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Alonzo Verge führt Vechta mit 38 Punkten zum Comeback-Sieg über Chemnitz

Nach zwischenzeitlich 18 Punkten Rückstand kommt RASTA Vechta gegen die NINERS Chemnitz zurück, schiebt sich an den Gästen vorbei und mit 89:86 ins Pokal-Viertelfinale. Dreh- und Angelpunkt dieses Coups ist Alonzo Verge, der in der zweiten Hälfte komplett heißläuft und neben seinen 38 Punkten auch noch acht Assists auflegt.
Spielverlauf und Wendepunkt: Wie bestens bekannt sein sollte, hat der Pokal seine eigenen Gesetze. Dennoch verwunderte es ein wenig, dass die so offensiv starken Vechta und Chemnitz zunächst in der eigenen Hälfte ordentlich zupackten. Aus diesem defensiven Würgegriff konnten sich noch am ehesten die Gäste befreien, bei denen Kevin Yebo und Kaza Kajami-Keane vor der Pause je neun Zähler auflegten und die damit zunächst den Unterschied ausmachten (34:40, 20. Minute).
Stellten sich die Hausherren nach dem Seitenwechsel besser auf die oben genannte Achse ein, nahm Kostja Mushidi das Heft in die Hand und initiierte einen 12:2-Lauf, der die bis dahin höchste Führung der NINERS bestellte (36:52, 24. Minute). Dann begann die große Show des Alonzo Verge, der die Hausherren nahezu im Alleingang zurück in die Spur führte. Nicht nur, dass er die erste 15 RASTA-Punkte der zweiten Hälfte markierte, er führte die Gastgeber nach und nach immer näher an Chemnitz heran, ehe pünktlich zu Beginn der Crunchtime der Ausgleich fiel (75:75, 37. Minute). In dieser bewies Vechta die stärkeren Nerven, während Chemnitz sich einige kritische Ballverluste leistete. Zwar hatte Ty Brewer im letzten Angriff gar noch die Chance, die Verlängerung zu ermöglichen, doch sein Dreier mit Brett kam minimal nach Ablauf der regulären Spielzeit.
Duell im Fokus: Einen fast schon ungewohnt ruhigen Abend verlebte Tommy Kuhse, der mit sechs Zählern und je zwei Rebounds sowie Assists vom Feld ging. Dabei haderte der Playmaking mit seiner Wurfquote aus dem Feld (2/11, 18,2 Prozent), konnte sich aber auf seinen Nebenmann Alonzo Verge verlassen.
Einen solch überragenden Co-Star konnte Corey Davis nicht vorweisen, weswegen er umso mehr selbst die Verantwortung schultern musste. Mit 16 Punkten und fünf Assists machte er eine ansprechende Partie, leistete sich allerdings auch sieben Ballverluste.
Zahlen, bitte: Kam Chemnitz mit der Empfehlung von 96,0 Punkten pro Spiel in den RASTA Dome, wurden die NINERS von Vechta satte zehn Zähler unter ihrem Schnitt gehalten.
8 … Ballverluste leisteten die Niedersachsen sich lediglich (Chemnitz: 16).

Spieler der Partie: Er markierte für Vechta die ersten 15 Zähler der zweiten Hälfte im Alleingang und war der entscheidende Akteur beim RASTA-Comeback. Alonzo Verge war auf dem Weg zu seinen 38 Punkten von den verschiedensten Verteidigern nicht zu halten. Der Guard traf 14 seiner 22 Wurfversuche aus dem Feld (63,6 Prozent Wurfquote) und zeigte sich auch in der Crunchtime an der Linie nervenstark (8/10 Freiwürfe). Konzentrierte sich die Defensive fast zwangsweise auf ihn, hatte Verge zudem stets das Auge für den freien Nebenmann (8 Assists).
Die Deutschen: Bei den Gästen avancierte Kostja Mushidi mit 16 Zählern zum Topscorer, dicht gefolgt von Kevin Yebo (15).
Am Rande der Bande: … saßen 2.889 Zuschauer.
Weise Worte: „Wir haben unheimlich hart für diesen Sieg gearbeitet“, kommentierte Verge nach der Sirene. „Für uns war das heute ein echtes Statement, da es uns nochmals gezeigt hat, dass wir es mit jedem Team in der Liga aufnehmen können.“
So geht’s weiter: Das Team von RASTA Vechta empfängt im FIBA EuropeCup am Mittwoch, den 22.10.2025, daheim die Mannschaft des Sporting CP - der Hochball ist für 19:00 Uhr angesetzt. Die NINERS Chemnitz bekommen es zeitgleich in der Eurocup vor heimischem Publikum mit dem London Lions zu tun.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.