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Das nächste Kapitel eines Klassikers: Bayern empfängt Bamberg

Status quo: Sowohl der FC Bayern München als auch Brose Bamberg haben in dieser Saison auf internationalem Parkett Herzschlag-Niederlagen hinnehmen müssen: die Münchener beim EuroLeague-Auftakt gegen Maccabi Tel Aviv, den sie knapp mit 68:69 verloren, aber mit den letzten beiden Würfen noch hätten gewinnen können. Die Bamberger in der Qualifikation für die FIBA Basketball Champions League, die sie trotz einer 20-Punkte-Führung nicht geschafft haben.

Auf nationaler Ebene sind die beiden großen Bs unterschiedlich gestartet: Die Münchener verloren ihren Ligaauftakt gegen ratiopharm ulm knapp mit 83:86, mussten aber auf zahlreiche Akteure verzichten. Die Bamberger fuhren zwei Siege ein, hatten es mit den JobStairs GIESSEN 4ers (89:87) und der BG Göttingen (82:76) aber auch mit zwei Mannschaften zu tun, die es in der vergangenen Saison nicht in die Playoffs geschafft haben. Die Münchener solten für die Oberfranken also ein ganz anderer Prüfstein werden.

Die besondere Brisanz zeigt sich anhand der vielen Duellen in den vergangenen Jahren (siehe „Die ewige Bilanz“), unter anderem auch im Pokal. Seit dem Aufstieg der Münchener 2012 standen sich beide Teams, inklusive Qualifikationsspiele, fünfmal im Pokal gegenüber, drei dieser „Do or Die“-Partien gingen an München.

Duell im Fokus: Münchens Darrun Hilliard gegen Bambergs Omar Prewitt. Zu Beginn einer Saison ist es immer ganz interessant zu beobachten, welche Spieler sich als Go-to-Guys bei ihren Teams empfehlen. Beide beiden Teams gibt es hierfür klare Kandidaten. So packte Hilliard mit 26 Punkten gegen Ulm die Bayern auf seine Schultern, Prewitt setzte gegen Gießen ein paar Zähler drauf und führte mit 32 Punkten Bamberg zum Sieg – inklusive Gamewinner-Jumper.

Zahlen, bitte: -3 gegen Ulm und -1 gegen Tel Aviv bei München; -4 gegen Utena, +6 gegen Göttingen und +2 gegen Gießen bei Bamberg. Alle fünf Pflichtspiele der beiden Teams in dieser Saison gingen in eine Crunchtime. Das darf aus neutraler Fan-Sicht gerne so bleiben ...

Die ewige Bilanz: Seit der zur Saison 1998/99 geführten digitalen Datenbank hat es 44 Duelle zwischen beiden Teams gegeben, die Münchener liegen knapp mit 23:21 vorne. Knapp wurde es auch beim letzten Aufeinandertreffen: Im Februar dieses Jahres setzten sich die Bayern mit 93:92 in Bamberg durch. Damit haben die Münchener ihre Serie gegen Bamberg auf sieben Siege in Folge ausgebaut.

Im Blick des Bundestrainers: Patrick Heckmann trug zuletzt bei der EM 2017 das DBB-Trikot. Der Bamberger Forward hat bislang beste Eigenwerbung betrieben, um sich auf den Zettel des neuen Bundestrainers Gordon Herbert zu spielen. 10,0 Punkte, 6,5 Rebounds, 4,0 Assists und 1,5 Steals in den zwei Ligaspielen sprechen eine vielseitige Sprache. Herbert wird bei Bamberg sicherlich auch auf Dominic Lockhart, Kenneth Ogbe und Christian Sengfelder schauen, bei den Bayern – falls wieder einsatzfähig – auf Andreas Obst und Gavin Schilling sowie auf die Jungprofis Jason George und Joshua Obiesie.

Alte Bekannte: Münchens Trainer Andrea Trinchieri trifft auf sein ehemaliges Team: Von 2014 bis 2018 coachte der Italiener Bamberg, drei Meisterschaften und einen Pokaltitel holten die Oberfranken in der Trinchieri-Ära. Zu dieser Zeit arbeitete auch der jetzige Münchener Sportdirektor Daniele Baiesi für Bamberg. Und auch drei Bayern-Spieler haben eine Bamberger Vergangenheit: Nationalspieler Andreas Obst, Center Leon Radosevic und Neuzugang Augustine Rubit.

Augustine Rubit ist einer von drei Münchener Akteueren mit einer Bamberger Vergangenheit. (Foto: Daniel Löb)

Weise Worte: „Wir haben wie Männer gespielt. Ich gehe mit einer Tasche voller Vertrauen in meine Spieler nach Hause.“ So blickte Andrea Trinchieri auf die knappe EuroLeague-Niederlage gegen Maccabi Tel Aviv – bei der die Münchener aber erneut Comeback-Qualitäten zeigten. Zahlt sich dieses Vertrauen nun gegen Bamberg aus?

Am Rande der Bande: 5.750 Fans sind aktuell im Audi Dome zugelassen. Zum ersten Heimspiel der Münchener in dieser Saison gegen Ulm kamen 3.081 Zuschauer.

Sonstiges: Beide Teams konnten zuletzt nicht in Bestbesetzung antreten. Den Bayern standen mit Nihad Djedovic, Vladimir Lucic, Andreas Obst, Leon Radosevic, Gavin Schilling und Paul Zipser sechs Spieler nicht zur Verfügung, bei Bamberg fehlten Derek Cooke Jr. und Frankie Ferrari.

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Sonntag ab 20:15 Uhr live bei MAGENTA SPORT übertragen. Michael Körner kommentiert zusammen mit dem Experten Alex Vogel, Jan Lüdeke führt die Field-Interviews. Es gibt alle Partien in HD - live und on demand hier bei MAGENTA SPORT.

Aktuelle Wettquoten: FC Bayern München vs. Brose Bamberg hier auf sportwetten.de.