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36 Punkte und neun Dreier: Spencer Reaves führt die Wölfe zum Sieg über Heidelberg und erstmals ins TOP FOUR

Einen Tag nach der rekordträchtigen Vorstellung von Bonns Darius McGhee in der Liga läuft auch Spencer Reaves im BBL Pokal heiß: Mit 36 Punkten und neun Dreiern führt der Shooting Guard den SYNTAINICS MBC zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ins TOP FOUR. Beim 100:85-Heimerfolg über die MLP Academics Heidelberg im Viertelfinale erzielt Reaves im ersten Viertel mit 21 Punkten mehr als die komplette Gästemannschaft zusammen.
Spielverlauf und Wendepunkt: Spencer Reaves übertraf seine starke Leistung aus dem Ligaduell sogar noch, traf in den ersten acht Minuten jeden seiner sechs Dreier und zeichnete mit 21 Punkten für die 27:16-Führung Weißenfels' verantwortlich. Nach seinem sechsten Dreier zuckte er im Zurücklaufen nur mit den Schultern – Erinnerungen wurden wach an Michael Jordans „Shrug“ in den NBA-Finals 1992 gegen Portland. 34 Punkte schenkten die Wölfe den Gästen im ersten Viertel ein, mit 18 Zählern hatten sie weniger markiert als Reaves alleine.
Mit Reaves auf der Bank lief die Weißenfelser Offensive zunächst nicht so rund, auf elf Zähler konnten die Gäste ihren Rückstand verkürzen. Doch offensiv fanden die Heidelberger nicht wirklich einen Go-to-Guy, so wuchs der Rückstand wieder an und betrug zur Pause 20 Punkte (55:35). Reaves stand nach 15:22 Minuten auf dem Parkett bereits bei 30 Zählern.
Zu Reaves' Dreier-Show gesellten sich auch Charles Callison (18 PTS, 3/4 3P, 5 AST), Michael Devoe (19 PTS, 4 REB, 5 AST) und Tyren Johnson (14 PTS, 2/3 3P), Reaves selbst ließ im dritten Viertel zwei weitere Downtown-Bomben folgen, und die Hausherren setzten sich vor dem vierten Durchgang auf 84:59 ab – eine zu große Bürde für Heidelberg.

Spieler der Partie: Spencer Reaves überragte alle, mit 36 Punkten und neun verwandelten Dreiern stellte der Guard zwei Karrierbestwerte auf – und das in nur 28:09 Minuten auf dem Parkett. Insgesamt traf Reaves zehn seiner 14 Feldwürfe, jeden seiner sieben Freiwürfe, holte sich drei Rebounds und verzeichnete drei Ballgewinne.
Rekordverdächtig: An Darius McGhees zehn Dreier vom Vortag kam Reaves also nicht heran, dennoch haben seit digitaler Datenerfassung nur acht Spieler mehr Distanzwürfe getroffen als Reaves, den Liga-Rekord hält dabei Huurl Beechum mit zwölf Treffern von Downtown.
Zahlen, bitte: 38,1 Prozent der Dreier als Gästemannschaft zu verwandeln, ist eigentlich ein guter Wert, doch die Heidelberger (8/21 3P) hatten gegen Weißenfels deutlich das Nachsehen, vor allem dank Reaves netzten die Hausherren 60,0 Prozent ihrer Dreier ein (15/25 3P).
Am Rande der Bande: Die Heidelberger mussten erneut auf Bakary Dibba und Marcel Keßen verzichten.
Wie geht’s weiter: Gegen wen Weißenfels im Pokal-Halbfinale antreten wird, entscheidet sich nach dem vierten und letzten Viertelfinalduell zwischen München und Vechta am Montag, dann werden in der Dyn-Übertragung die Halbfinals ausgelost. Zunächst geht es im Ligabetrieb weiter, dort haben die Weißenfelser am kommenden Wochenende aber spielfrei, sodass es am Mittwoch, 18.12., das nächste Heimspiel gegen Ludwigsburg ansteht. Die Heidelberger müssen am kommenden Samstag als Tabellenzweiter zum Spitzenspiel zum Tabellenführer Ulm.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.