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10:0-Lauf in der Crunchtime: Bayreuth im A9-Derby gegen Weißenfels auf der Überholspur

Von der vierten bis zur 37. Spielminute liegt der SYNTAINICS MBC gegen medi bayreuth in Führung – scheidet nach einer 69:75-Heimniederlage aber dennoch im Achtelfinale des MagentaSport BBL Pokals aus. Die Gäste aus Oberfranken entscheiden die Partie dank eines 10:0-Laufs in den letzten zwei Minuten für sich. Damit glückt den Oberfranken die Revanche für die beiden Pokal-Niederlagen gegen den MBC 2019 und 2020.
Spielverlauf und Wendepunkt: Beim SYNTAINICS MBC lief es offensiv: Die Hausherren trafen im ersten Viertel neun ihrer zwölf Würfe aus dem Feld und verloren nur zweimal den Ball. Bei der 24:17-Führung nach den ersten zehn Minuten avancierte Kostja Mushidi mit sieben Punkten (3/3 FG) zum Topscorer.
Offensiv fanden die Gäste ab Mitte des zweiten Durchgangs ins Spiel, die Bayreuther verkürzten phasenweise auf zwei Zähler Differenz und gingen letztlich „nur“ mit einem 37:43-Rückstand in die Kabine.
Offensiv war im dritten Viertel beim „A9-Derby“ Stau angesagt - es ging kaum etwas voran: Nach sechs Minuten fielen zusammen bei beiden Teams nur drei Würfe durch den Ring. Mit zwei Dreiern nacheinander schaltete Bayreuths Ahmed Hill Ende des dritten Viertels aber einen Gang hoch.
Mit zwei Dreiern zu Beginn des vierten Durchgangs setzte sich auch Bayreuths Spielmacher Brandon Childress ans Steuer – womit die Partie in die Crunchtime ging. Kris Clyburn erzielte sechs Weißenfelser Punkte in Serie und brachte sein Team bei 2:52 Minuten auf der Uhr mit 69:65 in Führung.
Danach sollten die Hausherren aber nicht mehr punkten. Auf der Gegenseite besorgte Childress per Korbleger den Ausgleich, wenig später Hill ebenfalls per Abschluss am Ring die 71:69-Führung. Hill wurde dabei gefoult, vergab zwar seinen Bonusfreiwurf, angelte sich danach aber den Offensiv-Rebound und ließ danach zwei Treffer an der Linie folgen – die Entscheidung bei einem 10:0-Lauf zum Spielende.

Zahlen, bitte: Eine Dreierquote von 30,8 Prozent mag ausbaufähig sein, doch die Bayreuther präsentierten sich damit dennoch deutlich treffsicherer als die Weißenfelser (16,7 3P%). Von Downtown markierten die Gäste 15 Zähler mehr als die Hausherren.
Spieler der Partie: Childress (20 PTS, 3/7 3P) und Hill (15 PTS, 3/6 3P, 5 AST) waren nicht nur auf Grund ihrer Vorstellung in der Crunchtime die besten Bayreuther Akteure. Beim MBC stachen Lamont Jones (19 PTS, 5 AST), Mario Ihring (14 PTS, 6 REB, 4 AST) und John Bryant (12 PTS, 10 REB, 4 AST) heraus.
Die Deutschen: Kostja Mushidi konnte an sein starkes erstes Viertel im weiteren Spielverlauf nicht anknüpfen und kam auf neun Zähler. Bei Bayreuth nahm Spielmacher Bastian Doreth in 24:39 Minuten keinen einzigen Wurf und blieb demnach ohne Zähler – mit sieben Rebounds stellte der 33-Jährige aber einen neuen Karrierebestwert auf.
Wie geht’s weiter: Auch im Ligabetrieb steht für den SYNTAINICS MBC als nächstes ein Heimspiel an, am kommenden Samstag gastieren die FRAPORT SKYLINERS in Weißenfels. Tags darauf empfängt medi bayreuth die HAKRO Merlins Crailsheim.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es hier oben rechts unter dem Punkt „Video“ oder hier bei MAGENTA SPORT.