News
Tommy Kuhse netzt Buzzerbeater gegen Göttingen: Vechta nach zwei Verlängerungen im Viertelfinale

Dramatischer Abend zum Auftakt des Achtelfinales im BBL Pokal: RASTA Vechta setzt sich nach zweifacher Verlängerung gegen den niedersächsischen Rivalen BG Göttingen mit 101:99 durch. Tommy Kuhse avanciert mit 37 Punkten einmal mehr zum Topscorer des in dieser Saison weiterhin unbesiegten Aufsteigers.
Spielverlauf und Wendepunkt: Im ersten Spiel des Achtelfinales im BBL Pokal standen sich am Donnerstagabend RASTA Vechta und die BG Göttingen gegenüber. Beide Mannschaften waren erfolgreich in die Saison gestartet: Vechta mit einem Pokalerfolg gegen Rostock und drei Siegen in der easyCredit BBL, Göttingen mit einem Sieg gegen die HAKRO Merlins Crailsheim.
Vor 3.051 Zuschauern im RASTA Dome sollte sich ein überaus spannendes Spiel entwickeln, das in der entscheidenden Phase sogar dramatisch wurde.
In der regulären Spielzeit wechselte die Führung munter hin und her. Mal setzten sich die Gäste aus Göttingen wie im ersten Viertel ein wenig ab (13:7, 7. Minute), mal waren es die Hausherren, die sich einen kleinen Vorsprung herausspielten (27:22, 14.). Zur Halbzeit lag Vechta knapp hinten (39:42).
Auch in der zweiten Hälfte gelang es keinem Team, sich entscheidend davonzuschleichen. Allerdings sah RASTA Vechta mit nur noch fünf Sekunden auf der Uhr bei eigener 85:81-Führung doch wie der sichere Sieger aus. Joel Aminu aber foulte früh, Göttingen ging an die Linie – und nach einem absichtlich daneben gesetzten zweiten Freiwurf erkämpften sich die Göttinger einen finalen Wurf, den der überragende Göttinger Karlis Silins von der Dreierlinie versenkte. 85:85, Verlängerung.
Und damit hieß es: Vorhang auf für großes Drama. Tommy Kuhse, in dieser Saison Topscorer bei Vechta, sicherte seinen Schützlingen mit nur noch vier Sekunden auf der Uhr und vorangegangenem Rückstand die zweite Verlängerung (94:94).
In dieser schienen sich die Gäste absetzen zu können (99:94, 47.), doch ein Abend voller Wendungen hielt eine letzte bereit – Vechta dreht die Partie doch noch, Tommy Kuhse versenkte einen Wurf mit 0,5 verbleibenden Sekunden; ein letzter verzweifelter Versuch der BG rauschte am Netz vorbei.
Für Göttingen ist der BBL Pokal dieser Saison beendet, Vechta steht im Viertelfinale – nach fünf Siegen in fünf Pflichtspielen der noch jungen Saison.
Duell im Fokus: Einen heißen Fight um die Krone des Topscorer lieferten sich zwei Spieler, die sich im direkten Positionsduell eher selten begegneten. Während Vechtas Denker und Lenker Tommy Kuhse mit 37 Punkten, 10 Rebounds und 6 Assists eine famose Leistung auf das Parkett zauberte, begeisterte auch Karlis Silins mit 28 Punkten und sieben Rebounds.
Zahlen, bitte: Die Gäste trafen besser aus dem Zweier-Bereich (51 gegenüber 39 Prozent), versenkten verlässlicher ihre Dreier (45 gegenüber 30 Prozent) – und mussten sich am Ende doch knapp geschlagen geben. Einen Anteil daran hatten die Ballverluste: Vechta produzierte in 50 Minuten nur sieben, Göttingen 18.

Spieler der Partie: Treffer zur zweiten Overtime, Treffer zum Sieg, dazu die oben erwähnte Statline: Tommy Kuhse setzte seine Serie an starken Auftritten mit einer neuen Saisonbestmarke munter fort. Der US-Amerikaner erweist sich für den Aufsteiger bislang als Königstransfer.
Die Deutschen: Johann Grünloh hatte einen harten Arbeitstag unter den Körben, verzeichnete aber mit sechs Punkten und acht Rebounds eine ordentliche Bilanz. Bei den Gästen imponierte Zach Ensminger mit einem couragierten Auftritt, der ihm elf Punkte, fünf Rebounds und vier Assists bescherte.
Am Rande der Bande: Richmond Aririguzoh fehlt Vechta weiterhin, bei Göttingen konnte Harper Kamp erneut nicht mitwirken.
Wie geht’s weiter: Nach fünf Heimspielen in Folge ist RASTA nun erstmals auswärts dran: Am 22. Oktober steht die Partie bei ALBA BERLIN auf dem Programm. Für Göttingen geht es am Mittwoch im FIBA Europe Cup gegen TSU Tbilisi weiter.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch hier auf dem Youtube-Kanal von Dyn.