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Dreierregen in der zweiten Halbzeit spült Berlin ins Pokal-Viertelfinale: 90:68-Heimerfolg gegen Ulm!

ALBA BERLIN gewinnt das Spitzenspiel im Achtelfinale des BBL-Pokals deutlich mit 90:68 gegen den Deutschen Vizemeister ratiopharm. Das Team von Pedro Calles dreht zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einem 14:0-Lauf auf und ebnet so den Weg zum Einzug ins Viertelfinale. Bester Werfer des Nachmittags ist Berlins Boogie Ellis mit 21 Punkten.
Spielverlauf und Wendepunkt: In einem Do-or-die-Spiel sollte man von Beginn an hellwach sein. Im Topspiel des Achtelfinals traf dies aber nur auf die Gäste aus Ulm zu, denn das Team von Ty Harrelson nutzte einen verschlafenen und unkonzentrierten Start ALBA Berlins gnadenlos aus und lag nach nicht einmal zwei gespielten Minuten mit 9:2 in Führung. Die Albatrosse versuchten ihr Glück häufig aus der Distanz, verfehlten allerdings ihre ersten sechs Versuche und lagen so logischerweise schnell zweistellig im Hintertreffen. Mit Beginn des zweiten Viertels fingen sich die Hausherren und arbeiteten sich mit einem 10:2-Lauf zurück in die Partie, sodass beim Stand von 39:42 die Seiten gewechselt wurden.
Komplett gegenteilig verlief dann der Start in den zweiten Durchgang: ALBA lief angetrieben von Boogie Ellis zu Höchstform auf und startete Viertel Nummer drei mit einem 14:0-Lauf. Ty Harrelson versuchte mit zwei Auszeiten alles, doch sein Team konnte Berlins Flow nicht durchbrechen. Spätestens als die Albatrosse das Schlussviertel erneut mit einem Run begannen, diesmal 10:0, war der bekannte Drops gelutscht. Das Publikum in der Max-Schmeling-Halle feierte frenetisch den Einzug ins Pokal-Viertelfinale.
Zahlen, bitte: 53,6 Prozent Dreierquote: Rechnet man die sechs Fehlversuche zu Spielbeginn raus, lieferte ALBA eine herausragende Leistung von jenseits der Dreierlinie. Insgesamt acht verschiedene Spieler netzten jeweils einen Distanzwurf ein. Da konnte Ulm, das sich selbst 22 Ballverluste erlaubte, vor allem in der zweiten Halbzeit nicht Schritt halten.

Duell im Fokus: Wenn schon einmal zwei Nationalspieler direkt gegeneinander spielen und dann noch beide aus Berlin kommen, steht dieses Duell natürlich automatisch im Fokus. Nelson Weidemann spielte in seiner Heimatstadt in ALBAs JBBL- und NBBL-Team, bevor er mit 17 nach Nürnberg und München weiterzog und nun in Ulm seine sportliche Heimat gefunden hat. Der sieben Jahre jüngere Jack Kayil führte ALBAs NBBL-Team 2023 zur Deutschen Meisterschaft, bevor er – ebenfalls mit 17 – seine Heimatstadt in Richtung Vechta verließ. Über einen Umweg bei Mega Basket in Serbien ist er nun zurück bei seinem Jugend-Klub. Das direkte Duell endete quasi unentschieden, da beide Akteure auf acht Zähler kamen. Weidemann erzielte dazu je zwei Rebounds und Assists, Kayil sicherte sich einen Rebound und verteilte drei Vorlagen.
Spieler des Spiels: Boogie Ellis! Der ALBA-Spielmacher war der Motor im Team von Pedro Calles, mit 21 Punkten Topscorer des Nachmittags und zudem der Akteur mit dem besten Plus-Minus-Wert. Mit ihm auf dem Feld erzielte Berlin 23 Punkte mehr als der Gegner.
Die Deutschen: Sam Griesel erzielte zwölf Punkte für Berlin, auf Seiten Ulms scorte Christian Sengfelder mit zehn Zählern zweistellig.
Am Rande der Bande: ... saßen 6132 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle.
Wie gehts weiter: ALBA trifft am kommenden Sonntag im BBL-Klassiker auf den FC Bayern Basketball, bevor es in der Basketball Champions League mit einem weiteren Heimspiel gegen den tschechischen Vertreter Nymburk weitergeht. Ulm empfängt unter der Woche Besiktas Istanbul im EuroCup, bevor am Wochenende das Schwaben-Derby in Ludwigsburg ansteht.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.