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Dank defensiv-fränkischer Tugenden: Bamberg erreicht zum dritten Mal in Folge das Pokalwochenende

In den Playoffs und im Pokal wird das Tempo bekanntermaßen niedriger. Eine Gangart, die den BMA365 Bamberg Baskets liegt, während die MLP Academics im Verlauf der Viertelfinal-Begegnung immer öfter gegen eine defensive - lies: rote - Wand rennen. Die Franken nehmen den Gästen weitestgehend den Dreier weg (6/29, 20,7 Prozent Wurfquote), während Demarcus Demonia mit 21 Zählern genau den offensiven Funken liefert, der den Regnitzstädtern beim TOP FOUR die dritte Teilnahme in Serie beschert.
Spielverlauf und Wendepunkt: Zwar erwischten die Gäste den besseren Start in die Begegnung, da sie zunächst den defensiven Ton angeben, doch Bamberg passte sich der physischen Gangart zügig an und zog noch im ersten Viertel das Momentum auf seine Seite (18:15, 10. Minute). Da die Schützlinge von Anton Gavel durchgängig viel Druck auf den Ball ausübten und vor der Pause zahlreiche Heidelberger Ballverluste erzwangen, bekam die Anzeigetafel wenig zu tun - was der Spannung allerdings keinen Abbruch tat (34:27, 20. Minute).
Nach dem Seitenwechsel gab „Freak City“ kurz Zwischengas, wobei vor allem Demarcus Demonia im Gang nach vorn das Pedal voll durchdrückte. Immer wieder kamen die Franken mit dem Ball in die Zone, konnten oftmals nur durch ein Foul gestoppt werden und schritten so regelmäßig an die Linie (50:42, 30. Minute). Auch wenn Michael Weathers alles daransetzte, den Rückstand zu verringern, pendelte sich die Differenz fast durchgängig im zweistelligen Bereich ein. Erst als der Academics-Guard willkommene Unterstützung durch seinen Bruder Marcus erhielt, schnupperten die Gäste nochmals an einem Comeback. Doch der bis dahin nur sporadisch als Scorer aufgetretene Ibi Watson machte diesem Vorhaben bei 29 Sekunden verbleibender Restspielzeit mit seinem dritten Dreier der Abends einen Strich durch die Rechnung (70:64, 40. Minute). Heidelberg versuchte zwar, Stopps zu generieren, doch Cobe Williams entwischte der Verteidigung lang genug, um so viele Sekunden von der Uhr zu nehmen, dass Bamberg schließlich den dritten Einzug in die Pokal-Endrunde in Folge feiern konnte.

Duell im Fokus: Vor der Partie war bereits klar, dass beide Mannschaften zu großen Teilen davon abhängig sein würden, wer das Privatduell zwischen Bambergs Cobe Williams (16,3 PPG, 51,5 FG%, 44,4 3P%, 85,7 FT%) und Heidelbergs Michael Weathers (13,3 PPG, 47,8 FG%, 30,8 3P%, 79,2 FT%) für sich entscheidet. Auch wenn Letzterer mit 20 Zählern, sieben Rebounds, zwei Assists und drei Steals groß auftrumpfte, leistete er sich jedoch auch sechs Ballverluste. Von allen Academics-Spielern stand Weathers am längsten auf dem Parkett (30:19 Minuten), während Williams deutlich mehr Pausen auf der Bank erhielt (23:38) - und sich mit 13 Punkten, drei Boards und vier Vorlagen in den Dienst der Mannschaft stellte.
Zahlen, bitte: 19 … Ballverluste leisteten sich die Akademiker, von denen zwölf in Form eines Ballgewinns die Bamberger Offensive befeuerten.
Rekordverdächtig: Sechs der acht Viertelfinalisten haben zusammen 27-mal den Pokal gewonnen – das ist fast die Hälfte der bisher 59 ausgespielten Pokalwettbewerbe. Bamberg gewann den Pokal sechsmal (1992, 2010, 2011, 2012, 2017, 2019) … und schickt sich nun an, Nummer sieben hinzuzufügen.
Spieler der Partie: Von allen Bamberger Akteuren stand Demarcus Demonia mit 23:50 Minuten nur am drittlängsten auf dem Parkett. Diese Zeit wusste der Forward für 21 Zähler - womit er seinen Saisonbestwert einstellte - und sechs Rebounds zu nutzen. Dabei verwandelte er vier seiner sechs Dreierversuche (66,7 Prozent Trefferquote) und generierte so viel Aufmerksamkeit, dass er fünf gegnerische Fouls zog.
Am Rande der Bande: … saßen 3.720 Zuschauer, darunter auch die verletzten DJ Horne und Paul Zipser (Heidelberg). Bei Bamberg ist in dieser Saison Moritz Krimmer noch nicht zum Einsatz gekommen.
So geht’s weiter - im Pokal: Die Halbfinal-Auslosung des TOP FOUR (21./22.02.2026) findet im Anschluss an das letzte Viertelfinale zwischen ALBA BERLIN und Science City Jena statt - die Partie ist für Montag, den 17.11.2025, um 20:00 Uhr angesetzt.
So geht’s weiter - für die Teams: Die MLP Academics Heidelberg empfangen bereits am Dienstag, den 18.11.2025, in der Basketball Champions League die Mannschaft von Promitheas Patras (Griechenland) - der Tipoff ist für 18:30 Uhr angesetzt. Für die BMA365 Bamberg Baskets geht es im regulären Ligabetrieb am Samstag, den 22.11.2025, auswärts bei den EWE Baskets Oldenburg weiter (Spielbeginn: 18:30 Uhr).
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.