Zum Inhalt springen
BBL Logo

News

Nach vier Niederlagen in der Liga: „Do or die“ gegen Ludwigsburg als Weckruf für die Heidelberger?

Die besondere Brisanz: In der vergangenen Saison eines der Überraschungsteams der Liga und ein Playoff-Halbfinalist, nun im Tabellenkeller als eine von vier Mannschaften mit einer Bilanz von 0-4: Die MLP Academics Heidelberg haben eine Kehrtwende in die falsche Richtung hingelegt. Natürlich sind noch viele Hauptrundenspiele zu absolvieren, doch gerade das erste „Do or die“, im Achtelfinale des BBL Pokals gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg, sollte doch ein Weckruf sein, die nötige Dringlichkeit zu erkennen und in die Erfolgsspur zu finden.

Status Quo: Im Ligabetrieb zogen die Heidelberger zuletzt mit 79:90 in Rostock den Kürzeren, mit einem 4:13-Lauf beendeten die Gäste die Partie. Immerhin klappte es unter der Woche in der Champions League mit dem ersten Saisonerfolg, mit 92:83 bezwangen die Academics das litauische Team Rytas Vilnius. Die RIESEN mussten zuletzt Chemnitz mit 88:111 klein beigeben, kein Team hat in dieser Saison bislang mehr Punkte kassiert.

Zahlen, bitte: Geht den beiden Teams am Ende die Puste aus? Die Ludwigsburger haben in ihren vergangenen drei Spielen das vierte Viertel immer mit zehn Zählern Differenz verloren, die Heidelberger haben im Ligabetrieb bislang noch kein viertes Viertel gewonnen, dieses in Rostock gar mit 13 Punkten Differenz abgeben müssen.

Stefan Smith (mit Ball) strebt mit seinen Ludwigsburgern ins Pokal-Viertelfinale. (Foto: Sascha Walther)

Duell im Fokus: Ludwigsburgs Stefan Smith ballerte sich mit 35 Punkten zum MVP der ersten Pokal-Runde, beim Sieg in Frankfurt erzielte der Point Guard sage und schreibe 17 der 18 Ludwigsburger Punkte in der Verlängerung. Im Liga-Spiel gegen Frankfurt ließ Smith 28 Zähler folgen; auch, wenn gegen Würzburg und Chemnitz die Wurfquoten aus dem Feld nicht so stark waren: Smith weiß sich zu helfen und kommt dann eben an der Freiwurflinie zu Punkten (23/25 FT in drei Ligaspielen). Heidelbergs Einser kam hingegen schwach aus den Startlöchern, bei DJ Horne scheint nach 2/12 aus dem Feld gegen Vechta und 2/11 aus dem Feld gegen Chemnitz aber der Knoten geplatzt zu sein. Zumindest legte der Combo-Guard gegen Rostock 22 Punkte und traf dabei vier Dreier, gegen Vilnius steigerte sich Horne auf 33 Zähler und sechs Dreier. Um ihre Scoring-Qualitäten noch mehr zur Geltung zu bringen, stellen beide Mannschaften immer wieder einen zweiten Point Guard an deren Seite, womit Smith und Horne ballabseits agieren: Bei Ludwigsburg ist das Tray Buchanan, bei Heidelberg Michael Flowers.

Bewegte Bilder: Neben dem kollektiven Knoten platzte auch der individuelle bei Horne, was so aussah:

Die ewige Bilanz: Sechs der zehn Duelle seit 1980/81 sind an Ludwigsburg gegangen, die beiden Partien in der vergangenen Spielzeit entschied aber Heidelberg für sich.Im Pokal-Wettbewerb trafen beide Teams zweimal aufeinander: In der Saison 1980/81 zog im Duell zweier damaliger Zweitligisten Heidelberg in die zweite Runde ein, 1996/97 setzte sich Ludwigsburg als Erstligist gegen den Zweitligisten Heidelberg in der ersten Pokalrunde durch.

Am Rande der Bande: Heidelberg hat den ersten Pflichtspielsieg teuert bezahlt: Paul Zipser hat sich im Spiel gegen Vilnius einen Mittelhandbruch in der linken Hand zugezogen und wird den Academics länger fehlen. Im Ligabetrieb setzte zuletzt Samuell Williamson als siebter ausländischer Akteur aus.

Alte Bekannte: Heidelbergs Mateo Seric spielte zu Nachwuchszeiten für Ludwigsburg, debütierte für die Schwaben auch in der Beletage und war dort bis 2017/18 aktiv. Heidelbergs Kevin McClain und Ludwigsburgs Booker Coplin feierten 2024 mit Frankfurt den Aufstieg in die ersten Liga.

Weise Worte: Heidelbergs Cheftrainer Danny Jansson scheint schon zu wissen, wie die Partie ausgeht; zumindest, wenn der Sarkasmus aus ihm spricht: „Im Moment scheint es egal zu sein, gegen wen wir spielen: Wir können gegen die Lakers oder eine U16-Mannschaft antreten – wir kämpfen bis zum Ende und verlieren dann mit fünf bis zehn Punkten.“

Wie es im Pokal weitergeht: Die Auslosung für das Viertelfinale (15./16. November) findet im Anschluss an das letzte Achtelfinale zwischen Bayern und Braunschweig am Montag im Münchener BMW Park statt und wird live von Dyn übertragen.

In Europa und weltweit – German Basketball is mad sexy: Ob zwei Ludwigsburger Spieler neidisch auf zwei Heidelberger Akteure sind? Zumindest läuft Johannes Patrick seit dieser Saison nicht mehr mit seinem Bruder Jacob auf, der ans College gewechselt ist, Brandon Tischler geht in sein zweites Jahr ohne seinen Bruder Nicholas an seiner Seite. Bei den Academics sind hingegen die Zwillingsbrüder Marcus und Michael Weathers Teamkollegen – wieder einmal seit College-Zeiten. 2016/17 liefen sie in ihrem Freshman-Jahr für die Miami RedHawks auf, 2021/22 in ihrem letzten NCAA-Jahr für die SMU Mustangs. In jenen beiden Jahren ging es für die Weathers' derweil nicht ins große NCAA-Turnier. Wie erfolgreich man als Bruderpaar sein kann, weiß man in Deutschland: Franz und Moritz Wagner wurden bekanntlich 2023 zusammen Weltmeister, Tristan und Oscar da Silva in diesem Jahr zusammen Europameister, sprich: Deutsche Brüderpaare wissen eben, wie man den Basketball sexy macht.

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Sonntag ab 14.45 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Chris Schmidt. Dyn ist das Zuhause der Basketballfans und überträgt alle Begegnungen der easyCredit BBL, des BBL Pokals, der Toyota Damen Basketball Bundesliga sowie Spiele der Basketball Champions League, der amerikanischen Collegeliga NCAA und der ING 3x3 Tour aus. Das umfangreiche Basketball Live-Programm wird von redaktionellen Formaten ergänzt, die auf der Dyn-Plattform und im Anschluss über die Social-Media-Kanäle von Dyn frei empfangbar sind. Dyn ist über den Webbrowser, Mobilgeräte, Tablets, Streaming-Sticks und Smart-TV verfügbar. Für Sportfans, von Sportfans. Dyn Basketball. Dein Sender. Dein Sport.