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Start-Ziel-Sieg: Bamberg schaltet Hamburg im Pokal-Achtelfinale aus

13 Tage lange haben die Bamberg Baskets darauf warten müssen, eine Antwort auf eine 30-Punkte-Schlappe in Chemnitz geben zu können. Den Oberfranken ist dies im BBL Pokal-Achtelfinale bei den Veolia Towers Hamburg eindrucksvoll gelungen: Beim 80:64-Auswärtssieg liegt Bamberg kein einziges Mal im Rückstand.
Spielverlauf und Wendepunkt: Im Rhythmus oder mit Regeneration? Das war die Gretchenfrage hinsichtlich der fünf Tage Pause auf Hamburger bzw. der 13 Tage Pause auf Bamberger Seite. Die Gäste beantworten die Frage zu ihren Gunsten, vor allem dank des guten Start des Frontcourts. Die Towers fanden offensiv eben nicht den besagten Rhythmus, hatten nach gut sechs Minuten erst fünf Punkte erzielt und lagen nach dem ersten Viertel mit 14:22 zurück.
Die Bamberger setzten sich Anfang des zweiten Durchgangs auf bis zu 13 Zähler Differenz ab. Auf der Suche nach Rhythmus suchten die Hamburger im zweiten Viertel immer wieder Mark Hughes, der Guard erzielte in jenem Durchgang zehn Punkte. Die Hausherren forcierten in der ersten Hälfte immerhin zehn Ballverluste, dank der deutlich besseren Dreierquote behauptete Bamberg zur Pause aber eine 44:34-Führung.
Im dritten Spielabschnitt blieb es lange beim zweistelligen Vorsprung der Gäste, dann holten sich die Hamburger durch einen 9:0-Lauf das Momentum und kamen auf 47:52 heran. Vor dem vierten Durchgang blieben aber die Gäste vorne (50:58).
Im vierten Durchgang konnten die Towers keinen zweiten Lauf folgen lassen. Bei fünf Minuten auf der Uhr baute Trey Woodbury per Dreier den Bamberger Vorsprung auf 13 Zähler Differenz aus, bei 2:20 Minuten zu spielen traf der Bamberger Guard schließlich den Dagger-Dreier zum 76:59.

Duell im Fokus: Bislang waren Hamburgs Jonas Wohlfarth-Bottermann und Bambergs Filip Stanic für ihre Teams gestartet, diesmal kamen die rustikalen Arbeiter von der Bank – dementsprechend verschieben wir den Fokus auch auf andere Akteure, bleiben aber bei Reservisten: Mit Mark Hughes fanden die Hamburger im zweiten Viertel allmählich ihren Rhythmus, mit Trey Woodbury auf dem Parkett stoppten die Bamberger (kurzzeitig) den Hamburger Lauf im dritten Durchgang. Woodbury war dann auch der spielentscheidende Mann: Zehn seiner insgesamt 21 Punkte erzielte der Guard in den letzten sechs Minuten der Partie. Dank zusätzlich sechs Rebounds, drei Assists und drei Steals sowie einer Quote von 75 Prozent aus dem Feld (9/12 FG) war er der effektivste Spieler der Partie. Hughes kam mit 14 Zählern (2/11 3P), zwei Rebounds, drei Assists und zwei Steals da nicht heran.
Zahlen, bitte: Mit 41:29 bestimmten die Bamberger das Rebound-Duell, zudem erzielten die Gäste deutlich mehr Punkte in der Zone als Hamburg (40:22).
Spieler der Partie: Neben Woodbury überzeugten bei Bamberg mit Adrian Nelson (18 PTS, 6 REB) und Filip Stanic (10 PTS, 5/5 FG, 11 REB) zwei Big Men.
Am Rande der Bande: Bei Hamburg setzte erneut Terrell Gomez als siebter ausländischer Profi aus. Die Bamberger mussten weiterhin auf Patrick Heckmann verzichten.
Sonstiges: Rickey Paulding tourt weiter durch die deutschen Hallen. Nachdem die Liga-Legende am vergangenen Montag das Bonner Heimspiel gegen den SYNTAINICS MBC besucht hatte, war er diesmal in Hamburg vor Ort. Auch Fabian Hürzeler, Cheftrainer des FC St. Pauli, war unter den Zuschauern.

Wie geht’s weiter: Die Hamburger empfangen am kommenden Mittwoch im EuroCup die Telekom Baskets, pardon, Paris Basketball um den amtierenden Trainer des Jahres unserer Liga Tuomas Iisalo samt Liga-MVP TJ Shorts und fünf weiteren letztjährigen Bonner Spielern. Im Ligabetrieb wird es nicht einfacher, am kommenden Samstag kommt der Deutsche Meister ratiopharm ulm in die Hansestadt. Für die Bamberger steht am kommenden Sonntag ein Auswärtsspiel beim SYNTAINICS MBC auf dem Programm.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch hier auf dem Youtube-Kanal von Dyn.