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Spannung bis zur letzten Sekunde: ALBA BERLIN setzt sich gegen die Telekom Baskets Bonn durch / 98:95 führt ins Viertelfinale

Krimi am Montagabend: Titelverteidiger ALBA BERLIN setzt sich im Achtelfinale des MagentaSport BBL Pokals gegen die Telekom Baskets Bonn mit 98:95 durch. Ein starkes drittes Viertel bringt die Hausherren auf die Siegerstraße. Bonns TJ Shorts scheitert mit einem letzten Versuch von der Dreierlinie.

Spielverlauf und Wendepunkt: Für ALBA BERLIN war das Achtelfinale im MagentaSport BBL Pokal der Auftakt zu einer höchst intensiven Arbeitswoche mit vier Spielen binnen sieben Tagen. Würde daheim gegen die Telekom Baskets Bonn nach dem Euroleague-Coup in Mailand gleich der nächste große Sieg folgen?

Die Antwort lautete nach 40 Minuten schlicht: ja! Der Weg dorthin aber erwies sich als überaus beschwerlich. Das lag nicht nur am Ausfall mehrerer Stammkräfte (Maodo Lo, Johannes Thiemann, Jaleen Smith und Ben Lammers gesellten sich zum Langzeitverletzten Marcus Eriksson), sondern auch an einem starken Gast aus Bonn.

Die Besucher vom Rhein erwischten in Berlin einen tadellosen Start und lagen in der zweiten Minute direkt mit 9:0 vorne. Luke Sikma war es vorbehalten, per Freiwurf den ersten ALBA-Punkt zu erzielen. Immerhin: Bis zur Viertelpause gelang es den Berlinern, den Rückstand bis auf 24:27 zu verkürzen. Bonn blieb auch im zweiten Viertel ein unangenehmer Gegner und versuchte auf der Basis aggressiver Verteidigung den Vorsprung zu bewahren. Lohn der Mühen: ein 49:45 nach 20 Minuten.

Dann kam die Zeit von ALBA. Die Hausherren fanden jetzt besser in die Partie und zwangen ihrerseits die Telekom Baskets Bonn zu Fehlern. Ein 11:0-Lauf sorgte für die 75:69-Führung vor dem finalen Abschnitt. Hier entwickelte sich ein wahrer Krimi, in dem TJ Shorts seine Bonner in der 38. Minute wieder nach vorne brachte (91:89), doch die Gastgeber hatten die besseren Nerven und sicherten sich ihren Platz im Viertelfinale. Ein letzter Dreier von TJ Shorts verfehlte das Ziel.

Duell im Fokus: In Berlin stand vor allem das Duell der Point Guards im Mittelpunkt. Tamir Blatt und TJ Shorts gaben alles und rissen ihre Kollegen mit (siehe auch: Spieler der Partie).

TJ Shorts bot eine herausragende Leistung, für den Sieg reichte es am Ende aber nicht. (Foto: Tilo Wiedensohler)

Zahlen, bitte: 39:27 lautete am Ende das Rebound-Verhältnis, das in einem überaus engen Spiel mitentscheidend für den Berliner Sieg war. Den Albatrossen gelangen alleine 15 Offensivrebounds.

Spieler der Partie: Wenngleich die Bonner am Ende die Partie verloren, richtet sich der Blick zunächst einmal auf die Verlierer. Denn TJ Shorts bot in Berlin eine herausragende Leistung und kam am Ende auf 36 Punkte, sieben Rebounds und sechs Assists. Bei ALBA fielen mehrere Akteure positiv auf, ganz besonders aber Tamir Blatt: Er sammelte 23 Punkte, sieben Assists und sechs Rebounds. Ein großer Abend des Aufbauspielers.

Die Deutschen: Louis Olinde kam als bester deutscher Akteur in Abwesenheit der Nationalspieler Lo und Thiemann auf starke 17 Punkte und acht Assists und brillierte dabei unter anderem mit einem krachenden Dunking. Bei Bonn zeigte Sebastian Herrera mit zwölf Punkten eine gute Vorstellung, Leon Kratzer kam auf acht Zähler und sieben Rebounds.

Wie geht’s weiter: Für ALBA BERLIN geht eine außergewöhnliche Phase weiter: Auf die Aufgaben in der Euroleague am Mittwoch gegen Panathinaikos Athen und am Freitag bei Anadolu Efes Istanbul folgt noch am Sonntag das Heimspiel in der easyCredit BBL gegen die MLP Academics Heidelberg. Die Telekom Baskets Bonn sind am Samstag, 22. Oktober, bei den Basketball Löwen Braunschweig gefordert.

Video: Highlights zu dieser Partie gibt es hier oben rechts unter dem Punkt „Video“ oder hier bei MAGENTA SPORT.