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Rekordpokalsieger ALBA BERLIN zieht souverän ins TOP FOUR ein

Zum 22. Mal steht ALBA BERLIN im Halbfinale des BBL Pokals. Am Montagabend bezwang die Mannschaft von Trainer Pedro Calles ohne größere Schwierigkeiten Aufsteiger Science City Jena mit 91:78.

Spielverlauf und Wendepunkte: Wenn man einen hausgemachten Pokalhelden im Team hat, kann man per se nicht abgeschrieben werden. Gastierender Aufsteiger hin, gastgebender Rekordpokalsieger her. Und Lorenz Bank zeigte dann direkt mal, weswegen Jena seinetwegen im Viertelfinale stand - und ins Top Four wollte. Dank seiner elf Punkte und sechs Rebounds bereits zur Halbzeit lagen die Thüringer zur Pause 51:45 vorn. Das sollte sich ändern, denn es passierte etwas, das wohl mit den berühmten eigenen Pokalgesetzen zu tun haben muss: Jena blieb im dritten Viertel komplett ohne Treffer aus dem Feld, traf lediglich sechs Freiwürfe. Die Berliner, bei denen mittlerweile Jack Kayil übernommen hatte, spielten sich eine souveräne 70:57-Führung heraus. Zwar versenkte "The" Great Osobor nach 28 Sekunden im Schlussabschnitt mal wieder einen Feldkorb, aber danach schaukelten die Hausherren den Sieg locker nach Hause.

Duell im Fokus: Unter den Körben ging es gut zur Sache. Zunächst hatte Science City dank Bank (11/10) und Osobor (17/4) Vorteile. Doch ALBA schlug zurück. Neu-Nationalspieler Norris Agbakoko erzielte 13 Punkte, sein Kollege Moses Wood kam auf zwölf. Allen voran trug aber Justin Bean (11/10) entscheidend zum Erfolg bei.

Zahlen, bitte: 1:3. Hä? Lediglich ein Viertel konnte ALBA für sich entscheiden. Das allerdings mit 25:6 sehr deutlich. Alle anderen Abschnitte gewann Jena.

Rekordverdächtig: Ein Viertel - keine Punkte aus dem Feld. Das gleicht doch einem Auftrag für die Basketball-Archivare, um herauszufinden, wann und ob es das jemals im Pokal gegeben hat.

Hallo Halbfinale! Justin Bean stieß die Tür zum TOP FOUR für ALBA BERLIN weit auf. (Foto: Florian Ullbrich)

Spieler der Partie: Bean ist inzwischen auf die Centerposition gerückt. Seine Klasse und Vielseitigkeit stellte der US-Amerikaner mit einem feinen Double Double aus elf Zählern und zehn Boards unter Beweis.

Die Deutschen: Hinter Kayil und Agbakoko überzeugten vor allem Malte Delow (9) und Sam Griesel (6/7/4). Bei den Gästen kam Routinier Robin Christen auf fünf Punkte.

Im Blick des Bundestrainers: An dem Tag, an dem Jack Kayil von Bundestrainer Alex Mumbru nicht nominiert worden war für die anstehenden Partien der WM-Quali, legte er seinen neuen BBL-Bestwert von 18 Punkten auf. Das sollte nur mal so nebenbei erwähnt werden ...

Am Rande der Bande: Bei den Hauptstädtern fehlt immer noch Martynas Echodas.

Sonstiges: Die Auslosung des TOP FOUR direkt im Anschluss übernahm Rapper Jalil.

Wie geht's weiter: Für ALBA am Sonntag (18 Uhr) bei den NINERS Chemnitz. Jena tritt bereits am Mittwoch (20 Uhr) im Aufsteigerduell bei den VET-CONCEPT Gladiators Trier an.

Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.