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Die Historie

Wenn ein Sieg alles verändern kann...

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Nirgendwo ist der Weg zum Titel kürzer, die Fallhöhe größer und die Chance auf eine Überraschung unmittelbarer. Während eine Saison in der Liga über viele Monate hinweg entschieden wird, entscheidet im Pokal ein einziges Spiel über Weiterkommen oder Ausscheiden.

Genau das macht den Pokalwettbewerb so besonders: Hier treffen Favoriten auf Außenseiter, Tradition auf Überraschung und Erfahrung auf den Moment. Jeder Abend kann Geschichte schreiben.

Seit der Saison 1966/67 wird der deutsche Pokalsieger ermittelt. 1993 wurde mit dem Final Four bzw. TOP FOUR ein Format eingeführt, das bis heute den besonderen Charakter des Wettbewerbs prägt: Die Entscheidung fällt an einem Wochenende, an zwei Tagen kämpfen in drei Spielen die vier Teams um einen Titel.

Der Pokal über die Jahre...

Über die Jahrzehnte haben einige Clubs den Wettbewerb besonders geprägt. ALBA BERLIN ist mit elf Pokalsiegen Rekordsieger und konnte die Trophäe zwischen 1997 und 2022 immer wieder nach Berlin holen. Auch Bamberg gehört mit inzwischen sieben Titeln zu den erfolgreichsten Pokalmannschaften der deutschen Basketballgeschichte.

Doch gerade der Pokal lebt nicht allein von seinen Rekordsiegern. Seine Faszination entsteht durch die Momente, in denen die gewohnte Hierarchie ins Wanken gerät.

Die letzten Jahre...

Insbesondere die jüngere Geschichte zeigt eindrucksvoll, wie schnell sich im Pokal neue und sensationelle Geschichten entwickeln können.

Deutscher Pokalsieger 2015, EWE Baskets Oldenburg

Foto: Ulf Duda/fotoduda.de

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Es war der erste Pokaltitel der Vereinsgeschichte – und er gelang ausgerechnet im eigenen Wohnzimmer. Als Gastgeber des TOP FOUR bezwang Oldenburg im Finale den favorisierten Tabellenführer Brose Bamberg mit 72:70. Dabei lag Bamberg im Schlussviertel bereits mit acht Punkten vorne, ehe die Gastgeber das Spiel mit einem beeindruckenden Schlussspurt drehten.
*SPECIAL EDIT*
VIMODROM TOP FOUR 2025

Finale

SYNTAINICS MBC - BROSE BAMBERG


15.02.2025 Saison 2024/2025 Weißenfels, Stadthalle


Foto:  Ulf Duda / fotoduda.de
Der Pokalsieg des SYNTAINICS MBC im Jahr 2025 gehört zu den größten Überraschungen der jüngeren deutschen Basketballgeschichte. Die Wölfe aus Weißenfels waren Gastgeber des Finalturniers und standen erstmals überhaupt in einem TOP FOUR. Im Halbfinale wartete ausgerechnet der amtierende Pokalsieger aus München. Der MBC setzte sich durch – und hatte damit bereits für die erste große Sensation gesorgt. Im Finale folgte der nächste Coup: Gegen die Bamberger Basketballer holte Weißenfels sensationell den ersten Pokaltitel der Vereinsgeschichte.
Nur ein Jahr später wiederholte sich Pokalgeschichte. Die BMA365 Bamberg Baskets gingen mit dem kleinsten geplanten Spieleretat der Liga in das Pokalwochenende. Trotzdem setzte sich das Team im Halbfinale gegen den Primus aus Münchne durch und gewann im Finale gegen ALBA BERLIN mit 74:72. Für Bamberg war es der siebte Pokaltriumph.

Alle Gewinner

Alle Gewinner
JahrGewinner
2026 - BMA365 Bamberg Baskets
2025 - SYNTAINICS MBC
2024 -  FC Bayern München Basketball
2023 -  FC Bayern München Basketball
2022 -  ALBA BERLIN
2021 -  FC Bayern München Basketball 
2020 -  ALBA BERLIN 
2019 -  Brose Bamberg 
2018 -  FC Bayern München Basketball
2017 -  Brose Bamberg 
2016 -  ALBA BERLIN 
2015 -  EWE Baskets Oldenburg
2014 -  ALBA BERLIN 
2013 -  ALBA BERLIN 
2012 -  Brose Baskets 
2011 -  Brose Baskets 
2010 -  Brose Baskets 
2009 -  ALBA BERLIN 
2008 -  Artland Dragons
2007 -  RheinEnergie Köln
2006 -  ALBA BERLIN 
2005 -  RheinEnergie Köln
2004 -   RheinEnergie Köln
2003 -  ALBA BERLIN 
2002 -  ALBA BERLIN 
2001 -  HERZOGtel Trier
2000 -  SKYLINERS Frankfurt
1999 -  ALBA BERLIN 
1998 -  TVG Basketball Trier
1997 -  ALBA BERLIN
1996 -  SSV ratiopharm Ulm
1995 -  TSV Bayer 04 Leverkusen
1994 -  Brandt Hagen
1993 -  TSV Bayer 04 Leverkusen
1992 -  TTL Basketball Bamberg
1991 -  TSV Bayer 04 Leverkusen
1990 -  TSV Bayer 04 Leverkusen
1989 -  Steiner Bayreuth
1988 -  BG Steiner-Optik Bayreuth
1987 -  TSV Bayer 04 Leverkusen
1986 -  TSV Bayer 04 Leverkusen
1985 -  ASC 46 Göttingen
1984 -  ASC 46 Göttingen
1983 -  BSC Saturn Köln
1982 -  MTV Wolfenbüttel
1981 -  BSC Saturn Köln
1980 -  BSC Saturn Köln
1979 -  MTV Gießen
1978 -  USC Heidelberg
1977 -  USC Heidelberg
1976 -  TuS 04 Leverkusen
1975 -  SSV Hagen
1974 -  TuS 04 Leverkusen
1973 -  MTV Gießen
1972 -  MTV Wolfenbüttel
1971 -  TuS 04 Leverkusen
1970 -  TuS 04 Leverkusen
1969 -  MTV Gießen
1968 -  FC Bayern München
1967 -  VfL Osnabrück

