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Pokal-Momente - Kleiner Bursche ganz groß: Berlins Jonas Mattisseck gegen den FC Bayern München

Es war die größte Geschichte des diesjährigen Pokalwettbewerbs: der Auftritt von Jonas Mattisseck von ALBA BERLIN beim 78:70-Viertelfinalsieg beim Titelverteidiger FC Bayern. Anschließend wurde der Junioren-Nationalspieler verdient zum easyCredit Pokal-Viertelfinal-MVP gewählt - und gerade erstmals für die Nationalmannschaft nominiert.
Also: Stell dir vor, du bist süße 18 Jahre alt, hast bis dato gerade Mal zehn Ligaspiele bei den Profis absolviert und dann darfst du in einem K.o.-Spiel starten – und zwar im Viertelfinale des Pokals, auswärts gegen den amtierenden Pokalsieger, den großen FC Bayern München. Kannste dir vorstellen, ja? Gut, dann weiter:
Stell dir vor, dass du dem NBA-Star des Gegners das Scheinwerferlicht klaust, mit 15 Punkten in 22 Minuten Topscorer der Partie wirst, fünf deiner sieben Dreier reinnagelst und damit Berlin, die Stadt, in der du geboren und aufgewachsen bist, ins Halbfinale ballerst … und das einen Tag vor Weihnachten!
Klingt zu großartig, sagste, um nicht ausgedacht zu sein? Ist aber genauso passiert. Herzlich willkommen im Leben von Jonas Mattisseck!
„Der Tag war eigentlich so wie immer und morgens war mir noch nicht klar, dass ich so viel spielen würde“, erzählt er später. „Erst 45 Minuten vorher bei der Besprechung sagte mir der Coach, dass ich starten würde und da stieg die Aufregung schon sehr.“
Als er nach seinem Gala-Auftritt vom Fernseh-Interview zur Besprechung in die Umkleide eilt, erwarten ihn seine Teamkollegen bereits hinter der Tür und taufen ihren Jüngling gröhlend mit Wasserflaschen. Den rosa Spielberichtsbogen des Gewinners bekommt er gerahmt geschenkt, allerdings erst nach Weihnachten, aber das war egal: Das schönste Geschenk hatte Mattisseck sich eh selber schon von der Dreierlinie gemacht …