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Erster Triumph bei fünfter Teilnahme? Bayern München ist zumindest Favorit auf den Pokalsieg

Zwei Mal im Halbfinale, zwei Mal im Finale – kommt jetzt der erste Pokalsieg für den FC Bayern München? Zumindest hat der Tabellenführer ganz klar die Favoritenrolle.
Als der FC Bayern München seine Liebe zum Basketball entdeckte und 2011 in die easyCredit BBL aufstieg, prophezeiten so manche Experten einen sofortigen Durchmarsch auf allen Ebenen. Dass der Weg an die nationale Spitze durchaus steinig sein kann, unterstreicht die Tatsache, dass die Münchner im Pokal-Wettbewerb bislang anderen Klubs den Vortritt lassen mussten.
Aber die Münchner kommen der Pokal-Trophäe stetig näher: 2013 und 2014 waren die Gastgeber Berlin und Ulm im Halbfinale eine zu hohe Hürde. 2016 gelang in München der Einzug ins Finale, das jedoch Berlin mit dem letzten Wurf 67:65 gewann. 2017 ging das Finale in Berlin knapp mit 71:74 gegen Bamberg verloren, wobei der Ausgleichs-Dreier des damaligen Bayern-Kapitäns Bryce Taylor drei Sekunden vor dem Ende nur knapp daneben ging. Sind die Bayern jetzt –50 Jahre nach ihrem ersten 1968 gewonnenen Cup – endlich reif für ihren zweiten Pokaltitel? Und damit für den zweiten aktuellen Titel nach der Meisterschaft 2014, die Heiko Schaffartzik 2014 in seiner Heimatstadt Berlin eingetütet hatte (Video rechts).
Auf jeden Fall sind die Bayern bei ihrer fünften Teilnahme mehr denn je in der Favoritenrolle. Sie führen die Tabelle der Liga souverän an und haben in der Qualifikation keinen geringeren als den amtierenden Pokalsieger Brose Bamberg ausgeschaltet. Dabei führte der große Rivale aus dem Frankenland 30 Sekunden vor Schluss in München schon 86:80. Aber die Bayern retteten sich noch in die Verlängerung, an deren Ende sie mit 101:97 gewannen.
In Neu-Ulm hat Headcoach Aleksandar Djordjevic – in Personalunion auch serbischer Nationaltrainer – nicht nur die aktuellen Nationalspieler Stefan Jovic und Vladislav Lucic (Serbien) sowie Danilo Barthel und Maik Zirbes (Deutschland) im Aufgebot, sondern auch vier Pokalsieger: Alex King, Reggie Redding und Nihad Djedovic gewannen den Cup mit ALBA BERLIN; und Anton Gavel – sogar dreimal –mit Bamberg.
Während im variabel besetzten Aufgebot der zuletzt angeschlagene Spielmacher Stefan Jovic besonders stark darin ist, mit den Innenspielern zu harmonieren, „schockt“ US-Guard Braydon Hobbs die Gegner bevorzugt mit seinen schnellen Dreiern. Ein exzellenter Werfer von „Downtown“ ist auch Jared Cunningham, der zudem wie Nihad Djedovic dem Gegner mit flinken Fingern die Bälle stibitzt und zusammen mit dem eingebürgerten Bosnier ein gefährliches Fastbreak-Duo bildet.
Auf dem Flügel entpuppt sich der vielseitige Reggie Redding mit großer Spielintelligenz immer mehr als „stiller Anführer“ der Mannschaft. Forward Vladislav Lucic, der erst kürzlich seine Verletzung auskuriert hat, muss zusammen mit Danilo Barthel den Ausfall von Power Forward Milan Macvan kompensieren. Mit dem athletischen Devin Booker und dem wuchtigen Maik Zirbes runden zwei imposante Center-Kraftpakete das Aufgebot ab.
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