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Deutlicher Heimsieg: ALBA zieht beim Debüt von Youngster Linus Ruf ins Viertelfinale ein

ALBA BERLIN qualifiziert sich für das Viertelfinale im BBL Pokal. Im abschließenden Spiel der Runde setzen sich die Albatrosse in der Max-Schmeling-Halle mit 96:71 gegen die Basketball Löwen Braunschweig durch.

Spielverlauf und Wendepunkt: Bei allem Respekt vor dem ordentlichen Saisonstart der Basketball Löwen Braunschweig, war ALBA BERLIN vor heimischer Kulisse favorisiert. Die Hauptstädter, die in dieser Saison einen neuen Anlauf auf den Gewinn des BBL Pokals unternehmen möchten, weisen in der easyCredit BBL mit 2:1 Siegen nach drei Spielen allerdings die gleiche Bilanz wie die Braunschweiger auf.

Am Sonntagabend, zum Abschluss des Achtelfinales, durften die Gäste in der Folge tatsächlich nur für ganze kurze Zeit von einem Coup träumen. Martin Peterkas Dreier zum 6:3 (2.) sorgte für gute Laune, die allerdings in der Folge zunächst dezent, später deutlich getrübt wurde. Die Berliner übernahmen Stück für Stück die Regie, gewannen das erste Viertel mit 23:17 und setzten sich bis zur Halbzeitpause auf 51:34 ab.

Und auch im dritten Abschnitt nahmen die Hausherren den Fuß nicht vom Gas und lenkten die Angelegenheit früh in Richtung Vorentscheidung. Johannes Thiemann schraubte die Führung in der 23. Minute erstmals auf mehr als 20 Punkte (57:36); der Löwen-Widerstand war gebrochen.

Berlin brachte die Partie souverän über die Zeit und verdiente sich den Einzug ins Viertelfinale, das unmittelbar nach der Schlusssirene ausgelost wurde. Heraus kamen diese Begegnungen: NINERS Chemnitz - ratiopharm ulm, RASTA Vechta - Bamberg Baskets, Telekom Baskets Bonn - FC Bayern München, SYNTAINICS MBC - ALBA BERLIN.

Duell im Fokus: „Können die Tischler-Zwillinge Nicholas und Brandon die Kreise von Sterling Brown und Louis Olinde so weit eingrenzen, dass sich für die Löwen in der Max-Schmeling-Halle eine Siegchance ergibt?“, hatten wir im Vorbericht gefragt. Nun: Sie konnten es nicht, wenngleich bei den Berlinern andere die entscheidenden Akzente setzten. Ein Duell um eine gute Bilanz lieferten sich derweil die beiden Power Forwards Johannes Thiemann (20 Punkte) und Martin Peterka (10), das – genau wie der ganze Pokalabend – an den Berliner ging.

Zahlen, bitte: Mit starken Quoten aus dem Zweierbereich (64 Prozent) und von der Dreierlinie (41 Prozent) legten die Berliner den Grundstein für den Erfolg, bei dem sie zu keinem Zeitpunkt ins Zittern gerieten.

Weltmeister Johannes Thiemann war gegen Braunschweig sehr gut aufgelegt. (Foto: Tilo Wiedensohler)

Spieler der Partie: Weltmeister Johannes Thiemann erwischte im Trikot von ALBA BERLIN einen glänzenden Abend und beeindruckte mit 20 Punkten, 6 Rebounds und einer exzellenten Bilanz aus dem Feld (6/7).

Die Deutschen: Neben Thiemann überzeugte bei der Mannschaft von Israel Gonzalez auch Rückkehrer Tim Schneider, der seinem Team nicht nur mehr Optionen auf den großen Positionen lieferte, sondern auch elf Punkte lieferte. Zufrieden sein durfte auch Linus Ruf, der bei seinen ersten Profiminuten im Berliner Kader auf sechs Punkte kam. Bei den Braunschweigern wehrte sich Ferdinand Zylka mit 14 Zählern.

Am Rande der Bande: ALBA konnte wieder auf Tim Schneider zählen, während Khalifa Koumadje und Yanni Wetzel erneut pausieren mussten. Braunschweig trat ohne Ahmaad Rorie an.

Sonstiges: ALBA bestritt sein Pokal-Achtelfinale in der Max-Schmeling-Halle. Die 6.431 Zuschauer erlebten einen Schreckmoment, als sich Gabriele Procida in der 34. Minute verletzte und nicht mehr mitwirken konnte.

Wie geht’s weiter: ALBA BERLIN steht vor einer herausfordernden Woche, denn am Mittwoch steht das Euroleague-Auswärtsspiel bei Virtus Bologna auf dem Programm, am Freitag folgt das Gastspiel in Monaco. Die Braunschweiger gastieren am Samstag bei den Würzburg Baskets in der easyCredit BBL.

Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch hier auf dem Youtube-Kanal von Dyn.