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Trier auch gegen Bonn wie im Rausch: Ohne Niederlage, aber mit Donuts ins Pokal-Viertelfinale

Die irre Geschichte der VET-CONCEPT Gladiators Trier geht weiter. Im Ligabetrieb noch ungeschlagen, im Pokal nach einem berauschenden 107:90 über die Telekom Baskets Bonn im Viertelfinale stehend – zum ersten Mal seit 2013 wieder. Eli Brooks flirtet mit einem Double-Double (24 Punkte, 9 Assists), während Nolan Adekunle (14) bereits zweieinhalb Minuten vor Ende die Hundert-Punkte-Marke knackt und zum nächsten Training Donuts mitbringen muss.
Spielverlauf und Wendepunkt: Die Gäste aus dem Rheinland erwischten den besseren Start, doch die Hausherren schienen lediglich ein paar Minuten zu brauchen, um sich defensiv auf die Telekom Baskets Bonn einzustellen. Trier schaltete in der Verteidigung zwei Gänge höher und trieb damit die eigene Offensivmaschinerie an, wogegen wiederum die Schützlinge von Marko Stankovic kein Mittel fanden (31:22, 10. Minute). Vor allem fanden die Gladiators in der ersten Hälfte in Evans Rapieque und Maik Zirbes zwei Aufstiegshelden, die von der Bank kommend für mächtig Wirbel sorgten – und damit den Unterschied ausmachten (58:46, 20. Minute).
Nach dem Seitenwechsel legte die Truppe von Jacques Schneider direkt einen kleinen Lauf hin und setzte die Telekom Baskets damit zusätzlich unter Druck. Bonn konnte sich bei Jeff Garrett bedanken, dass die Differenz kurzzeitig fast in den einstelligen Bereich hätte gedrückt werden können, doch das Mosel-Kollektiv gewann zügig die Kontrolle über das Geschehen zurück (85:67, 30. Minute). Im Schlussakt war es denn endgültig an Eli Brooks, das Zepter an sich zu reißen. Der Gladiators-Topscorer übernahm sowohl mit Würfen aus der Distanz als auch durch seine Drives und wurde damit einmal mehr seinem Ruf als variabler Scorer mehr als gerecht. Als Nolan Adekunle rund zweieinhalb Minuten vor Ende per Dreipunktspiel die Hundert knackte, saßen die Gladiators-Anhänger nicht mehr auf ihren Sitzen, sondern feierten lautstark den Einzug ins Viertelfinale.

Duell im Fokus: Basketball kann so brutal sein. Da lieferte Grayson Murphy mit 14 Zählern, fünf Rebounds und sieben Assists statistisch eine Allround-Leistung ab, doch kam während der Begegnung nie wirklich das Gefühl auf, dass der Baskets-Guard das Tempo der Partie würde kontrollieren können. Dafür nahmen ihm die Gladiatoren in Summe doch zu viele Anspielstationen weg, wenngleich er in der Anfangsphase mehrmals Michael Kessens im Pick-and-Roll fand.
Auf der anderen Seite war es der quirlige Eli Brooks, der auf dem Weg zu seinen 24 Punkten nur 13 Würfe aus dem Feld brauchte – von denen er neun traf (69,2 Prozent Wurfquote). Vor allem aber beim Zug zum Brett konzentrierte sich die Bonner Verteidigung so sehr auf ihn, dass er regelmäßig seine Nebenleute klug in Szene setzen konnte (9 Assists).
Zahlen, bitte: 28 … Assists verteilte Trier als Mannschaft – womit die Gladiators satte 75,7 Prozent ihrer Treffer aus dem Feld durch einen Pass vorbereiteten.
Spieler der Partie: Er ging mit den Lorbeeren des Liga-Topscorers ausgestattet in die Partie und mit 24 Zählern wieder vom Parkett. Eli Brooks nahm besonders im Schlussabschnitt die Zügel in die Hand, verwandelte insgesamt sechs seiner acht Dreierversuche (75,0 Prozent Wurfquote) und schrammte darüber hinaus mit neun verteilten Assists nur hauchdünn an einem Double-Double vorbei.
Die Deutschen: Mit 14 Punkten und fünf Rebounds machte Nolan Adekunle eine anspreche Begegnung. Zudem punkteten für Trier noch Evans Rapieque (12) und Maik Zirbes (10) zweistellig)
Am Rande der Bande: … saßen 4.559 Zuschauer.
Weise Worte: „Heute hat alles gepasst. Wir haben unser Gameplay durchgesetzt, wobei Coach einen super Job gemacht hat, um uns immer die richtigen Dinge mit auf den Weg zu geben“, konstatierte Adekunle anschließend. „Ich hoffe, dass unser Run noch lange anhält.“
So geht’s weiter: Die VET-CONCEPT Gladiators Trier gastieren am kommenden Freitag, den 24.10.2025, auswärts bei den EWE Baskets Oldenburg – der Tipoff ist für 20:00 Uhr angesetzt. Am Samstag, den 25.10.2025, reisen die Telekom Baskets Bonn zu RASTA Vechta (Spielbeginn: 18:30 Uhr).
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.