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Duell der Topscorer: Klassiker zwischen Berlin und Bonn als krachender Schlusspunkt des Pokal-Achtelfinales

Status quo: Die Telekom Baskets Bonn waren in der vergangenen Saison der schärfste Rivale von ALBA BERLIN und dem FC Bayern München und werden das – laut nahezu allen Prognosen – auch in dieser Saison sein. Mit zwei Erfolgen in der Liga gegen die Würzburg Baskets und Brose Bamberg sowie einem Sieg in der FIBA Basketball Champions League gegen den Titelkandidaten Pinar Karsiyaka bringt das Team von Tuomas Iisalo gute Argumente vor.
Wie Bonn ist auch Berlin in der Liga noch ungeschlagen. Und wie die Iisalo-Truppe bezwang auch die Gonzalez-Mannschaft Bamberg, zuletzt entführten die Albatrosse im Ligabetrieb einen 89:81-Erfolg von den EWE Baskets Oldenburg. Die bisherigen Auftritte in der EuroLeague sind noch beachtlicher: Auf einen Heimsieg gegen Partizan Belgrad folgte am Freitag ein 80:74-Auswärtserfolg nach Verlängerung in Mailand. Die Albatrosse befinden sich meisterlicher Frühform.
Die besondere Brisanz: „Die Mutter aller Spiele“ hat auch im Pokal schon viele dramatische Kapitel geschrieben. Die Bonner entschieden dabei allerdings nur das allererste (2004 im Viertelfinale) für sich. Alle folgenden fünf Pokalduelle gewannen die Berliner. 2009 überrollte ALBA die Telekom Baskets im Finale von Hamburg 69:44. 2014 warf Reggie Redding die Berliner in der Qualifikation gegen Bonn mit einem Dreier aus der Ecke zum 88:87 ins TOP FOUR.
2015 gewannen die Berliner in Oldenburg auch das Spiel um den dritten Platz gegen Bonn. 2021 legten sie beim damaligen Quali-Turnier mit einem 90:82-Sieg in Bonn den Grundstein für den Einzug ins TOP FOUR. Und in der vergangenen Saison rettete Luke Sikma ALBA im Achtelfinale gegen Bonn mit einem einbeinigen Kunstwurf in die Verlängerung und wahrte damit ALBAs (später realisierte) Chance, Pokalsieger zu werden.

Duell im Fokus: Maodo Lo gegen TJ Shorts war schon im letztjährigen Pokalfinale das spektakuläre Duell, mit ihrer Schnelligkeit und Finesse sind die beiden die vielleicht spektakulärsten Spielmacher der easyCredit BBL. Shorts, damals noch für Crailsheim aktiv, war mit 30 Punkten der Topscorer des Finales, konnte damit aber nicht den Berliner 86:76-Sieg verhindern. 90 Sekunden vor Schluss entfachte der US-Guard zwar die Crailsheimer Hoffnungen mit einem Dreipunktspiel zum 76:79 noch einmal, aber Maodo Lo (mit 20 Punkten ALBAs Topscorer) konterte umgehend eiskalt mit einem Dreier aus der Ecke und ebnete damit den Weg zu ALBAs elftem Pokaltitel. Sieben Monate vor dem Gewinn der EM-Bronzemedaille konnte der Nationalspieler in der Mercedes-Benz Arena als Pokal-MVP schon einmal das Feiern üben. Hinter dem Einsatz von Lo steht aber ein Fragezeichen: Auf Grund von Problemen im Sprunggelenk wurde Berlins Nationalspieler gegen Mailand geschont.
Zahlen, bitte: Nur 11,0 Ballverluste haben die Berliner bisher zu beklagen – der Spitzenwert zusammen mit der BG Göttingen und den EWE Baskets Oldenburg. Doch die Bonner haben bisher 16,5 Ballverluste forciert.
Die ewige Bilanz: Nicht nur bei den Pokalduellen, auch bei den gesamten Duellen seit der zur Saison 1998/99 geführten digitalen Datenbank führen die Berliner deutlich: mit 50:24. Nach acht Niederlagen in Serie feierten die Bonner im ersten Hauptrundenspiel der vergangenen Saison aber immerhin einen 88:86-Auswärtserfolg – eineinhalb Wochen vor dem Pokalduell. Die Berliner revanchierten sich für diese Heimniederlage und nahmen im Februar dieses Jahres einen 89:77-Erfolg von der alten mit in die aktuelle Bundeshauptstadt.
Im Blick des Bundestrainers stehen bei Berlin natürlich die EM-Bronzehelden Maodo Lo und Johannes Thiemann, jedoch dürfte das Duo beim kommenden Länderspielfenster der WM-Qualifikation Gordon Herbert nicht zur Verfügung stehen. In der Vorbereitung auf die Europameisterschaft war Bonns Leon Kratzer dabei. Die durchschnittlich 7,3 Punkte und 5,3 Rebounds in vier Pflichtspielen stechen nicht so sehr ins Auge, dafür aber Kratzers hervorragende Quote von 87,5 Prozent aus dem Feld.
Alte Bekannte: Berlins Maodo Lo und Bonns Leon Kratzer waren 2016/17 Teamkollegen in Bamberg.
Am Rande der Bande: Nach der Partie werden die Viertelfinalduelle des Pokals ausgelost. Losfee wird Max Lemke sein, Olympiasieger im Kajak-Vierer bei den Olympischen Spielen in Tokio.
Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Montag ab 18.45 Uhr live bei MAGENTA SPORT übertragen. Alexander Frisch kommentiert zusammen mit dem Experten Pascal Roller, Anett Sattler führt die Field-Interviews. Es gibt alle Partien in HD - live und on demand hier bei MAGENTA SPORT.
Aktuelle Wettquoten: ALBA BERLIN vs. Telekom Baskets Bonn hier auf sportwetten.de.