandon Thomas 13 Sekunden vor Ende des dritten Viertels den ersten Dreier für die Dragons, mit Dreiern hatte auch Tadda immer wieder eine Antwort parat – wie Anfang des vierten Durchgangs, als Quakenbrück auf 49:54 verkürzt hatte. Dann schaltete Tadda komplett in den Scoring-Modus, am Ende hatte er mit 17 Punkte das Veteranenduell gegen Thomas (7 PTS, 8 REB) für sich entschieden.
Zahlen, bitte: 11/32 vs. 4/28 3P – die Bamberger wiesen die deutlich bessere Dreierquote auf, auch wenn die Gäste selbst nicht von Downtown überzeugten. Doch die Dragons verfehlten ihre ersten 14 Distanzwürfe.
Spieler der Partie: Neben Tadda war bei Bamberger Zach Copeland die spielentscheidende Mann, der Guard benötige für seine 26 Punkte nur 25:47 Minuten. Dabei traf der Neuzugang fünf Dreier und legte zudem vier Rebounds sowie drei Assists auf.
Die Deutschen: Bei Dresden setzte Jannes Hundt mit zehn Zählern von der Bank Impulse, fand aber wie das gesamte Team nicht seinen Touch von außen (1/6 3P).
Am Rande der Bande: Patrick Heckmann fehlt Bamberg derzeit krankheitsbedingt.
Wie geht’s weiter: Die Bambrger starten am kommenden Donnerstag mit einem Auswärtsspiel in Vechta in den Ligabetrieb. Das Pokal-Achtelfinale wird am 14./15. Oktober stattfinden, dann gastieren die Oberfranken bei den Veolia Towers Hamburg.