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Beinahe-Aufsteiger gegen Beinahe-Absteiger: Bremerhaven empfängt Braunschweig

Die besondere Brisanz: In einem Paralleluniversum könnten sich die Eisbären Bremerhaven als Erstligist mit den Basketball Löwen Braunschweig als Zweitligist in der ersten Runde des Netto BBL Pokals duellieren. Denn beide Teams wanderten in der vergangenen Saison auf einem schmalen Grat zwischen erster und zweiter Liga. Die Eisbären verloren in der ProA das fünfte Playoff-Halbfinalspiel gegen Phoenix Hagen – und verpassten damit nur knapp den sportlichen Aufstieg in die Beletage. Die Löwen stiegen sportlich aus der ersten Liga ab, blieben dank einer Wildcard aber erstklassig. Und so trifft nicht in einem Paralleluniversum, sondern in der Realität ein Beinahe-Aufsteiger auf einen Beinahe-Absteiger – was das Duell so brisant macht.
Status quo: So ist die Frage nach der Favoritenrolle gar nicht so einfach zu beantworten. Zumal die Braunschweiger wohl um den Klassenerhalt kämpfen werden und in der Preseason nicht überzeugen konnten: Alle fünf Testspiele gingen verloren, das erste (60:93 gegen Rostock) und das letzte (95:117 gegen Bamberg) deutlich. Die Bremerhavener gewannen hingegen zwei ihrer vier Testspiele, das einzige Duell gegen ein BBL-Team gegen Vechta ging nur knapp verloren (97:102).
Duell im Fokus: Auf der Eins treffen zwei deutsche Spieler mit unterschiedlichen Karrierewegen in der jüngsten Vergangenheit aufeinander. Bremerhavens 29-jähriger Point Guard Garai Zeeb spielte in den vergangenen beiden Jahren in Frankfurt in der ersten Liga, entschied sich in diesem Sommer aber, zurück in die ProA zu gehen – wo er sich eine größere Rolle erhofft. Braunschweigs 23-jähriger Spielmacher Gian Aydinoglu war im Sommer 2025 von den Löwen nach Kirchheim in die zweite Liga gewechselt, um ebenfalls eine größere Rolle einzunehmen – und ist seit diesem Sommer wieder zurück bei den Löwen und damit in der Beletage. Macht Aydinoglu nun den nächsten Schritt? Für Zeeb ist das Duell mit den Löwen insofern brisant, …
Alte Bekannte: … weil er gegen seinen ehemaligen Club aufläuft. Ganze vier Jahre (2019-2023) trug er das Löwen-Trikot. Sein Headcoach Ferried Naciri arbeitete in der vergangenen Saison als Assistant Coach in Braunschweig. Aydinoglu und Bremerhavens Hendrik Warner kennen sich derweil aus gemeinsamen Tagen im Berliner Nachwuchsprogramm.
Zahlen, bitte: 14 Tabellenplätze rutschten die Braunschweiger in der vergangenen Spielzeit im Vergleich zu ihrer Überraschungssaison 2024/25 ab, es ging vom dritten auf den 17. Rang nach der Hauptrunde – rekordverdächtig.
Die ewige Bilanz: Das letzte Mal standen sich beide Teams in der Saison 2018/19 gegenüber, als die Eisbären aus der Beletage abgestiegen sind. Beide Duelle gingen an Braunschweig (87:69 auswärts und 83:81 zuhause).
Am Rande der Bande saß bei Braunschweig in der Saisonvorbereitung Neuzugang Eddy Edigin, der an einem Muskelfaserriss laboriert.

Im Blick des Bundestrainers: Die Braunschweiger mögen keinen aktuellen Nationalspieler in den Reihen haben, dafür in Gian Aydinoglu, Benny Schröder und Ferdinand Zylka ehemalige deutsche Nachwuchs-Nationalspieler. Dass größte Potential, sich in Zukunft auch für die A-Nationalmannschaft zu empfehlen, hat vielleicht Schröder. Mit erst 23 Jahren ist ihm in dieser Saison der nächste Schritt zuzutrauen, zumal er unter den einheimischen Akteuren mehr Verantwortung erhalten sollte. In den letzten vier Testspielen ließ er das mit durchschnittlich 15,0 Punkten pro Spiel erkennen.
In Europa und weltweit – German Basketball is mad sexy: Adrian Breitlauch steht bei den Eisbären unter Vertrag, weilt aber derzeit nicht in Bremerhaven. Der Eisbären-Rekordspieler befindet sich aktuell nämlich erneut in Afrika, wo er 2022 in Ruanda bei einem Entwicklungsprojekt zum Bau einer Schule mitgewirkt hat (siehe der Tagesschau-Beitrag unten). Doch auch in Afrika bleibt Breitlauch am Ball, mehr noch: In Botswana gewann der 32-Jährige jüngst die Meisterschaft. Spätestens jetzt dürften die Einwohner Botswana also wissen: Basketball ya Jeremane e a kgatlha mo go feteletseng.
Wie geht's weiter: Der Sieger des Duells wird im Achtelfinale auf den Gewinner der Begegnung GIESSEN 46ers gegen NINERS Chemnitz treffen und dabei ein Heimspiel haben. Die Pokal-Achtelfinals werden am 17. / 18. Oktober stattfinden.
Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Donnerstag ab 19.45 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Arne Malsch. Dyn ist das Zuhause der Basketballfans und überträgt alle Begegnungen der easyCredit BBL, des BBL Pokals, der Toyota Damen Basketball Bundesliga sowie Spiele der Basketball Champions League, der amerikanischen Collegeliga NCAA und der ING 3x3 Tour. Das umfangreiche Basketball Live-Programm wird von redaktionellen Formaten ergänzt, die auf der Dyn-Plattform und im Anschluss über die Social-Media-Kanäle von Dyn frei empfangbar sind. Dyn ist über den Webbrowser, Mobilgeräte, Tablets, Streaming-Sticks und Smart-TV verfügbar. Für Sportfans, von Sportfans. Dyn Basketball. Dein Sender. Dein Sport.