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Oldenburg kämpft Würzburg nieder und zieht ins Pokal-Viertelfinale ein

Nach einem über 40 Minuten hart umkämpften Spiel ziehen die EWE Baskets Oldenburg durch einen 91:87–Auswärtserfolg bei den Würzburg Baskets ins Viertelfinale des MagentaSport BBL Pokals ein. Dewayne Russell legt mit 14 Punkten und zwölf Assists ein Double–Double auf.

Spielverlauf und Wendepunkt: Die EWE Baskets starteten engagierter in die Partie und angelten sich vor allem am offensiven Brett Rebound um Rebound. Dank vieler zweiter Wurfchancen setzte sich Oldenburg schnell auf neun Zähler ab (27:36, 15. Minute). Würzburgs Trainer Sasa Filipovsky reagierte mit einer Auszeit und stellte seine Verteidigung um: Das Pick and Roll von Oldenburg Spielmacher Dewayne Russell wurde härter attackiert und der Oldenburger Ballvortrag teils über das gesamte Feld unter Druck gesetzt.

Die Anpassungen zeigten Wirkung und Würzburg ging – auch Dank dreier Steals von O’Showen Williams im zweiten Viertel – mit einer knappen 44:43-Führung in die Pause. Einziger Wermutstropfen: Forward Martin Peterka musste nach einem Schlag auf den Hinterkopf in die Kabine und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen.

Nach Wiederbeginn entwickelte sich ein offener Schlagabtausch: Die Unterfranken erwischten den besseren Start, aber Oldenburg konterte in Person von Topscorer Tanner Leissner und Spielmacher Russell. Die Niedersachen lagen kontinuierlich in Front, konnten sich aber nie entscheidend absetzen. Würzburg warf alles in die Waagschale, konnte aber nicht mehr verhindern, dass Russell und Trey Drechsel den Sieg an der Freiwurflinie perfekt machten.

Duell im Fokus: Das Duell auf den Guard-Positionen war vor der Partie als entscheidender Faktor ausgemacht worden. Obwohl der Topscorer der Partie – Tanner Leissner – ein Power Forward war, überzeugte besonders Russell mit starkem Passspiel. Der Point Guard erzielte 14 Punkte, griff sich sechs Rebounds und verteilte zwölf Assists. Zum Vergleich: Die gesamte Würzburger Mannschaft kam auf 13 direkte Korbvorlagen.

Zahlen, bitte: Nuancen machten am Ende den Unterschied. Während sich Oldenburg mit 16 Offensivrebounds gewohnt stark unter dem gegnerischen Korb zeigte, klaute Würzburg den Oldenburgern insgesamt zehnmal den Ball. Auffällig waren die unterschiedlichen Dreierquoten: Die Niedersachsen netzten 13 Dreier bei 38 Versuchen (34 Prozent), während Würzburg mit 21,4 Prozent (6/28 3Pt FG) keinen guten Tag von außen erwischte.

Philipp Hartwich und Owen Klassen beackerten sich unter den Körben. Foto: Viktor Meshko

Die Deutschen: Bei den Würzburg Baskets überzeugte das deutsche Duo Stanic und Hartwich mit Präsenz in der Zone und starken Defensivaktionen. Zusammen kamen die beiden Center auf 19 Punkte und neun Rebounds. Youngster Julius Böhmer gefiel mit elf Zählern.

Bei den Oldenburgern setzte das Trio Kenny Ogbe, Bennet Hundt und Alen Pjanic vor allem im Schlussviertel mit wichtigen Treffern aus der Distanz und diversen Offensivrebounds entscheidende Akzente.

Spieler der Partie: Tanner Leissner! Der Power Forward startete hervorragend ins Spiel und machte die ersten elf Oldenburger Punkte. Am Ende standen für den 27-Jährigen 24 Punkte und drei Rebounds im Boxscore.

Wie geht’s weiter: Während der Woche haben beide Teams etwas Zeit zum Durchschnaufen. Oldenburg eröffnet am Freitag um 20.30 Uhr zuhause gegen Ulm den vierten Spieltag der easycredit BBL. Würzburg spielt einen Tag später bei den NINERS Chemnitz.

Video: Highlights zu dieser Partie gibt es hier oben rechts unter dem Punkt „Video“ oder hier bei MAGENTA SPORT.