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Wiedergutmachung für die Packungen: Hamburg oder Bamberg – wer kommt über das Achtelfinale in die Erfolgsspur?

Status Quo: Die Veolia Towers Hamburg (1:2) und die Bamberg Baskets (0:2) stehen nach einem durchwachsenen Start in der easyCredit Basketball Bundesliga im unteren Tabellendrittel auf den Plätzen 14 und 16 - zu wenig für die Ansprüche beider Clubs. In der ersten Runde des BBL-Pokals gab es zwar schmucklose, aber immerhin gewonnene Partien in Dresden (88:85) für die Norddeutschen und in Quakenbrück (78:67) für die Franken, aber danach lief nicht alles glatt. Hamburgs bisher einziger Auftritt zu Hause war eine Packung mit 30 Punkten Differenz gegen Würzburg (58:88), Bamberg spielte bisher zweimal auswärts, und zuletzt wurde in Chemnitz ebenso mit 30 Punkten verloren (78:108).
Die besondere Brisanz: Fünf Tage gegen 13 Tage Pause. Die Towers verloren vergangenen Sonntag in München (79:90) und kassierten am Dienstag im EuroCup gegen die London Lions mit 94:100 die wettbewerbsübergreifend vierte Niederlage in Serie in der bereits zweiten Europapokalwoche hintereinander. Die Baskets dagegen bestritten am 2. Oktober ihre bislang letzte Partie. Da stellt sich wieder die Gretchenfrage, was besser ist: Im Rhythmus oder derart ausgeruht zu sein?
Duell im Fokus: Jonas Wohlfarth-Bottermann (25 Länderspiele/2,08 Meter/106 Kilo) und Filip Stanic (2/2,06/120) starten für ihre Vereine jeweils auf der Fünf. Beide sind eher als rustikale Arbeiter bekannt, wobei der 25-jährige Stanic in den ersten beiden Partien ein Double Double auflegte (10,5 Punkte und 10,0 Rebounds in gut 20 Minuten im Schnitt), der 33-jährige Wohlfarth-Bottermann dagegen in halb so viel Parkettzeit nur auf 2,3 Punkte und 4,3 Rebounds kam. Und auch wenn beide unterschiedlichen Generationen angehören, gibt es doch einige Gemeinsamkeiten. Zum einen können beide Center DBB-Erfolge vorweisen: WoBo holte mit der A-Nationalmannschaft 2023 Bronze bei der Heim-EM in Berlin, Stanic mit der U-20-Auswahl 2018 Bronze bei der Heim-EM in Chemnitz (außerdem gewann der gebürtige Berliner 2016 mit der U 18 erstmals das renommierte Albert-Schweitzer-Turnier), beide stehen eher ungern an der Freiwurflinie (über die BBL-Karriere hinweg netzte der Ältere 48,0 Prozent, der Jüngere 42,5), und als WoBo von 2013 bis 2016 in Berlin für die Albatrosse ackerte, war Stanic dort im Verein noch als Jugendspieler unter anderem in der zweiten Mannschaft aktiv. Und all das ist mit einem großen Wenn versehen. Wer's wissen will, muss mindestens bis "Am Rande der Bande" weiterlesen.

Zahlen, bitte: Zugegeben, der Datensatz ist noch sehr gering. Weswegen beide Teams bescheidende Saisonstarts hingelegt haben, lässt sich allerdings bereits an einigen Tendenzen herauslesen, die vor allem am offensiven Ende des Parketts liegen. Hamburg verfügt über die drittschlechteste Zweierquote (49,5 Prozent) und schwächste Feldwurfquote (39,1 Prozent), Bamberg verfehlt am häufigsten von der Dreierlinie (25,8 Prozent) und am zweitmeisten Freiwürfe (66,7 Prozent). Macht beim Offensivrating in Summe: Platz 16 HAM (102,4 Punkte pro 100 Angriffe), Rang 17 BAM (101,4).
Die ewige Bilanz: Liegt mit 5:3 bei den Gästen. Immerhin: Den Towers gelang zum Auftakt der Saison 2020/21 gegen Bamberg der erste Bundesligaheimsieg der Vereinsgeschichte.
Am Rande der Bande: Ob es zum angepriesenen Duell zwischen WoBo und Stanic kommt, hängt von der Genesung des EM-Bronzemedaillengewinners ab. Der zog sich nämlich beim Spiel in München eine leichte Gehirnerschütterung zu, deretwegen er die EuroCup-Begegnung gegen London verpasste. Sein Einsatz entscheidet sich kurzfristig.
Im Blick des Bundestrainers: Bis zum nächsten Länderspielfenster im Februar ist es zwar noch eine Weile hin, es kann aber sicher nicht schaden, wenn sich Gordon Herbert einen Alert für die Baskets-Spiele stellt, um Stanic zu beobachten.
Alte Bekannte: 2016/17 spielten Karsten Tadda und Wohlfarth-Bottermann zusammen in Ulm, aber es ist eigentlich auch nicht verwunderlich, dass die beiden mal beim gleichen Club unter Vertrag standen, denn WoBo war seit 2008 für sechs verschiedene Bundesligisten aktiv, Tadda seit 2007 für fünf.
Sonstiges: Die Viertelfinalpaarungen des BBL-Pokals werden nach der Partie zwischen ALBA BERLIN und den Basketball Löwen Braunschweig am Sonntag (18.30 Uhr) ausgelost. Das Viertelfinale wird am 9./10. Dezember ausgetragen.
Livestream: Die Partie wird von 15.15 Uhr an live bei Dyn übertragen. Henning Kuhl kommentiert das Spiel. Dyn ist das neue Zuhause der Basketballfans. Der Sender strahlt alle Begegnungen der easyCredit BBL, des BBL Pokals sowie Spiele der Basketball Champions League aus. Das umfangreiche Basketball-Live-Programm wird von redaktionellen Formaten ergänzt, die auf der Dyn-Plattform und im Anschluss über die Dyn-Social-Media-Kanäle frei empfangbar sein werden. Dyn ist seit Anfang August über den Webbrowser, Mobilgeräte, Tablets, Streaming-Sticks und Smart-TVs verfügbar. Für Sportfans, von Sportfans. Dyn Basketball. Dein Sender. Dein Sport.