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Bei Pokal-Premiere erster Pokal-Sieg: Chemnitz schlägt Ulm

Die NINERS Chemnitz bleiben der Favoritenschreck der noch jungen Saison: Nach Hamburg und Oldenburg bezwingen die Sachsen mit ratiopharm ulm erneut ein Playoff-Team der vergangenen Spielzeit. Damit stehen die Chemnitzer im Viertelfinale des Magenta Sport BBL Pokals.
Spielverlauf und Wendepunkt: Warum man die NINERS groß schreibt? Weil die Big Men große Rollen einnehmen. Darion Atkins und Isiaha Mike erzielten zehn der ersten zwölf Chemnitzer Punkte. Dem Duo zur Seite sprang danach Nelson Weidemann mit seinem aggressiven Zug zum Korb, zehn Punkte hatte der Guard nach dem ersten Viertel erzielt.
Durch einen 7:0-Lauf waren die Ulmer aber im Spiel geblieben … und dank eines 8:2-Auftakts ins zweite Viertel kurzzeitig an Chemnitz vorbeigezogen. Nach einem offensivgeprägten ersten Viertel bestimmten im zweiten Durchgang die Defensivreihen das Geschehen. Mit einer 38:37-Führung ging Chemnitz in die Kabine.
Beide Mannschaften zeigten Einsatz, des Öfteren waren Spieler auf dem Parkett zu sehen. Dank eines Buzzerbeaters von Atkins lagen die Sachsen vor dem vierten Durchgang mit zwei Zählern Differenz vorne.
Mitte des vierten Durchgangs hatte Chemnitz das Momentum geholt: Atkins und Malte Ziegenhagen sorgten für einen 11:2-Lauf und die 73:62-Führung. Nach fünf schnellen Punkten von Semaj Christon war Ulm wenig später auf fünf Zähler herangekommen; per Putback-Dunk verkürzte Cristian Felicio für die Gäste bei 3,4 Sekunden zu spielen auf zwei Zähler. In den Schlusssekunden schafften es die Ulmer aber nicht, per Foul Chemnitz an die Linie zu bringen.
Duell im Fokus: Chemnitz' Jan Niklas Wimberg gegen Ulms Karim Jallow. Ein Forward-Duell zweier Nationalspieler auf Augenhöhe. Wimberg legte zwölf Punkte und vier Rebounds auf, Jallow kam auf elf Zähler und vier Rebounds – fand mit einer Quote von 4/15 aus dem Feld aber nicht seinen Rhythmus.
Zahlen, bitte: 50,9 FG% vs. 38,7 FG% - bei der Feldwurfquote war Chemnitz deutlich überlegen.

Spieler der Partie: Darion Atkins führte Chemnitz bei den Punkten (19) und Rebounds (8) an, zudem war der US-Amerikaner in der Crunchtime mit zwei verwandelten Freiwürfen zur Stelle. Bei Ulm stellte Jaron Blossomgame mit 22 Zählern den Topscorer.
Die Deutschen: Nelson Weidemann setzte mit einem starken ersten Viertel direkt Impulse, am Ende hatte der Chemnitzer Point Guard 15 Zähler auf dem Konto. Der 22-Jährige wusste auch mit seiner aggressiven Verteidigung gegen Semaj Christon zu gefallen. Auf Ulmer Seite erzielt Philipp Herkenhoff sieben Zähler und fünf Rebounds.
Wie geht’s weiter: Die Chemnitzer bekommen es im Liga-Betrieb als nächstes mit medi bayreuth zu tun, die Oberfranken sind am kommenden Gast in der Messe Chemnitz. Am selben Tag haben auch die Ulmer ein Heimspiel: Dann gastiert Brose Bamberg in der ratiopharm arena.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es hier oben rechts unter dem Punkt „Video“ oder hier bei Magenta Sport.