 

 

 

 

Der Modus im Laufe der Zeit

Seit 2023/24: 24 Teams und neue Pokalvielfalt

Seit der Saison 2023/24 nehmen 24 Teams am Pokal teil – 18 Mannschaften aus der easyCredit BBL und sechs Teams aus der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Der Wettbewerb wird im K.O.-Modus ausgetragen.

Das TOP FOUR bzw. mit der Saison 2026/27 Netto Final Four findet bei einem der teilnehmenden Teams statt. Seit 2026 gibt es mit München erstmals einen festen Austragungsort für das Finalturnier.

2021–2023: 16 BBL-Teams

Zwischen 2021 und 2023 bestand das Teilnehmerfeld aus 16 Mannschaften der easyCredit BBL. Die beiden Aufsteiger aus der Vorsaion nahmen nicht am Pokal teil. Auch hier wurde der Pokalsieger im K.O.-Modus ermittelt. Das abschließende TOP FOUR wurde bei einem der teilnehmenden Teams ausgetragen.

Die Covid Besonderheit 2020/21

In der Saison 2020/21 wurde der Modus grundlegend nicht verändert und es nahmen weiterhin 16 Teams aus der ersten Liga teil. Die weiterhin als Viertelfinale bezeichnete Runde wurde dabei aber in vier Vierergruppen innerhalb von einer Woche im Oktober 2021 ausgetragen. Durch mehrere Covid-Fälle wurden einzelne Spiele jedoch erst im November 2021 nachgeholt. Die vier Gruppenersten qualifizierten sich anschließend direkt für das TOP FOUR.

Dieses TOP FOUR 2021 musste ebenso aufgrund eines positiven Covid Falls verschoben werden und wurde anschließend im April 2021 in München ohne Zuschauende ausgetragen. Dabei konnte sich der Gastgeber durchsetzen und zum Pokalsieger 2021 krönen.

2019–2020: K.O.-Modus mit Finale

2019 und 2020 traten jeweils 16 BBL-Teams im K.O.-Modus an. Eine Besonderheit: Statt eines TOP FOUR wurde der Pokalsieger in einem einzigen Finalspiel ermittelt. Das Heimrecht wurde für das Finale ausgelost.

2009–2018: Der Weg über die Hinrunde

Von 2009 bis 2018 wurde der Austragungsort des TOP FOUR bereits im Vorfeld bestimmt. Die Top 6 beziehungsweise Top 7 der BBL nach der Hinrunde waren für das Finalturnier qualifiziert. Das ausrichtende Team des TOP FOURs war automatisch gesetzt. Über einen Sieg im Viertelfinale qualifizierten sich die Teams für das TOP FOUR, indem anschließend der Pokalsieger ermittelt wurde.

Bis 2009: Der klassische Pokalweg

Bis 2009 war der BBL Pokal deutlich breiter aufgestellt. Die Gewinner der Landesverbände konnten am Wettbewerb teilnehmen. Im weiteren Verlauf stiegen Mannschaften aus der ersten und zweiten Liga in den Wettbewerb ein.

Der Pokal wurde dabei über einen pyramidenförmigen K.O.-Modus ausgespielt. Das Finale wurde über Hin- und Rückspiel entschieden.

Seit 1993: Das TOP FOUR

Vier Mannschaften kämpfen dabei an einem Wochenende um den Titel: zwei Halbfinals und ein Finale entscheiden über den neuen Pokalsieger.

Dabei gab es in der Geschichte des Finalturniers verschiedene Austragungsorte und Ausnahmen. 2019 und 2020 wurde das Finale mit ausgelostem Heimrecht ausgetragen. Seit 2025 ist München der feste Austragungsort. Von 2007 bis 2009 war Hamburg fester Austragungsort, von 1998 bis 2001 fand das Finalturnier in Frankfurt statt. 1995 wurde das TOP FOUR in Würzburg ausgetragen.